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    <title>gedankenshift.de | Umdenken. Loslassen. Wohlfühlen.</title>
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    <link>https://www.gedankenshift.de/</link>
    <description>Blog mit Impulsen rund um ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben | Mehr Gelassenheit und Selbstfürsorge im Alltag | Minimalismus und digitale Achtsamkeit</description>
    <pubDate>Tue, 03 Sep 2024 14:50:23 +0000</pubDate>
    
      <item>
        <title>Leichter Entscheidungen treffen – Mit dem Tetralemma raus aus dem Dilemma</title>
        <link>/tetralemma-statt-dilemma</link>
        <guid isPermaLink="true">/tetralemma-statt-dilemma</guid>
        <description>&lt;p&gt;Pizza oder Pasta, Strand oder Berge, Geld oder Freizeit – »This or That« ist ein
Spiel, das sich sowohl für’s Teambuilding als auch für einen lustigen Abend mit
Familie oder Freund:innen eignet. Auch auf Social Media begegnet man diesem
Konzept immer wieder, um sich mithilfe verschiedener Entweder-Oder-Vorlagen
selbst zu beschreiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Prinzip ist simpel: Es gibt zwei Optionen, du darfst
dich nur für eine der beiden entscheiden – welche wählst du?&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;das-gleichnis-von-buridans-esel&quot;&gt;Das Gleichnis von Buridans Esel&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auch im echten Leben stehen wir manchmal zwischen zwei Optionen: Gehen oder
Bleiben, Verändern oder Bewahren, links oder rechts? Wenn wir beide Optionen als
gleichwertig empfinden, fällt es schwer, eine Entscheidung zu treffen. Wir wägen
ab, schwanken hin und her, verharren so in einem Schwebezustand, denn es scheint
einfach keine richtige Entscheidung zu geben. In solchen Situationen sprechen
wir von einem Dilemma.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Metapher für diesen Zustand liefert der persische Philosoph Al-Ghazālī mit
seinem Gleichnis namens Buridans Esel:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Ein Esel steht zwischen zwei gleich großen und gleich weit entfernten
Heuhaufen. Er verhungert schließlich, weil er sich nicht entscheiden kann,
welchen er zuerst fressen soll.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Al-Ghazālī (persischer Philosoph)&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;wer-keine-entscheidung-trifft-wird-von-entscheidungen-getroffen&quot;&gt;Wer keine Entscheidung trifft, wird von Entscheidungen getroffen.&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Nicht nur Buridans Esel zeigt, dass ein langes Hinauszögern von Entscheidungen
nicht unbedingt zu empfehlen ist. Denn keine Entscheidung zu treffen, ist
letztlich auch eine Entscheidung. Zu langes Zögern kann zur Folge haben, dass
sich Möglichkeiten in Luft auflösen oder jemand anderes für uns Entscheidungen
trifft, die nicht unseren Vorstellungen entsprechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn es darum geht, ob
wir beim Status Quo bleiben oder uns für die Veränderung entscheiden, bedeutet
das Hinauszögern stets eine implizite Entscheidung für den Status Quo und gegen
die Veränderung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wie können wir uns aus einem Dilemma lösen?&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;tetralemma-statt-dilemma&quot;&gt;Tetralemma statt Dilemma&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Tetralemma ist ein Modell, das die Dualität von Dilemmata aufhebt und weitere
Wahlmöglichkeiten und Perspektiven eröffnet. Es stammt ursprünglich aus der
indischen Logik und wurde als Instrument für systemisches Coaching abgewandelt.
Auf kreative Weise soll es neue Möglichkeitsräume und Lösungsoptionen aufzeigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei geht es auch darum, sich von der reinen Vernunftsentscheidung zu lösen und
die verschiedenen Möglichkeiten emotional zu ergründen. Wie fühlen sich die
jeweiligen Positionen an? Und warum fällt mir die Entscheidung überhaupt so
schwer?&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;die-vier-positionen-im-tetralemma&quot;&gt;Die vier Positionen im Tetralemma&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Im Gegensatz zum Dilemma besteht das Tetralemma aus vier statt aus zwei
Positionen:&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/tetralemma.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/tetralemma.jpg&quot; alt=&quot;Das Tetralemma – Vier Positionen statt zwei&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;das-eine&quot;&gt;Das Eine:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Option A&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;das-andere&quot;&gt;Das Andere:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Option B, als Gegenpol zu Option A&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;beides&quot;&gt;Beides:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wie könnten die beiden Optionen miteinander vereint werden? Wie könnte ein Sowohl-als-Auch aussehen?&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;keines-von-beiden&quot;&gt;Keines von Beiden:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Was passiert, wenn beide Optionen ausgeschlossen werden? Wie könnte ein Weder-Noch aussehen? Gibt es weitere Lösungsoptionen, die weder mit Option A noch mit Option B vereinbar sind?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;
Anmerkung: Das Tetralemma besteht eigentlich sogar aus 4+1 Positionen. Die
fünfte Position, die nicht im Bild wiederzufinden ist, beschreibt eine
Meta-Position: All dies nicht und selbst das nicht.
&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;tetralemma--ein-beispiel-aus-dem-beruflichen-kontext&quot;&gt;Tetralemma – Ein Beispiel aus dem beruflichen Kontext&lt;/h3&gt;

&lt;h4 id=&quot;option-a&quot;&gt;Option A:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Im sicheren, aber nicht ganz so erfüllenden Angestelltenverhältnis bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;option-b&quot;&gt;Option B:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Selbstständig machen mit einem Herzensthema.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;sowohl-als-auch&quot;&gt;Sowohl-Als-Auch:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wochenstunden im Angestelltenverhältnis reduzieren und nebenberuflich
selbstständig machen. Ein sicheres Angestelltenverhältnis finden, in dem
das Herzensthema ausgelebt werden kann.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;weder-noch&quot;&gt;Weder-Noch:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Erfüllung aus einem anderen Bereich als dem Beruf ziehen. Sich bewusst machen,
welche Bedürfnisse bei der Entscheidung im Konflikt stehen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;tetralemma--ein-beispiel-aus-dem-privaten-kontext&quot;&gt;Tetralemma – Ein Beispiel aus dem privaten Kontext&lt;/h3&gt;

&lt;h4 id=&quot;option-a-1&quot;&gt;Option A:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Langjährige Beziehung beenden.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;option-b-1&quot;&gt;Option B:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Langjährige Beziehung bewahren.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;sowohl-als-auch-1&quot;&gt;Sowohl-Als-Auch:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Die Beziehung zu einer offenen Beziehung umgestalten. Beziehung bewahren,
aber getrennte Wohnräume etablieren. Auf anderem Wege mehr individuelle
Freiräume schaffen, ohne die Beziehung zu beenden.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;weder-noch-1&quot;&gt;Weder-Noch:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wie kann die Beziehung zu mir selbst verbessert werden?
Worum geht es mir bei der Entscheidung wirklich?&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;zur-bewertung-von-entscheidungen&quot;&gt;Zur Bewertung von Entscheidungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die gefühlte Ausweglosigkeit eines Dilemmas hat seinen Ursprung darin, dass wir
nicht nur glauben, es müsste eine richtige Option geben, sondern auch der
Illusion erliegen, wir könnten im Vorfeld die Richtigkeit einer Entscheidung
beurteilen. Doch egal, wie lange und intensiv wir Chancen und Risiken abwägen
und zerdenken, in den allermeisten Fällen werden wir im Vorfeld nicht beurteilen
können, welche Entscheidung die richtige ist. Das schaffen wir erst im Rückblick.
Und stellen dann vielleicht sogar fest, dass vermeintlich schlechte
Entscheidungen sich im Nachhinein als ziemlich wertvoll erwiesen haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oftmals kommt es auch gar nicht so sehr darauf an, welche Entscheidung wir
treffen, sondern dass wir überhaupt eine treffen. Sonst enden wir vielleicht
wie Buridans Esel.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Da das Leben nur rückblickend verstanden werden kann, aber nach vorne blickend
gelebt werden muss, können wir keine richtigen oder falschen Entscheidungen
treffen – immer nur Entscheidungen.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;aus dem Buch »Sieger erkennt man am Start - Verlierer auch« von Dieter Lange&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
</description>
        <pubDate>Mon, 23 Oct 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Caveman und der Mythos von Jäger und Sammlerin – Warum wir Wahrheiten hinterfragen müssen</title>
        <link>/mythos-von-jaeger-und-sammlerin</link>
        <guid isPermaLink="true">/mythos-von-jaeger-und-sammlerin</guid>
        <description>&lt;p&gt;Das Gute und Schlechte zugleich an
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sneak_Preview&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Sneak Previews&lt;/a&gt;
ist ja, dass man als Kinobesucher:in vorher nicht weiß, welchen Film man zu
sehen bekommt. Vor einigen Wochen hatte ich nun also das (un-)freiwillige
Vergnügen, im Film &lt;a href=&quot;https://www.imdb.com/title/tt14211736/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Caveman&lt;/a&gt; zu landen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;der-kinofilm-caveman--und-seine-problematiken&quot;&gt;Der Kinofilm »Caveman« – und seine Problematiken&lt;/h2&gt;

&lt;h3 id=&quot;worum-es-im-film-caveman-geht--spoileralarm&quot;&gt;Worum es im Film »Caveman« geht – Spoileralarm!&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Claudia, gespielt von Laura Tonke, und Bobby, gespielt von Moritz Bleibtreu,
haben keine allzu schönen Beziehungen hinter sich, als sie sich kennenlernen.
Mit der Prämisse »Lass uns niemals wie Mann und Frau werden« starten die beiden
in eine gleichberechtigte Paarbeziehung. Doch nach Hochzeit, Eigenheimkauf und
mehreren Jahren Beziehung befinden sie sich plötzlich in einer Abwärtsspirale aus
Geschlechterrollen-Klischees, die zu zahlreichen Konflikten führen.
Klassisches Beispiel: Sie redet zu viel, er will einfach nur in Ruhe fernsehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eines Tages hat Bobby eine Vision vom &lt;em&gt;Caveman&lt;/em&gt; – eigentlich nur ein cooleres Wort
für Höhlenmensch – und ihm wird klar, dass es seit Anbeginn der Menschheit zwei
völlig verschiedene Gruppen von Menschen gegeben hat, die sich durch
unterschiedliche Sprache und Kultur auszeichnen, und daher einfach nicht
zusammenpassen. Die Rede ist vom altbekannten Bild von Jäger und Sammler – oder
vielmehr: Jäger und Sammlerin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dieser Erscheinung geht der Geschlechter-Klischee-Spaß erst richtig los.
Sie shoppt sich in Ekstase, er hält ihre Handtasche. Sie dekoriert hochmotiviert
das Heim, er hat nicht mal auf dem Klo Ruhe. Der Grund liegt für Bobby klar auf
der Hand: Er ist ein Jäger, seine Frau eine Sammlerin. Die beiden können also
gar nicht anders.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;warum-der-film-caveman-für-mich-eine-katastrophe-ist&quot;&gt;Warum der Film »Caveman« für mich eine Katastrophe ist&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Man muss dem Film ja zugutehalten, dass er neben den ausgelutschten Klischees in
Mario Barth Manier hin und wieder auch Anzeichen von Hoffnung bietet, die
Handlung würde noch eine überraschende Wendung nehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Etwa als verglichen wird, wie unterschiedlich Claudia und Bobby in den
Badezimmerspiegel blicken: Er sieht einfach nur sich, sie lauter Baustellen, die
es zu bearbeiten gilt, weshalb sie im Gegensatz zu ihm das x-fache an
Pflegeprodukten besitzt. Leider wird in einem Nebensatz lediglich die
Kosmetikindustrie dafür verantwortlich gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch kann positiv bewertet werden, dass Bobby sich im Laufe des Films beginnt,
mit der Geschichte der Frauenbewegung auseinanderzusetzen und dabei nicht nur
das Wort Emanzipation fällt, sondern sogar der berühmte Satz von Simone de
Beauvoir: »Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Großartig fand ich die Szene gegen Ende des Films, als Claudia ihren vom
&lt;em&gt;Caveman&lt;/em&gt; besessenen Gatten anbrüllt: »Ich bin keine Frau, ich bin Claudia
Müller!«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das wäre eine echte Steilvorlage gewesen, um schlussendlich doch noch aus dem
ganzen Quatsch mit den Geschlechterrollen auszusteigen. Der &lt;em&gt;Caveman&lt;/em&gt; hätte noch
einmal in Erscheinung treten können, um zu erklären, dass die Aufteilung in Jäger
und Sammler nicht geschlechterbasiert war, sondern nach Wesensmerkmalen erfolgte,
und die Geschlechter in beiden Gruppen gleichermaßen vertreten waren. Dass es
sinnlos ist, von »typisch männlich« und »typisch weiblich« zu sprechen, und wir
lieber die individuellen Eigenheiten von Menschen anerkennen sollten, statt in
Schubladen zu denken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch trotz kleiner guter Ansätze schafft es der Film bis zum Schluss nicht, sich
von seinem Grundgerüst der altbekannten Geschlechterklischees zu emanzipieren,
stattdessen zementiert er das vermeintlich natürliche Verhalten vom ins Feuer
starrenden Jäger und der dauer-labernden Sammlerin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und das im Jahr 2023. Danke für nichts.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;der-mythos-vom-mann-als-jäger-und-der-frau-als-sammlerin&quot;&gt;Der Mythos vom Mann als Jäger und der Frau als Sammlerin&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Bild vom jagenden Mann und der kinderbetreuenden Sammlerin ist fest in
unseren Köpfen verankert. Filme wie »Caveman« – übrigens auch als
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Caveman_(Schauspiel)&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Theaterstück&lt;/a&gt;
seit Jahren ein Dauerbrenner – und Bestseller wie
»Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken«
tragen dazu bei, dieses Bild in der Gesellschaft weiterhin zu verfestigen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;projektion-des-bekannten-geschlechtermodells-auf-die-prähistorische-zeit&quot;&gt;Projektion des bekannten Geschlechtermodells auf die prähistorische Zeit&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dabei entspricht die Vorstellung vom Mann als Jäger und der Frau als Sammlerin
längst nicht mehr dem Stand der aktuellen Forschung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum einen gab und
gibt es immer wieder Funde von weiblichen Steinzeitmenschen mit Jagdwaffen und
männlichen Steinzeitmenschen mit weiblich konnotierten Grabbeigaben wie
beispielsweise Schmuck.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum anderen wurden in der Vergangenheit archäologische
Fundobjekte oftmals mit einem Geschlecht verknüpft, ohne dass eine
wissenschaftliche Grundlage dafür existierte.
Vielmehr galt die einfache Regel: Eine Waffe kennzeichnet einen prähistorischen
Mann, Schmuck eine prähistorische Frau.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Um historische Rekonstruktion bemüht, kann die Prähistorische Archäologie auf
Basis ihrer Quellen streng genommen nur schemen- und lückenhafte Bilder
zeichnen. Diesen stehen farbenprächtige und detailreiche Szenarien gegenüber,
die nur deshalb keine Fragen offen lassen, weil es sich bei ihnen um die
Projektion eines Geschlechter- und Familienmodells handelt, mit dem wir alle
bestens vertraut sind.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Brigitte Röder auf S.20 in »Der Jäger und die Sammlerin. Mit der Steinzeit die (Geschlechter-)Welt erklären?«&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;weiterführende-informationen&quot;&gt;Weiterführende Informationen:&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Brigitte Röder:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.researchgate.net/publication/267006814_Der_Jager_und_die_Sammlerin_Mit_der_Steinzeit_die_Geschlechter-Welt_erklaren&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Der Jäger und die Sammlerin. Mit der Steinzeit die (Geschlechter-)Welt erklären?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;Deutschlandfunk Kultur:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.deutschlandfunkkultur.de/geschlechterrollen-forscher-entzaubern-die-steinzeit-100.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Forscher entzaubern die Steinzeit-Klischees&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;National Geographic:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2020/11/praehistorische-jaegerinnen-widerlegen-alte-geschlechterrollen/amp&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Prähistorische Jägerinnen widerlegen alte Geschlechterrollen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h2 id=&quot;warum-haben-solche-erklärungen-überhaupt-einen-so-großen-einfluss-auf-uns&quot;&gt;Warum haben solche Erklärungen überhaupt einen so großen Einfluss auf uns?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Acht Stunden unter künstlichem Licht auf dem Drehstuhl sitzen und einen Monitor
anstarren. Abends die Tiefkühlpizza mit extra viel Käse in den Backofen schieben
und Netflix starten. Eine Porzellantoilette und Deo benutzen. Im Zug, Auto oder
sogar Flugzeug reisen. Zahnmedizinische Untersuchungen und Boxspringbetten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles grundsätzlich geile Sachen. Aber was bitte ist daran noch natürlich?
Und warum sollten wir unseren Blick überhaupt auf die prähistorische
Zeit richten, um uns auf vermeintlich natürliche Gesetzmäßigkeiten zu berufen?
Auf ein Programm, das angeblich in uns eincodiert ist, dem wir uns nicht
entziehen können, während wir andere Urzeit-Programme offenbar erfolgreich
gelöscht oder adaptiert haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oder wie es ein Lehrer während meiner Schulzeit einmal formulierte:&lt;br /&gt;
»Ich kacke jetzt doch auch nicht auf den Schulhof, nur weil das natürlich ist.«&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;kausalität-vs-korrelation&quot;&gt;Kausalität vs. Korrelation&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Seit einigen Wochen legt meine Tochter ein amüsantes Verhalten an den Tag, wenn
wir an einer roten Fußgängerampel warten müssen. Da das Betätigen des Schalters
selten dafür sorgt, dass die Ampel direkt von rot auf grün umspringt, ist ihre
neueste Strategie nun zusätzlich mit der Ampel zu sprechen: »Ampel, werd’ jetzt
grün!« – Natürlich schaltet die Ampel dann irgendwann auf grün, worauf der
Ausspruch folgt: »Die Ampel hat auf mich gehört.«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier liegt eine klassische Verwechslung von Kausalität und Korrelation vor.
Bei der Korrelation passieren zwei oder mehr Dinge neben- bzw. hintereinander,
die nichts miteinander zu tun haben. Kausalität ist eine Spezialform der
Korrelation. Hier hängen die Dinge miteinander in direktem Zusammenhang, d.h. es
gibt eine lineare Verbindung zwischen Ursache und Wirkung. Daher wird Kausalität
auch als Ursache-Wirkung-Prinzip bezeichnet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Beispiel mit der Ampel lässt uns als Erwachsene schmunzeln. Doch dass
Korrelation als Kausalität betrachtet wird oder wir dazu neigen, Sympathien für
einfache kausale Zusammenhänge zu empfinden, liegt daran, dass wir uns in einer
komplexen Welt nach Komplexitätsreduktion sehnen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Weiterführender Artikel zum Thema Komplexität:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/wenn-plaene-scheitern-den-eigenen-einflussbereich-erkennen&quot;&gt;Wenn Pläne scheitern – Vom Leben in einer komplexen Welt und was das für unseren Einflussbereich bedeutet&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;wenn-kausalität-der-legitimierung-dient&quot;&gt;Wenn Kausalität der Legitimierung dient&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;»Ich kann nicht anders, weil mein Sternzeichen Schütze ist.« –
Eine der ältesten Formen der Komplexitätsreduktion ist die Astrologie, die als
Erklärungsversuch für menschliches Verhalten dient.
Hier werden voneinander unabhängige Dinge, die Position von Himmelskörpern und
menschliches Verhalten bzw. Charakterzüge, plötzlich miteinander gekoppelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;»Gottes Wege sind unergründlich« – heißt es so schön, doch insgesamt
gestehen Religionen dem Menschen ein wenig mehr Handlungsspielraum zu, wobei es
stets eine moralische Instanz gibt, die über richtig und falsch entscheidet.
Hier gibt es ein erwartetes menschliches Verhalten und ein abweichendes,
das je nach Religion im kausalen Zusammenhang mit Konsequenzen im
Diesseits (oder Jenseits) stehen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Besonders gefährlich wird es jedoch, wenn die Wissenschaft herangezogen wird, um
mit vermeintlich kausalen Zusammenhängen menschliches Verhalten zu erklären oder
bestehende Strukturen zu legitimieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So durften Frauen zum Beispiel lange Zeit nicht studieren, weil ihre
vermeintliche intellektuelle Unterlegenheit damit erklärt wurde, dass das
weibliche Gehirn durchschnittlich ca. 140 Gramm weniger wiegt.
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_von_Bischoff&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Theodor von Bischoff&lt;/a&gt;,
Professor für Anatomie, war einer von vielen Wissenschaftlern im 19.
Jahrhundert, der vehement gegen Frauen an Universitäten eintrat, insbesondere
im Bereich der Medizin. So berief er sich auf Messungen an Knochen und
Kreislauf, die belegen sollten, dass Frauen für den ärztlichen Beruf schon rein
körperlich nicht geeignet seien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;
Der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdarwinismus&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Sozialdarwinismus&lt;/a&gt;
ist wohl eine der krassesten Formen der Legitimierung durch missbräuchliche
Übertragung von biologischen Gesetzmäßigkeiten auf menschliche Gesellschaften.
Aber das Fass will ich an dieser Stelle gar nicht erst aufmachen.
&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;objektivität-ist-ein-trugbild&quot;&gt;Objektivität ist ein Trugbild&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/konstruktivismus.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/konstruktivismus.jpg&quot; alt=&quot;Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie, wie wir sind. – Anaïs Nin&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute wissen wir es an vielen Stellen zum Glück besser, doch auch heute
sind wir nicht gefeit vor verkürzten Theorien und Fehlschlüssen.
Denn absolute Objektivität ist ein Trugbild und Wissenschaft
niemals unabhängig vom Zeitgeist. Vielmehr stehen Wissenschaft und Gesellschaft
immer in Wechselwirkung zueinander.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was dies beispielsweise für die heutige Neurowissenschaft bedeutet, wird in
folgendem Online-Artikel des Spektrum-Magazins deutlich:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Männer und Frauen sind auch heute noch oft unterschiedlichen Lernumwelten
ausgesetzt, beispielsweise bedingt durch die jeweilige Studien- und Berufswahl.
Bei Erwachsenen lässt sich daher kaum bestimmen, woher ein entdeckter neuronaler
Unterschied rührt – von den Genen oder von der Umwelt. Vielmehr prägt uns stets
ein enges Wechselspiel aus beidem.&lt;br /&gt;
[…] statistisch signifikante Unterschiede
zwischen Probandengruppen werden in wissenschaftlichen Fachjournalen mit
größerer Wahrscheinlichkeit veröffentlicht als so genannte Nullbefunde – also
Studien, in denen sich keine Effekte finden ließen. Dieser so genannte
Publikationsbias ist ein seit Langem bekanntes Problem.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Spektrum: &lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/news/gibt-es-geschlechterunterschiede-im-gehirn/1374600&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Gibt es Geschlechterunterschiede im Gehirn?&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;weiterführende-informationen-1&quot;&gt;Weiterführende Informationen:&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;DER STANDARD:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.derstandard.de/story/2000107592027/zehn-geschlechter-mythen-im-faktencheck&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Zehn Geschlechter-Mythen im Faktencheck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;BR:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/2004-medizinstudium-frauen100.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Medizinstudium offen auch für Frauen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;Spektrum:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/news/gibt-es-geschlechterunterschiede-im-gehirn/1374600&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Gibt es Geschlechterunterschiede im Gehirn?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;Spektrum:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/biologismus/8707&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Ein Essay zum Biologismus&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;h3 id=&quot;jede-wahrheit-hat-eine-halbwertszeit&quot;&gt;Jede Wahrheit hat eine Halbwertszeit&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Eine (vermeintliche) Wahrheit hat stets eine Halbwertszeit.
Sie ist immer nur solange gültig, bis eine mit besseren Beweisen untermauerte
Wahrheit die bestehende ablöst. (frei nach
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Popper&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Karl Popper&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;kausalität-ist-nicht-korrelation&quot;&gt;Kausalität ist nicht Korrelation&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Kausalität darf nicht mit Korrelation verwechselt werden.
Die Welt, die Gesellschaft und ihre einzelnen Individuen sind komplex, weshalb
niemals eine sichere Aussage über direkte Kausalität, also eine Ableitung von
Ursache und Wirkung, getroffen werden kann. Es gibt einfach zu viele Faktoren,
die einen Einfluss ausüben, zu viel Potenzial für mögliche Überraschungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angeblich kausale Zusammenhänge erscheinen allerdings zuweilen als real,
wenn das Prinzip der
&lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/829/self-fullfilling-prophecy&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;selbsterfüllenden Prophezeiung&lt;/a&gt;
zuschlägt, und wir (vermeintliche) Wahrheiten zu glauben beginnen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;aus-erklärungen-werden-allzu-leicht-legitimierungen&quot;&gt;Aus Erklärungen werden allzu leicht Legitimierungen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wir sehnen uns nach Erklärungen, warum wir sind, wie wir sind. Denn solche
Erklärungen erlauben uns Bequemlichkeit, nehmen uns Verantwortung ab und
zementieren meist den Status Quo. Mit ihnen können nicht nur individuelle
Verhaltensweisen legitimiert werden, sondern sogar gesellschaftliche
(Macht-)Strukturen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wachstum und Veränderung zwecklos, Übernahme von Verantwortung
überflüssig. Eine üble Mischung aus »Das haben wir schon immer so gemacht« und
»Ich kann halt nicht anders«.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;unsere-besondere-stärke-ist-die-neuroplastizität-unseres-gehirns&quot;&gt;Unsere besondere Stärke ist die Neuroplastizität unseres Gehirns&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Sicher, es gibt zig Faktoren, die unser Handeln und Denken beeinflussen – Gene,
Hormonhaushalt, Gesundheit, Prägung und Sozialisation – das will ich gar nicht
leugnen. Doch was uns Menschen so besonders macht, ist die
&lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/1166/neuroplastizitaet&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Neuroplastizität&lt;/a&gt;
unseres Gehirns.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;»Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.« – Das gilt eben nicht für
uns Menschen. Denn wir sind zeitlebens lernfähig. Bis zu unserem Tod können sich
Synapsen neu verknüpfen, wir können neue Wege einschlagen, neue Lösungen finden,
Obsoletes hinter uns lassen, uns weiterentwickeln.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir müssen weder auf den Schulhof kacken, noch unsere verkorksten Beziehungen
mit Biologie erklären. Denn wir sind weitaus mehr als nur die Summe unserer
Gene und Triebe.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»[…] es gibt zwei Dinge, die den Menschen fundamental vom Tier unterscheiden:
seine Selbstreflexivität und seine Intentionalität. Einerseits wissen wir, dass
wir existieren und dass wir alles, was wir tun, zumindest im Prinzip auch immer
anders tun könnten. Andererseits ist menschliches Handeln nicht einfach
irgendwie determiniert, sondern gewollt und intendiert. Es hat keine Ursachen,
sondern Gründe! Der Mensch kann sich aufgrund seiner potenziellen
Selbstreflexivität und Intentionalität im Prinzip auch gegen seine eigene Natur
verhalten, wenn er möchte.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Prof. Dr. Lutz H. Eckensberger in Spektrum: &lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/magazin/gene-und-verhalten-was-bewegt-den-menschen/827503&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Gene und Verhalten - Was bewegt den Menschen?&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
</description>
        <pubDate>Fri, 17 Feb 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Wenn Pläne scheitern – Vom Leben in einer komplexen Welt und was das für unseren Einflussbereich bedeutet</title>
        <link>/wenn-plaene-scheitern-den-eigenen-einflussbereich-erkennen</link>
        <guid isPermaLink="true">/wenn-plaene-scheitern-den-eigenen-einflussbereich-erkennen</guid>
        <description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Lange hat Anna dafür gespart und freut sich jetzt sehr auf den nahenden Urlaub.
Die erste richtige Urlaubsreise seit fünf Jahren. Am Tag der geplanten Abreise
zeigt der Corona-Test zwei Striche an.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mia und Paul sind seit vier Jahren ein Paar. Sie ziehen zusammen, es folgt die
Verlobung. Die gemeinsame Zukunft mit Reihenhaus und Kindern ist durchgeplant.
Mia fällt aus allen Wolken, als Paul sich urplötzlich von ihr trennt, weil er
sich fremdverliebt hat.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;zukunft-ist-nicht-gleich-zukunft--futurum-und-adventus&quot;&gt;Zukunft ist nicht gleich Zukunft – Futurum und Adventus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dass Pläne im Leben scheitern, ist keine Ausnahme. Denn Zukunft ist eben nicht
nur das, was wir vorhaben und planen, sondern auch immer das, was ohne unseren
Einfluss geschieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Lateinischen finden sich dafür zwei unterschiedliche Worte: Futurum und
Adventus.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;futurum-die-planbare-zukunft--adventus-die-erlebbare-zukunft&quot;&gt;Futurum, die planbare Zukunft ↔ Adventus, die erlebbare Zukunft&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Futurum bezeichnet die vorausschaubare Zukunft, die planbar ist, während
Adventus die erlebbare Zukunft darstellt, die auf uns zukommt. Futurum ist
sozusagen die Summe von Plänen, die wir angehen und abhaken möchten. Adventus
hingegen ist etwas Lebendiges, das wir nur erleben, jedoch nicht planen können.
Futurum erlaubt uns Kontrolle, während wir Adventus teilweise als regelrechten
Kontrollverlust erleben.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/planlos.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/planlos.jpg&quot; alt=&quot;Sei nie planlos, aber lass den Plan los.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pläne für die Zukunft zu machen ist nicht verkehrt, solange wir gleichzeitig die
Ungewissheit der Zukunft akzeptieren können. Manchmal müssen Pläne angepasst oder sogar aufgegeben werden. Verbissen an (gescheiterten) Plänen
festzuhalten, bringt auf jeden Fall herzlich wenig – außer vielleicht
Unzufriedenheit. Denn wie viele Pläne wir auch schmieden, wir können den Lauf
der Dinge eben immer nur begrenzt kontrollieren. Es wird stets auch
unvorhergesehene Ereignisse geben, ob es uns nun gefällt oder nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn wir einer Situation, deren Veränderungsmöglichkeit gar nicht in unserem
Einflussbereich liegt, mit innerem Widerstand begegnen – »Das müsste doch anders
sein« – führt das garantiert zu Frust. Im Gegenzug macht es genauso
unglücklich, sich stets nur als Opfer äußerer Umstände zu sehen – »Da kann ich
eben nichts dran ändern« – und sich damit als wenig selbstwirksam zu erleben.
Hier ist eine gute Balance gefragt.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;unser-umgang-mit-zukunft-anhand-des-wertequadrats&quot;&gt;Unser Umgang mit Zukunft anhand des Wertequadrats&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das &lt;a href=&quot;https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-werte-und-entwicklungsquadrat&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Werte- und Entwicklungsquadrat&lt;/a&gt;
nach Schulz von Thun stellt ein wunderbares Modell dar, um sich die Wichtigkeit
von Balance vor Augen zu führen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;die-idee-hinter-dem-wertequadrat&quot;&gt;Die Idee hinter dem Wertequadrat&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Wertequadrat geht davon aus, dass ein positiver Wert immer in Balance zu
einem positiven Gegenwert stehen muss, um nicht in ungesunde Übertreibung
abzudriften.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;borderless&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/wertequadrat/wertequadrat_konzept.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/wertequadrat/wertequadrat_konzept.jpg&quot; alt=&quot;Werte- und Entwicklungsquadrat nach Schulz von Thun&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;beispiel&quot;&gt;Beispiel:&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Mut braucht Vorsicht, um nicht in gefährlichen Leichtsinn auszuufern. Vorsicht
wiederum benötigt Mut, um (Über-)Ängstlichkeit zu vermeiden.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;borderless&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/wertequadrat/wertequadrat_mut.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/wertequadrat/wertequadrat_mut.jpg&quot; alt=&quot;Werte- und Entwicklungsquadrat nach Schulz von Thun – Beispiel Mut vs. Vorsicht&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;das-wertequadrat-im-zusammenhang-mit-futurum-und-adventus&quot;&gt;Das Wertequadrat im Zusammenhang mit Futurum und Adventus&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Schauen wir uns einmal das Wertequadrat im Hinblick auf unseren Umgang mit den
zwei Formen von Zukunft an. Für Futurum ist insbesondere die linke Seite der
Eigenverantwortung relevant, für Adventus eher die rechte Seite der Akzeptanz.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;borderless&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/wertequadrat/wertequadrat_zukunft.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/wertequadrat/wertequadrat_zukunft.jpg&quot; alt=&quot;Werte- und Entwicklungsquadrat nach Schulz von Thun – Beispiel Eigenverantwortung vs. Akzeptanz&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;zu-viel-eigenverantwortung-resultiert-in-schuldverstrickung&quot;&gt;Zu viel Eigenverantwortung resultiert in Schuldverstrickung.&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Es braucht Eigenverantwortung, um Pläne zu schmieden und Zielen nachzugehen.
Wenn wir jedoch dem trügerischen Gedanken erliegen, alles unter Kontrolle zu
haben und unseren eigenen Handlungsspielraum überbewerten, kann dies leicht zu
einer Schuldverstrickung führen, die eine ungesunde Form der Übernahme von
Verantwortung darstellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das bedeutet, in jeder negativ bewerteten Situation wird die Schuld
ausschließlich bei sich selbst gesucht:&lt;br /&gt;
»Ich bin schuld an diesem Unfall / dieser Krankheit / diesem Zustand der Dinge.«&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;zu-viel-akzeptanz-resultiert-in-resignation-und-machtlosigkeit&quot;&gt;Zu viel Akzeptanz resultiert in Resignation und Machtlosigkeit.&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Damit Eigenverantwortung nicht in Kontrollzwang und Schuldverstrickung
resultiert, braucht es Akzeptanz – die Akzeptanz des Ungewissen und
Unveränderlichen. Denn es unterliegt eben nicht alles unserer Kontrolle.
Eine zu starke Akzeptanz der äußeren Umstände führt jedoch zu Resignation und
einer Opferhaltung mit einhergehenden Gefühlen von Machtlosigkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das bedeutet, in jeder negativ bewerteten Situation wird die Schuld
ausschließlich im Außen gesucht:&lt;br /&gt;
»Ich kann überhaupt nichts für diesen Unfall / diese Krankheit / diesen Zustand
der Dinge.«&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;beide-extreme-sind-extrem-ungesund&quot;&gt;Beide Extreme sind extrem ungesund.&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Es bedarf immer einer Balance zwischen Kontrolle und Kontrollabgabe. Doch zu
erkennen, wo unser Kontrollbereich anfängt und wo er aufhört, ist oft gar nicht
so einfach. Als Grundlage zur Selbstreflexion unseres Einflussbereichs gibt es
ein tolles Modell von
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_R._Covey&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stephen R. Covey&lt;/a&gt;
namens »Circle of Influence«.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch bevor wir uns dieses Modell genauer anschauen, möchte ich als
Verständnishilfe noch einen kleinen Exkurs zum Thema Komplexität einschieben.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;komplex-vs-kompliziert--ein-exkurs&quot;&gt;Komplex vs. Kompliziert – Ein Exkurs&lt;/h2&gt;

&lt;h3 id=&quot;kompliziertheit&quot;&gt;Kompliziertheit&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein Beispiel für ein kompliziertes System ist eine mechanische Uhr. Sie besteht
aus zig Einzelteilen mit verschiedenen Funktionen, die miteinander interagieren.
Als Laie habe ich keine Ahnung, wie das alles vonstattengeht, doch ein Profi
könnte mir erklären, was die Uhr zum Ticken bringt. Mit dem nötigen Wissen ist
das Verhalten der Uhr also vorhersehbar, Ursache und Wirkung ableitbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurz gesagt:&lt;br /&gt;
Kompliziertheit lässt sich durch Wissen verringern.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;komplexität&quot;&gt;Komplexität&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Bei einem komplexen System sind Zusammenhänge von Ursache und Wirkung nicht
vorhersehbar. Es gibt nicht das nötige Maß an Wissen, um eine sichere Aussage
treffen zu können. Komplexität beinhaltet immer auch ein Potential an möglichen
Überraschungen. Wie ein Mensch beispielsweise in einer bestimmten Situation
reagiert, kann sich niemals zuverlässig vorhersagen lassen. Es gibt einfach zu
viele Faktoren, die einen Einfluss auf menschliches Verhalten ausüben, wie
tagesformabhängige Stimmung, Prägung und Sozialisation, Hormonhaushalt oder
gesundheitliches Befinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurz gesagt:&lt;br /&gt;
Ein komplexes System kann Impulse von außen empfangen, lässt sich
beobachten, aber niemals kontrollieren.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;leben-in-einer-komplexen-welt&quot;&gt;Leben in einer komplexen Welt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wir leben in einer komplexen Welt, in der wir ständigen Veränderungen
unterworfen sind. Technologien, Trends, gesellschaftliche Anschauungen,
wirtschaftliche Märkte, alles unterliegt einem stetigen Wandel. Wir werden
überrascht vom Wetter, von Naturkatastrophen, von Pandemien. Auch in Interaktion
mit unseren Mitmenschen erleben wir ständig und immer wieder Komplexität.
Unvorhergesehene Trennungen, vermeintlich überemotionale Reaktionen,
Verlagerung von persönlichen Werten, veränderte Lebenssituationen, Dynamiken in
sozialen Gruppen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leben in einer komplexen Welt bedeutet, stets damit rechnen zu müssen, dass
unvorhergesehene Dinge passieren. Es geht also nicht darum, bessere Pläne zu
schmieden oder mehr Wissen anzuhäufen, um die Welt um uns herum kontrollierbar
zu machen. Vielmehr ist das Erlernen von Akzeptanz essentiell, um mit dem
stetigen Wandel und unvorhergesehenen Ereignissen besser umgehen zu können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und hier kommt nun das Modell von Stephen R. Covey ins Spiel.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;den-eigenen-einflussbereich-erkennen--circle-of-influence&quot;&gt;Den eigenen Einflussbereich erkennen – Circle of Influence&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In seinem Buch »7 Habits of Highly Effective People« beschreibt
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_R._Covey&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stephen R. Covey&lt;/a&gt;
ein Modell, das dabei helfen kann, sich über den eigenen Einflussbereich klarer
zu werden und passende Strategien für Problemstellungen zu entwickeln. Die
von mir genutzte Darstellung beruht auf einer Adaption des ursprünglichen
Modells durch
&lt;a href=&quot;https://www.futureworksconsulting.com/blog/2010/07/26/circles-and-soup/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Diana Larsen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;borderless img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/circle_of_influence.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/circle_of_influence.jpg&quot; alt=&quot;Circle of Influence nach Stephen R. Covey&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Modell des Circle of Influence lässt sich unser Einflussbereich im
Leben in drei Elemente einteilen:&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;circle-of-control&quot;&gt;Circle of Control&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der innere Kreis ist der Circle of Control.
Hier befindet sich all das, was wir direkt kontrollieren und beeinflussen
können. Dies stellt unseren tatsächlichen Handlungsspielraum dar.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Was kann ich selbst aktiv tun?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welche meiner Handlungen bringen mich weiter?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 id=&quot;circle-of-influence&quot;&gt;Circle of Influence&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der mittlere Kreis ist der Circle of Influence.
Hier haben wir keine direkte Kontrolle mehr. Wir können lediglich Impulse setzen
und auf das Beste hoffen. Dies kann beispielsweise durch Kommunikation
passieren, aber auch durch Verhaltensweisen, die einen
potentiellen Einfluss auf unser Umfeld haben könnten. Es gibt jedoch niemals
eine Garantie dafür, dass unsere Impulse tatsächlich Wirkung zeigen.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Was kann ich wie an wen kommunizieren?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welche Verhaltensweisen könnten potentiell zu einer Veränderung beitragen?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 id=&quot;circle-of-concern&quot;&gt;Circle of Concern&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der äußerste Kreis ist der Circle of Concern.
Diesen kann man sich vorstellen als eine Art riesige Ursuppe. Hier haben wir
keinerlei Einfluss mehr. Wir können lediglich unsere Haltung beeinflussen, wie
wir mit den Dingen umgehen wollen, die in dieser Ursuppe schwimmen. Das
bedeutet, in diesem Bereich müssen wir uns auf’s Coping fokussieren – zu
deutsch: das Entwickeln von Bewältigungsstrategien.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Wie kann ich meine Haltung verändern?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Wie kann ich besser damit umgehen?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;h4 id=&quot;neben-einer-planbaren-zukunft-gibt-es-stets-auch-die-zukunft-mit-überraschungsmoment&quot;&gt;Neben einer planbaren Zukunft gibt es stets auch die Zukunft mit Überraschungsmoment.&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Zukunft besteht zum Einen aus der planbaren Zukunft (Futurum), zum Anderen
aus der erlebbaren Zukunft (Adventus), die für unerwartete Überraschungen
sorgen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leben in einer komplexen Welt bedeutet, stets damit rechnen zu müssen, dass
unvorhergesehene Dinge passieren und Pläne scheitern. Um damit besser umgehen
zu können, braucht es nicht bessere Pläne, sondern die Fähigkeit zur
Akzeptanz.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;problemstellungen-können-mit-dem-circle-of-influence-lösungsorientiert-analysiert-werden&quot;&gt;Problemstellungen können mit dem Circle of Influence lösungsorientiert analysiert werden.&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Mithilfe des Circle of Influence können wir an Problemstellungen
lösungsorientierter herangehen, indem wir uns fragen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Was kann ich aktiv tun, um die Situation zu verbessern?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welche Impulse kann ich setzen, die möglicherweise hilfreich sein könnten?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Wie kann ich besser damit umgehen, wenn eine Veränderung der Lage nicht in
meiner Kontrolle liegt?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Doch wie schon am Anfang des Artikels beschrieben und anhand des
Wertequadrats aufgezeigt, ist das manchmal eine echte Gratwanderung. Sich
verbissen in die Ursuppe des Circle of Concern zu stürzen – »Das müsste doch
anders sein« – ist genauso wenig hilfreich wie den Circle of Control zu klein zu
schneiden – »Da kann ich nichts dran ändern«.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;wir-sind-weder-schöpfer-noch-opfer-sondern-irgendwas-dazwischen&quot;&gt;Wir sind weder Schöpfer noch Opfer, sondern irgendwas dazwischen.&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Wir sind eben weder ausschließlich Opfer der Umstände noch allmächtige Schöpfer
unseres Lebens, die alles in der Hand haben. Nicht Opfer, nicht Schöpfer,
sondern irgendwas dazwischen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich wünsche dir, dass du es schaffst, deine Zeit und Energie in deinen eigenen
Einflussbereich zu investieren, statt zu viel in der Ursuppe zu schwimmen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch.&lt;br /&gt;
Aber schiffbrüchig sein heißt nicht ertrinken.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Ortega_y_Gasset&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;José Ortega y Gasset&lt;/a&gt; (1883 - 1955)&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
</description>
        <pubDate>Sat, 11 Feb 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Warum wir den Feminismus immer noch brauchen – mit 10 Buchempfehlungen zum Einstieg</title>
        <link>/warum-wir-feminismus-brauchen</link>
        <guid isPermaLink="true">/warum-wir-feminismus-brauchen</guid>
        <description>&lt;p&gt;Feminismus, das ist doch das mit diesen unrasierten,
männerhassenden Weibern, oder? Frauenquote, voll unfair. Gendern, nervt doch
nur. Und überhaupt, was soll das alles eigentlich? Wir sind doch eh alle längst
gleichberechtigt. Oder…?&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;warum-wir-immer-noch-über-feminismus-reden-müssen&quot;&gt;Warum wir immer noch über Feminismus reden müssen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wir leben hier in einem sehr privilegierten Teil der Welt. Wenn wir also einmal andere Regionen
der Welt ausblenden – fällt uns schließlich oft genug nicht allzu schwer – und uns
nur auf die Lage in Deutschland fokussieren, beobachten wir paradiesische
Zustände in puncto Gleichberechtigung der Geschlechter. In der Tat
könnte man dann geneigt sein anzunehmen, es sei längst nicht mehr notwendig,
über Feminismus zu sprechen. Denn es hat sich definitiv viel getan, wenn wir
auf die letzten hundert Jahre zurückblicken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;
Anmerkung: Wenn ich im Folgenden von &lt;em&gt;Frauen&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Männern&lt;/em&gt; spreche, geht es
mir um gesellschaftlich verankerte Rollenbilder, weniger um das biologische
Geschlecht oder gar die einzigartigen Individuen dahinter. Natürlich gibt es
nicht &lt;em&gt;die&lt;/em&gt; Frauen und &lt;em&gt;die&lt;/em&gt; Männer – zudem ist bereits die binäre Einteilung
der Geschlechter problematisch – dennoch ist diese Kategorisierung notwendig, um
über Geschlechter(un)gerechtigkeit reden zu können.
&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 1918 exisitert das
&lt;a href=&quot;https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Dokumente-zur-Zeitgeschichte/19181130_frauenwahlrecht.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Frauenwahlrecht&lt;/a&gt;,
das Frauen politische Teilhabe ermöglicht hat.
Im Jahr 1958 trat das
&lt;a href=&quot;https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Dokumente-zur-Zeitgeschichte/19580601-gleichberechtigung.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Gleichberechtigungsgesetz&lt;/a&gt;
in Kraft, das zumindest »auf dem Gebiete des bürgerlichen Rechts« für
Gleichberechtigung sorgte und einen ersten Schritt in Richtung realer
Gleichberechtigung darstellte. Seit der
&lt;a href=&quot;https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw13-kalenderblatt-832104&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Reform des Ehe- und Familienrechts&lt;/a&gt;
im Jahr 1977 darf eine verheiratete Frau auch ohne Zustimmung ihres Ehemannes
erwerbstätig sein. Und seit 1997 gilt auch endlich
&lt;a href=&quot;https://www.bundestag.de/resource/blob/407124/6893b73fe226537fa85e9ccce444dc95/wd-7-307-07-pdf-data.pdf&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Vergewaltigung in der Ehe&lt;/a&gt;
nicht mehr als Privatsache, sondern – juhu – tatsächlich als strafbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles richtig feine und wichtige Meilensteine. Dennoch sprechen auch heute noch
so einige Indizien dafür, dass wir längst nicht am Ende des Weges angekommen
sind – und ich werde in diesem Artikel beileibe nicht alle Problematiken
aufgreifen können.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;geschlecht-und-gewalt&quot;&gt;Geschlecht und Gewalt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Familiendrama. Beziehungstat. Irgendwas mit privat und schlimm halt. Don’t call it Femizid.«&lt;/em&gt; –
So manch eine Schlagzeile.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Statistiken zu körperlicher und sexualisierter Gewalt sprechen sehr deutlich
für sich. So wird laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
rund jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer
physischer oder sexualisierter Gewalt. Etwa jede vierte Frau erleidet durch
ihren aktuellen oder einen früheren Partner körperliche oder sexuelle Gewalt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Laut Bundeskriminalamt waren von den im Jahr 2021 insgesamt erfassten 143.604
Opfern vollendeter und versuchter partnerschaftlicher Gewalt 80,3 % weiblich und
19,7 % männlich. 113 Frauen und 14 Männer wurden Opfer von Partnerschaftsgewalt
mit tödlichem Ausgang.
Und über die Dunkelziffer in diesen Bereichen möchte ich gar nicht nachdenken.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/formen-der-gewalt-erkennen-80642&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Formen der Gewalt erkennen &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bundeskriminalamt zur Partnerschaftsgewalt:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Partnerschaftsgewalt/Partnerschaftsgewalt_2021.html?nn=63476&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Kriminalstatistische Auswertung Berichtsjahr 2021&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;geschlechterrollen-in-der-sprache&quot;&gt;Geschlechterrollen in der Sprache&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Sie ist halt voll die Familienmutter und er eher so der Karrieremann.«&lt;/em&gt; – Niemand. Ever.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie heißt es so schön, Sprache formt Realität – und vice versa.
Nicht ohne Grund existieren Begriffe wie »Familienvater« und »Karrierefrau«,
aber nicht das umgekehrte Pendant. Oder schon jemals etwas von »Familienmutter«
oder »Karrieremann« gehört?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch hinter Beleidigungen wie »Hurensohn« und »Fotze« verbirgt sich ein ganz
bestimmtes Frauenbild.
Genauso hinter vermeintlich harmlosen Sätzen wie »So eine Pussy« oder
»Stell dich nicht an wie ein Mädchen«.
Fun fact am Rande, vor einigen Jahren wurde eine Frau zu einer Geldstrafe wegen
Beleidigung verurteilt, da sie einen Polizisten mit »Du Mädchen« tituliert hatte.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Pinkstinks-Artikel von 2021:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://pinkstinks.de/warum-sind-fiese-beleidigungen-oft-weiblich/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Warum sind fiese Beleidigungen oft weiblich?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
SZ-Artikel von 2015:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-polizisten-als-maedchen-bezeichnet-200-euro-strafe-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150626-99-07158&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Polizisten als Mädchen bezeichnet - 200 Euro Strafe&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;gender-care-gap&quot;&gt;Gender-Care-Gap&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Sorry Schatz, das mit dem Arbeiten wird leider nix, wer stellt mir denn
sonst mein Essen auf den Tisch?«&lt;/em&gt; – So manch ein Günther. Vor 1977.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis 1977 konnte eine Ehefrau nur berufstätig sein, wenn die Erwerbstätigkeit
mit den Interessen des Ehemanns und der Familie vereinbar war. Durch die
sogenannte Hausfrauenehe war die Ehefrau per Gesetz (!) dazu verpflichtet den
Haushalt zu führen. Eine gesetzliche Bindung ans Putzen, Kochen, Waschen –
heutzutage zum Glück völlig unvorstellbar.
Seit der &lt;a href=&quot;https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw13-kalenderblatt-832104&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Reformierung des Ehe- und Familienrechts&lt;/a&gt;
gilt das partnerschaftliche Prinzip, das beide Eheleute gleichermaßen zur
Haushaltsführung verpflichtet und zur Erwerbstätigkeit berechtigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dennoch sind es auch heute noch Frauen, die deutlich mehr Zeit für Hausarbeit
und Kinderbetreuung aufwenden als Männer. Selbst dann, wenn beide einer Erwerbstätigkeit in Vollzeit nachgehen. Diese Ungleichverteilung von
bezahlter Erwerbsarbeit zur unbezahlten Sorgearbeit beschreibt der Begriff
Gender-Care-Gap.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Frauen verwenden durchschnittlich täglich 52,4 Prozent mehr Zeit für
unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Umgerechnet sind das 87 Minuten Unterschied.
So leisten Männer pro Tag im Schnitt zwei Stunden und 46 Minuten unbezahlte
Sorgearbeit, bei Frauen sind es vier Stunden und 13 Minuten.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap/indikator-fuer-die-gleichstellung/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h4 id=&quot;mental-load&quot;&gt;Mental Load&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Sag halt Bescheid, wenn du Hilfe brauchst.«&lt;/em&gt; – So manch ein Günther. Heute.&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Sorry, nix gegen Menschen mit dem Namen Günther.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann ist da auch noch die sogenannte Mental Load, die in
heteronormativen Familienkonstellationen zumeist auf den Schultern von Müttern
ruht – oder eher lastet. Dabei geht es um die Organisation von all den kleinen
Alltagsaufgaben, die sich scheinbar wie durch Zauberhand von selbst erledigen.
Zumindest kann das so auf diejenigen wirken, die nicht ständig zig To-dos und
Termine (im Hinterkopf) jonglieren müssen, damit im Eifer des alltäglichen
Wahnsinns nichts Wichtiges untergeht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt einen tollen Comic, der das Konzept von Mental Load wunderbar veranschaulicht:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Commic von Emma, in deutscher Übersetzung:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://krautreporter.de/1983-du-hattest-doch-bloss-fragen-mussen&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Du hättest doch bloß fragen müssen!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h4 id=&quot;gap-auch-bei-bezahlter-care-arbeit&quot;&gt;Gap auch bei bezahlter Care-Arbeit&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Klatschen statt Kohle.«&lt;/em&gt; – Jemand mit einer mega Idee während der
Corona-Pandemie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Pandemie hat gezeigt, dass sich unbezahlte und bezahlte Care-Arbeit
im gesellschaftlichen Ansehen leider gar nicht so sehr zu unterscheiden scheinen – insbesondere wenn es um finanzielle Anerkennung geht.
So verwundert es auch nicht, dass die typischen Sorgeberufe nach wie vor stark
frauendominiert und – Überraschung – natürlich oft nicht allzu gut bezahlt sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine
&lt;a href=&quot;https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Frauen-und-Maenner/generische-Publikationen/Frauen-Maenner-Arbeitsmarkt.pdf?__blob=publicationFile&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Statistik der Arbeitsagentur&lt;/a&gt;
zur Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern im Jahr 2021 offenbart
folgende Zahlen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Gesundheits- und Sozialwesen: ~77% Frauenanteil&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Erziehung und Unterricht: ~72% Frauenanteil&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Sonstige Dienstleistungen und öffentliche Verwaltung: ~66% Frauenanteil&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Diese Verteilung hat unter anderem auch Einfluss auf den sogenannten
Gender-Pay-Gap.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;gender-pay-gap&quot;&gt;Gender-Pay-Gap&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Also dass jetzt so viele Frauen Erwerbsarbeit nachgehen, ist ja schon okay und
so, aber trotzdem weniger Kohle bekommen, wäre halt doch nice.«&lt;/em&gt; – Das
Patriarchat mit einem richtig geilen Schachzug.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Gender-Pay-Gap, also das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern,
ist nach wie vor ein real existierendes Phänomen. Frauen verdienen in
Deutschland rund ein Fünftel weniger als Männer. In den letzten 20 Jahren hat
sich die Kluft nur minimal verbessert – 2006 lag der Gender-Pay-Gap in
Deutschland noch bei 23 %, 2021 befand er sich bei 18 %.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Frauen verdienten 2021 durchschnittlich 18% weniger je Stunde als Männer. Die
Unterschiede fielen in Westdeutschland (und Berlin) mit 19% deutlich höher aus
als im Osten (6%). […]&lt;br /&gt;
In keinem einzigen Wirtschaftszweig verdienten Frauen mehr als Männer.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-1/gender-pay-gap.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Statistisches Bundesamt&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h4 id=&quot;unbereinigter-vs-bereinigter-gender-pay-gap&quot;&gt;Unbereinigter vs. bereinigter Gender-Pay-Gap&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Bei obigen Werten handelt es sich um den unbereinigten Gender-Pay-Gap, der
den Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer:innen betrachtet. Hier spiegeln
sich strukturbedingte Faktoren wider, nämlich, dass Frauen seltener in
Führungs-, dafür umso öfter in Teilzeitpositionen zu finden sind,
häufiger in Berufen arbeiten, die schlechter bezahlt werden oder gehäuft
Tätigkeiten nachgehen, für die sie eigentlich überqualifiziert sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch auch wenn wir den bereinigten Gender-Pay-Gap betrachten, also den
Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit vergleichbarer Tätigkeit
und Qualifikation, finden wir einen Wert von 6 %, der sich eben nicht
durch strukturbedingte Faktoren erklären lässt.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien
wie Männer verdienten im Schnitt 6 % weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/03/PD22_088_621.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Statistisches Bundesamt&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h4 id=&quot;gender-gap-bei-der-einkommensverteilung&quot;&gt;Gender-Gap bei der Einkommensverteilung&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Werfen wir dann noch einen Blick auf die Einkommensverteilung, offenbart
eine im Jahr 2016 veröffentlichte Studie vom Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend besonders für verheiratete Frauen ein
erschreckendes Bild.
Nur 6 % der verheirateten Frauen verfügen über ein eigenes Nettoeinkommen über
2.000 Euro. 19 % der verheirateten Frauen haben sogar gar kein eigenes Einkommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese große Abhängigkeit hat nicht nur Folgen für die Alterssicherung – es sind
insbesondere Frauen, die von Altersarmut betroffen sind – sondern auch für die
Möglichkeit, sich aus ungesunden Beziehungen lösen zu können.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Ein eigenes Nettoeinkommen über 2.000 Euro haben nur 10 % der Frauen im Alter
zwischen 30 und 50 Jahren, aber 42 % der Männer im gleichen Alter. […]
Von den verheirateten Frauen dieser Altersphase haben 19 % kein eigenes
Einkommen und insgesamt 63 % unter 1.000 Euro. […] Nur 6 % der verheirateten
Frauen haben ein eigenes Nettoeinkommen über 2.000 Euro.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Studie: &lt;a href=&quot;https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/mitten-im-leben-83860&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Mitten im Leben - Wünsche und Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;individuelle-entscheidungen-vs-strukturelle-probleme&quot;&gt;Individuelle Entscheidungen vs. strukturelle Probleme&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Ey, ich kenn’ da aber eine, die einen kennt, der eine kennt, bei der ist das
alles gar nicht so. Und die will das ja auch so.«&lt;/em&gt; – Bestes Argument. Immer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;All diesen Gender-Gaps zum Trotz gibt es immer wieder und glücklicherweise auch
immer mehr Ausnahmen, die von den Statistiken abweichen – und das ist schön.
Genauso gibt es genug Fälle, in denen bewusst Entscheidungen getroffen werden,
um eben nicht abzuweichen – und auch das ist okay.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei feministischen Fragestellungen geht es nicht darum individuelle
Lebensentwürfe und -entscheidungen einzuschränken, sondern eben diese vermehrt
zu ermöglichen – und zwar für alle, unabhängig vom Geschlecht. Und das geht nur,
indem wir über strukturelle Probleme reden und diese weder durch positive
Gegenbeispiele noch durch Ängste vom vermeintlichen Eingriff in die
individuelle Freiheit zu entkräften versuchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es macht einen großen Unterschied, ob ein Lebensmodell bewusst und aus freien
Stücken gewählt wird oder ob die Gesellschaft, in der wir leben, diese
Entscheidung für uns trifft und uns dabei womöglich noch glauben machen will,
wir hätten uns das alles selbst ausgesucht.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»[E]s ist unmöglich, über die Situation ›der Frau‹ in unserer
Gesellschaft zu sprechen und Probleme aufzuzeigen, ohne dass jemand auf eine
Frau zeigt und sagt: Aber diese Frau hat dieses Problem nicht! Das ist unser
Glück: das wir mitten im Fortschritt sind. Aber es ist auch unsere
Herausforderung: strukturelle Probleme trotzdem zu sehen.
[…]
Es gibt keine Gleichberechtigung, solange es ein paar erfolgreiche Frauen in
Spitzenpositionen gibt und gleichzeitig Tausende, die noch nicht mal wissen,
was ein DAX-Vorstand ist, geschweige denn, wie man da reinkäme, wenn nicht
als Putzfrau, Prostituierte oder Einbrecherin.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Margarete Stowkowski in &lt;a href=&quot;https://www.rowohlt.de/buch/margarete-stokowski-untenrum-frei-9783499631863&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Untenrum frei&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;feminismus-als-stigmatisierter-begriff&quot;&gt;Feminismus als stigmatisierter Begriff&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Lass mich mit deinem Feminismus bloß in Ruhe. Als ob alles besser wäre, wenn
Frauen das Sagen hätten.«&lt;/em&gt; – &lt;del&gt;Irgendein Günther&lt;/del&gt; Jemand, der da definitiv etwas
missverstanden hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Feminismus scheint ein ziemlich stigmatisierter Begriff zu sein, der teilweise
Vorstellungen auslöst, die genau dem widersprechen, worum es
eigentlich geht. Kritik an patriarchalen Strukturen zielt eben nicht darauf ab,
ein System zu erschaffen, das Frauen bevorzugt und Männer benachteiligt.
Forderungen nach Gleichberechtigung haben nichts mit Bevorzugung oder
Gleichmacherei zu tun, sondern mit Chancengleichheit und freien
Entfaltungsmöglichkeiten für alle Menschen – unabhängig von
geschlechtlichen Zuordnungen.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/we_should_all_be_feminists.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/we_should_all_be_feminists.jpg&quot; alt=&quot;We should all be feminists. (Chimamanda Ngozi Adichie)&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn wer glaubt, das Patriarchat bereite nur Frauen Schwierigkeiten, irrt.
Geschlechterrollen mit den Kategorien »typisch männlich« und »typisch weiblich«
schränken Männer wie Frauen gleichermaßen ein.
All jene, die sich nicht in die ihnen zugewiesene Kategorie einfügen können oder
wollen, laufen in ein (Rechtfertigungs-)Problem. Noch mehr gilt das für
diejenigen, die sich gar nicht erst in der binären Geschlechtseinteilung
wiederfinden und damit quasi komplett aus dem Raster fallen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim Feminismus geht es auch definitiv nicht darum, dass Frauen &lt;em&gt;einfach&lt;/em&gt; die
Machtpositionen der Männer erobern sollen und dann ist alles fine. Es sind
die ausbeutenden Machtstrukturen, die Probleme bereiten, und diese lassen sich
ganz sicher nicht lösen, indem sie in anderer Besetzung weitergeführt werden.
Ohne ein systemisches Umdenken und Umwerfen dieser Strukturen ändert sich
nämlich schlicht gar nichts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Feminismus mag ein belasteter Begriff sein, dennoch sollte uns
das nicht davon abhalten, uns auch heute noch mit feministischen Fragestellungen
auseinanderzusetzen und unsere Stimme zu nutzen, um auf Problematiken aufmerksam
zu machen. All die wichtigen Veränderungen der letzten hundert Jahre in
Richtung mehr Gleichberechtigung wurden nicht auf dem Silbertablett serviert,
sondern hart erarbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Da der Feminismus unafrikanisch ist, beschloss ich jedenfalls, mich von nun an
als glückliche afrikanische Feministin zu bezeichnen. Dann sagte ein lieber
Freund, mich eine Feministin zu nennen hieße, dass ich Männer hasste. So wurde
ich zu einer glücklichen afrikanischen Feministin, die Männer nicht hasst.
Irgendwann war ich eine glückliche afrikanische Feministin, die Männer nicht
hasst und Lippenstift und hohe Absätze zum eigenen Vergnügen und nicht zum
Vergnügen der Männer trägt.
Natürlich war viel davon ironisch, aber es beweist, wie stark belastet, wie
negativ belastet das Wort Feministin ist.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Chimamanda Ngozi Adichie in &lt;a href=&quot;https://www.fischerverlage.de/buch/chimamanda-ngozi-adichie-mehr-feminismus-9783596036769&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Mehr Feminismus! – Ein Manifest und vier Stories&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;feminismus-und-intersektionalität&quot;&gt;Feminismus und Intersektionalität&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Im Grundgesetz steht doch was von wegen Gleichberechtigung und so.
Reicht doch.«&lt;/em&gt; – Haha. Als ob.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts ist nur eine von
vielen Diskriminierungsformen. Diskriminierung hat viele Gesichter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Begriff Intersektionalität beschreibt das Zusammenwirken mehrerer
Unterdrückungsmechanismen, sogenannte Mehrfachdiskriminierung.
Die weiße, kinderlose Frau ohne Migrationshintergrund aus akademischem
Elternhaus ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz anderen Formen von
Diskriminierung ausgesetzt als die alleinerziehende, schwarze Frau mit
Behinderung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem ist es wichtig sich zu verdeutlichen, dass Gleichberechtigung auf dem
Papier eben nicht zwangsläufig Gleichberechtigung in der Realität bedeutet,
insbesondere wenn es um Mehrfachdiskriminierung geht.
Der Soziologe Aladin El-Mafaalani gibt dazu ein sehr anschauliches Beispiel:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Zu glauben, diese [jahrhundertealte Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnisse]
ließen sich in kurzer Zeit auflösen, nur weil man heute keine unterdrückende
Gesetzgebung mehr hat, erscheint ähnlich sinnvoll wie zu glauben, dass, nur weil
eine neue Bundesligasaison mit gleichen Spielregeln für alle beginnt, der 1. FC
Köln mit der gleichen Wahrscheinlichkeit Deutscher Meister werden kann wie der
FC Bayern München. […]
Es gibt zum einen einen historisch bedingten Startnachteil (Vermögen, Netzwerk,
Prestige) auf der Ebene der Individuen. Zum anderen sind die Regeln selbst und
die Kriterien der Leistungsfeststellung historisch gewachsen und damit nicht
neutral und objektiv.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Aladin El-Mafaalani in &lt;a href=&quot;https://www.mafaalani.de/wozu-rassismus&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Wozu Rassismus?&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h2 id=&quot;10-feministische-bücher-die-ich-empfehlen-kann&quot;&gt;10 feministische Bücher, die ich empfehlen kann&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich hoffe, es ist mir gelungen, die Wichtigkeit aufzuzeigen sich auch heute
noch mit feministischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Hier folgen also nun meine zehn Buchempfehlungen rund um das Thema Feminismus.
Die folgende Liste enthält die Bücher, die ich im Jahr 2022 gelesen und als
lesenswert empfunden habe.
Hast du eine weitere Leseempfehlung für mich?
Teile deine Empfehlung gerne in einem &lt;a href=&quot;#new-comment&quot;&gt;Kommentar&lt;/a&gt; am Ende dieses
Artikels oder schreib mir eine &lt;a href=&quot;mailto:hallo@fraulyoner.de&quot;&gt;E-Mail&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;1-wir-sind-doch-alle-längst-gleichberechtigt&quot;&gt;1) Wir sind doch alle längst gleichberechtigt&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Ullstein Verlage
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/wir-sind-doch-alle-laengst-gleichberechtigt-9783843726269.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/alexandra_zykunov_wir_sind_doch_alle_laengst_gleichberechtigt.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Alexandra Zykunov – Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alexandra Zykunov:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/wir-sind-doch-alle-laengst-gleichberechtigt-9783843726269.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;»Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!« – 25 Bullshitsätze und wie wir sie endlich zerlegen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Redakteurin und Autorin &lt;a href=&quot;https://www.alexandrazykunov.de&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Alexandra Zykunov&lt;/a&gt;
greift in ihrem Buch 25 patriarchale Bullshitsätze auf und
analysiert mit einer Prise schwarzem Humor und einem ganzen Haufen
erschreckender Zahlen die dahinter schlummernden Ungerechtigkeiten zwischen
Männern und Frauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von »Hast du ein Glück, dass dein Mann zu Hause so viel mithilft« bis zu
»Gib deine Kinder einfach nicht im Lebenslauf an« – beim Lesen tun sich
regelrecht Abgründe auf und am Ende bleibt man zurück mit dem Gedanken:
Nein, wir sind definitiv noch längst nicht gleichberechtigt.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»[…] wenn Väter das Minimum an Care-Arbeit machen, bekommen sie Applaus.
Dreck weggeräumt? – Was für ein toller Ehemann und Vater! Dreck nicht
weggeräumt? – Ist doch nicht so schlimm, toll, dass er sich überhaupt kümmert.
Wenn Mütter das Minimum an Care-Arbeit machen, sind sie schlechte Mütter.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Alexandra Zykunov in &lt;a href=&quot;https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/wir-sind-doch-alle-laengst-gleichberechtigt-9783843726269.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;2-untenrum-frei&quot;&gt;2) Untenrum frei&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Rowohlt Verlage
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.rowohlt.de/buch/margarete-stokowski-untenrum-frei-9783499631863&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/margarete_stokowski_untenrum_frei.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Margarete Stokowski – Untenrum frei&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Margarete Stokowski:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.rowohlt.de/buch/margarete-stokowski-untenrum-frei-9783499631863&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Untenrum frei&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Autorin und Kolumnistin Margarete Stokowski schreibt in diesem Buch über
sexuelle Freiheit, Machtfragen und all die Rollenbilder, Schönheitsnormen und
Schamgefühle, die in uns stecken – und wie all dies in Zusammenhang miteinander
steht. Hat die sexuelle Revolution wirklich für Freiheit gesorgt? Wie frei und
gleichberechtigt sind wir tatsächlich?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Buch beruhend auf persönlichen Einblicken und Beobachtungen, gepaart mit
Hintergründen und &lt;em&gt;hard facts&lt;/em&gt;. Prädikat: Manchmal schockierend, manchmal
provokant, aber auf jeden Fall durchgängig lesenswert.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Einerseits sind junge, schlanke Frauenkörper für uns das Schöne schlechthin,
sie sind ein Ideal, das für Attraktivität, Gesundheit, Disziplin steht.
Andererseits hilft es gar nicht so viel, einen solchen Körper zu haben,
sobald es um Machtfragen geht. […]
Wir sind zwar mit Bildern hübscher Frauen in der Werbung und in den Medien
gelinde gesagt ganz gut versorgt, aber nicht mit ihren Meinungen, ihrem Wissen
und ihren Geschichten: Wer angeschaut wird, darf nicht automatisch sprechen.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Margarete Stokowski in &lt;a href=&quot;https://www.rowohlt.de/buch/margarete-stokowski-untenrum-frei-9783499631863&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Untenrum frei&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;3-die-rosa-hellblau-falle&quot;&gt;3) Die Rosa-Hellblau-Falle&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Verlag Antje Kunstmann
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://rosa-hellblau-falle.de/rosa-hellblau-falle/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/schnerring_verlan_die_rosa_hellblau_falle.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Almut Schnerring, Sascha Verlan – Die Rosa-Hellblau-Falle&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Almut Schnerring, Sascha Verlan:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://rosa-hellblau-falle.de/rosa-hellblau-falle/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Rosa-Hellblau-Falle – Für eine Kindheit ohne Rollenklischees&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Almut Schnerring und Sascha Verlan sind nicht nur Eltern von drei Kindern,
sondern arbeiten auch als Journalist:innen- und Autor:innen-Team und klären
gemeinsam in Texten und Vorträgen über
&lt;a href=&quot;https://rosa-hellblau-falle.de&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Rollenklischees im (Familien-)Alltag&lt;/a&gt;
auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer schon einmal das Vergnügen hatte, sich durch Regale von Kinderspielzeug
oder -kleidung zu wühlen, um etwas geschlechtsneutrales zu finden, kann sich
vermutlich schon im Vorfeld ausmalen, was es mit der »Die Rosa-Hellblau-Falle«
auf sich hat. Denn obwohl die Farbe Rosa im 19. Jahrhundert als das kleine Rot
und damit als männliche Farbe galt – umgekehrt wurde die Farbe Blau
der heiligen Maria und damit dem weiblichen Geschlecht zugeordnet – könnte man
beim Blick auf heutige Konsumgüter meinen, Rosa und Hellblau seien natürliche
Grundbedürfnisse von Mädchen und Jungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben dem großen Thema Gender-Marketing widmen sich Almut Schnerring und
Sascha Verlan in ihrem Buch aber auch ganz allgemein geschlechtsspezifischen
Erwartungen und Rollenvorstellungen, die bewusst oder unbewusst in
Familienalltag, Kindergarten- und Schulzeit auf Kinder einprasseln.
Durch die zahlreichen Verweise auf wissenschaftliche Studien und übergreifende
Zusammenhänge ist das Buch einerseits super informativ, andererseits durch die
Erzählungen aus dem persönlichen Familienalltag sehr angenehm zu lesen.
Meiner Meinung nach eine echte Muss-Lektüre für alle (werdenden) Eltern.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Um den Interessen unserer Töchter und Söhne gerecht zu werden, könnten wir
versuchen, ihre Eigenschaften als individuelle Eigenschaften wahrzunehmen.
Warum überhaupt von ›typisch Junge‹, ›typisch Mädchen‹ sprechen,
warum nicht ›typisch Jan‹, ›typisch Louise‹ und ›typisch Fritzi‹?
Versuchen wir doch ab jetzt, auf die Interessen unserer Kinder einzugehen,
ganz unabhängig davon, ob sie nun dem eigenen oder einem gesellschaftlich
akzeptierten Rollenbild entsprechen oder nicht. Machen wir uns bewusst, dass
eine Fähigkeit, eine Verhaltensweise, ein Gefühl, ein Interesse nicht
›weiblich‹ oder ›männlich‹ ist, sondern dass sie alle bloß weiblich oder
männlich konnotiert sind.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Almut Schnerring, Sascha Verlan in &lt;a href=&quot;https://rosa-hellblau-falle.de/rosa-hellblau-falle/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Rosa-Hellblau-Falle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;4-new-moms-for-rebel-girls&quot;&gt;4) New Moms for Rebel Girls&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Verlagsgruppe BELTZ
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://susanne-mierau.de/2022/05/28/new-moms-for-rebel-girls/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/susanne_mierau_new_moms_for_rebel_girls.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Susanne Mierau – New Moms for Rebel Girls&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Susanne Mierau:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://susanne-mierau.de/2022/05/28/new-moms-for-rebel-girls/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;New Moms for Rebel Girls – Unsere Töchter für ein gleichberechtigtes Leben stärken&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Autorin, Bloggerin und Pädagogin
&lt;a href=&quot;https://susanne-mierau.de&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Susanne Mierau&lt;/a&gt;
beleuchtet in diesem Buch wie sich eigene Erfahrungen
und Erfahrungen vergangener Generationen auf unsere Denk- und Verhaltensweisen
auswirken, durch die wir bewusst oder unbewusst bestimmte
Botschaften an unsere Kinder senden. Sie ermutigt dazu, sich kritisch mit den
eigenen Prägungen und (stereotypen) Denkmustern auseinanderzusetzen, da diese
entscheidend beeinflussen, was wir gewollt oder ungewollt an nachfolgende
Generationen weitergeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zudem finden sich in diesem Buch auch ganz konkrete Tipps, wie Mädchen
gestärkt werden können, um eine sogenannte &lt;em&gt;Patriarchatsresilienz&lt;/em&gt; – tolles Wort –
zu entwickeln, um in unserer von patriarchalen Strukturen geprägten Gesellschaft
mit unweigerlich auftretenden Ungerechtigkeiten und Widrigkeiten besser umgehen
zu können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachdem ich bereits »Frei und unverbogen« sehr gerne gelesen hatte, war ich
als Mutter einer Tochter natürlich besonders gespannt auf »New Moms for Rebel
Girls« – und wurde wie erwartet auch hier nicht enttäuscht.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Dass wir Frauen nicht breitbeinig in der Bahn sitzen, sondern die
Beine eng aneinander- oder auch übereinanderschlagen, sagt etwas darüber aus,
was die Gesellschaft von uns erwartet und was wir ihr über unsere Rolle in ihr
vermitteln. Wie wir uns in Gesprächen anderen gegenüber verhalten, wie oft und
wie lange wir anderen dabei in die Augen blicken […]
[a]lle diese scheinbar so kleinen und oft unbewusst ablaufenden Ausdrücke unserer
Körpersprache nehmen unsere Kinder auf und bilden sich davon ein Bild über die
Rolle ›Frau‹ oder ›Mutter‹ in der Gesellschaft. […]&lt;br /&gt;
Wenn wir uns also mit dem Kern des Problems beschäftigen möchten, müssen wir
uns nicht nur ansehen, wie wir was weitergeben, sondern auch, was uns geprägt
hat, was uns heute beeinflusst und was wir bewusst und unbewusst vermitteln.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Susanne Mierau in &lt;a href=&quot;https://susanne-mierau.de/2022/05/28/new-moms-for-rebel-girls/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;New Moms for Rebel Girls&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;5-mehr-feminismus--ein-manifest-und-vier-stories&quot;&gt;5) Mehr Feminismus! – Ein Manifest und vier Stories&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; S. Fischer Verlage
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.fischerverlage.de/buch/chimamanda-ngozi-adichie-mehr-feminismus-9783596036769&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/adichie_mehr_feminismus.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Chimamanda Ngozi Adichie – Mehr Feminismus! – Ein Manifest und vier Stories&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Chimamanda Ngozi Adichie:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.fischerverlage.de/buch/chimamanda-ngozi-adichie-mehr-feminismus-9783596036769&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Mehr Feminismus! – Ein Manifest und vier Stories&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit gerade etwas mehr als 100 Seiten bietet dieses Buch der nigerianischen
Bestsellerautorin &lt;a href=&quot;https://www.chimamanda.com&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Chimamanda Ngozi Adichie&lt;/a&gt;
einen leichtgewichtigen Einstieg in ein schwermütig machendes Thema.
Der erste Teil des Buches beruht auf ihrem berühmten
&lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=hg3umXU_qWc&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;TED-Talk&lt;/a&gt;
aus dem Jahr 2012 »We should all be Feminists«, gefolgt von vier Kurzgeschichten,
die von Geschlechterrollen, Identität und Schamgefühlen erzählen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Das Problem mit Geschlechterrollen ist, dass sie uns vorschreiben, wie wir
sein sollen, statt anzuerkennen, wie wir sind. Man stelle sich nur vor, wie viel
glücklicher wir wären, wie viel freier, so zu sein, wie wir sind, wenn es diese
belastenden Erwartungen nicht gäbe.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Chimamanda Ngozi Adichie in &lt;a href=&quot;https://www.fischerverlage.de/buch/chimamanda-ngozi-adichie-mehr-feminismus-9783596036769&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Mehr Feminismus! – Ein Manifest und vier Stories&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;Anmerkung: Während ich diesen Artikel schrieb, stieß ich darauf, dass
Chimamanda Ngozi Adichie Transfeindlichkeit, genauer gesagt eine im
feministischen Diskurs Trans-Frauen exkludierende Haltung vorgeworfen wird.
Ich habe mich dennoch dafür entschieden, ihr Buch hier zu
verlinken, einfach weil ich es als einen guten Einstieg in das
komplexe Thema der Geschlechter(un)gerechtigkeit empfinde.
Wer mehr zu besagten Vorwürfen nachlesen möchte, kann dies zum Beispiel
&lt;a href=&quot;https://taz.de/Streit-um-Trans-Aussagen-von-Autorin/!5779189/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;
tun.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;6-team-f--feminismus-einfach-leben&quot;&gt;6) Team F – Feminismus einfach leben&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Verlagsgruppe Droemer Knaur
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.droemer-knaur.de/buch/julia-moehn-wiebke-harms-team-f-9783426214848&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/möhn_harms_jaax_team_f_feminismus_einfach_leben.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Julia Möhn, Wiebke Harms, Liske Jaax – Team F – Feminismus einfach leben. 12 Impulse für den Alltag&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Julia Möhn, Wiebke Harms, Liske Jaax:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.droemer-knaur.de/buch/julia-moehn-wiebke-harms-team-f-9783426214848&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Team F – Feminismus einfach leben. 12 Impulse für den Alltag&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie können wir uns in einer von patriarchalen Strukturen geprägten Gesellschaft
gegenseitig stärken und solidarisch zeigen? Wiebke Harms, Julia Möhn und Liske
Jaax liefern in ihrem Buch 12 Impulse für den Alltag mit konkreten
Ideen und Denkanstößen für gegenseitiges Empowerment im privaten wie
beruflichen Bereich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es geht um kleine und große Komplimente. Darum sich gegenseitig
den Rücken zu stärken. Um’s Zuhören und Hinschauen, um Kooperation statt
Konkurrenz. Um kleine Schritte und die Integration einer feministischen Haltung im Alltag.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Wir verabschieden uns von dem Gedanken, dass jede Frau in unserem Umfeld nur
eine Rolle innehat, für die sie dringend bewertet werden sollte. Wir sehen meist
nur einen Ausschnitt, zum Beispiel von der Mutter, die Vollzeit arbeitet, in
ihrer Freizeit Künstlerin ist, Lebenspartnerin, ihren Vater pflegt und nebenbei
für die chronisch kranke Nachbarin einkaufen geht. Doch die Szene, die bei uns
hängen bleibt, ist: Sie bringt ihren Sohn in die Kita-Notbetreuung während
Corona. Wir lästern, dass sie anderen den Platz wegnimmt, die ihn doch viel
nötiger bräuchten. Die Schublade, in die wir sie einsortieren: unsolidarische
Rabenmutter, auf die wir mit dem Finger zeigen wollen. Dabei hätten wir
wahrscheinlich selbst gerne den Kitaplatz beansprucht und gestatten uns nur
nicht, ihn einzufordern.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Julia Möhn, Wiebke Harms, Liske Jaax in &lt;a href=&quot;https://www.droemer-knaur.de/buch/julia-moehn-wiebke-harms-team-f-9783426214848&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Team F&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;7-der-ursprung-der-welt&quot;&gt;7) Der Ursprung der Welt&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; avant-verlag
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.avant-verlag.de/comics/der-ursprung-der-welt/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/liv_stroemquist_der_ursprung_der_welt.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Liv Strömquist – Der Ursprung der Welt&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Liv Strömquist:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.avant-verlag.de/comics/der-ursprung-der-welt/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Der Ursprung der Welt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.avant-verlag.de/comics/der-ursprung-der-liebe/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Der Ursprung der Liebe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.avant-verlag.de/comics/ich-fuehls-nicht/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Ich fühl’s nicht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die schwedische Künstlerin Liv Strömquist ist studierte Politikwissenschaftlerin
und nimmt in ihren Graphic Novels gesellschaftliche Strukturen kritisch unter die Lupe.
In »Der Urspung der Welt« widmet sie sich der Kulturgeschichte der
Vulva – dabei greift sie beispielsweise historische, männliche Persönlichkeiten
auf, die sich ein bisschen zu sehr für das weibliche Geschlechtsorgan
interessiert haben, zudem beleuchtet sie auch die gesellschaftliche
Verschleierung der weiblichen Anatomie und wieso Menstruation als Tabuthema gilt
– all das nicht nur mit passenden Illustrationen und bissigem Humor, sondern
auch stets sachlich sinnvoll erläutert und mit Quellenangaben untermauert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch von ihren Graphic Novels »Der Urspung der Liebe« und »Ich fühl’s nicht«,
in denen es unter anderem um den Einfluss von Patriarchat
und Kapitalismus auf unsere Beziehungen und Beziehungsfähigkeit geht, war
ich hellauf begeistert. Daher kann ich nur sagen: Unbedingt lesen!&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;8-wie-du-erfolgreich-wirst-ohne-die-gefühle-von-männern-zu-verletzen&quot;&gt;8) Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Sarah Cooper:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://shop.mentor-verlag.de/products/wie-du-erfolgreich-wirst-ohne-die-gefuehle-von-maennern-zu-verletzen&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Mentor Verlag
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://shop.mentor-verlag.de/products/wie-du-erfolgreich-wirst-ohne-die-gefuehle-von-maennern-zu-verletzen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/sarah_cooper_wie_du_erfolgreich_wirst_ohne_die_gefuehle_von_maennern_zu_verletzen.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Sarah Cooper – Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Mentor Verlag
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://shop.mentor-verlag.de/products/wie-du-erfolgreich-wirst-ohne-die-gefuehle-von-maennern-zu-verletzen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/sarah_cooper_wie_du_erfolgreich_wirst_ohne_die_gefuehle_von_maennern_zu_verletzen_auszug.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Sarah Cooper – Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die amerikanische Autorin und Komikerin
&lt;a href=&quot;https://sarahcpr.com&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Sarah Cooper&lt;/a&gt; liefert hier ein Buch
mit knalligen Farben und schlichten Comics, die einen satirischen Blick auf das
Arbeitsleben werfen. Durch eine Gegenüberstellung von Mann vs. Frau in typischen
Situationen aus dem Berufsalltag wird mit bissigem Humor deutlich gemacht,
welch unterschiedlichen Bewertungen Männer und Frauen in exakt denselben
Situationen unterliegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schon beim ersten Durchblättern wusste ich manchmal nicht, ob ich jetzt lachen
oder weinen soll. »Funny because it’s true« – heißt es auf ihrem
Blog &lt;a href=&quot;https://thecooperreview.com/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;The Cooper Review&lt;/a&gt;.
Ähnliches gilt wohl auch für dieses Buch.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;9-die-erfindung-der-hausfrau&quot;&gt;9) Die Erfindung der Hausfrau&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Verlagsgruppe HarperCollins
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.harpercollins.de/products/die-erfindung-der-hausfrau-geschichte-einer-entwertung-9783749902408&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/evke_rulffes_die_erfindung_der_hausfrau.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Evke Rulffes – Die Erfindung der Hausfrau – Geschichte einer Entwertung&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Evke Rulffes:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.harpercollins.de/products/die-erfindung-der-hausfrau-geschichte-einer-entwertung-9783749902408&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Erfindung der Hausfrau – Geschichte einer Entwertung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://evkerulffes.de&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Evke Rulffes&lt;/a&gt;
ist Kulturwissenschaftlerin und analysiert in diesem Buch wie sich das Bild der
Ehefrau von der Betriebsleiterin, die den Stand des Hauses repräsentierte und
über Bedienstete verfügte, im Laufe der Zeit zur bürgerlichen Hausfrau
wandelte, die nun selbst als Bedienstete des Ehemanns fungierte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In ihren Analysen bezieht sich die Autorin auf historische
Haushaltsratgeber aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die sogenannte
Hausväter-/Hausmütterliteratur, und gibt so einen Einblick in damalige
Erwartungen und Vorstellungen von Geschlechterrollen. Sie zeigt aber auch
historische Entwicklungen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Natur auf,
die zur Veränderung des Bildes von der Herrin im Haus zur Dienerin am Mann
beigetragen haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Bezugnahme auf die Haushaltsratgeber erfolgt dabei sehr detailliert,
was vielleicht für manche:n Leser:in ein bisschen zu viel des Guten sein mag,
ich empfand die Auseinandersetzung mit dem Thema dennoch als interessant,
aufschlussreich und stellenweise auch überraschend.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Als um 1900 durch die wachsende Mittelschicht der Bedarf an Dienstpersonal
stieg, gab es eine sogenannte ›Dienstbotenkrise‹ […] Die Lösung war, das
Konzept der bürgerlichen Hausfrau auf alle Schichten auszubreiten. Während der
ersten Weltwirtschaftskrise 1929 wurde unbezahlte weibliche Haus- und
Familienarbeit als Wirtschaftsfaktor erkannt und in die Lebenshaltungskosten
einkalkuliert. Das ermöglichte eine geringe Bezahlung der männlichen Arbeiter.
Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen und der Doppelbelastung für
erwerbstätige Frauen strahlte das Hausfrauendasein eine große Attraktivität aus.
Die Ausweitung auf alle Schichten funktionierte auch dank der Vorarbeit im 18.
und 19. Jahrhundert hervorragend, wie ein Wirtschaftswissenschaftler 1974
trocken konstatiert: ›Die Verwandlung der Frauen in eine heimliche Dienerklasse
war eine ökonomische Leistung ersten Ranges. Diener für niedere Arbeiten konnte
sich nur eine Minderheit der vorindustriellen Gesellschaft leisten; im Zuge der
Demokratisierung steht heute fast dem gesamten männlichen Bevölkerungsteil eine
Ehefrau als Dienerin zur Verfügung.‹ Die Folgen davon spüren wir noch
heute.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Evke Rulffes in &lt;a href=&quot;https://www.harpercollins.de/products/die-erfindung-der-hausfrau-geschichte-einer-entwertung-9783749902408&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Erfindung der Hausfrau – Geschichte einer Entwertung&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;10-die-vegetarierin&quot;&gt;10) Die Vegetarierin&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Aufbau Verlage
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.aufbau-verlage.de/aufbau-taschenbuch/die-vegetarierin/978-3-7466-3333-6&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/han_kang_die_vegetarierin.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Han Kang – Die Vegetarierin&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Han Kang:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.aufbau-verlage.de/aufbau-taschenbuch/die-vegetarierin/978-3-7466-3333-6&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Vegetarierin&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als ich mehr oder weniger zufällig auf den kafkaesken Roman der südkoreanischen
Autorin &lt;a href=&quot;https://han-kang.net&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Han Kang&lt;/a&gt; stieß, wusste ich
nicht, was da auf mich zukommen würde. Es spricht für sich, dass ich zu lesen
begann und das Buch nicht mehr weglegen konnte, bis ich am Ende angekommen war.
Auch wenn das Thema Feminismus nicht explizit behandelt wird, so sehe
ich diesen Roman doch als symbolische Auseinandersetzung mit Emanzipation und
(weiblicher) Selbstbestimmung und liste ihn hier gerne auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als die bis dato stets unauffällige und pflichtbewusste Protagonistin
urplötzlich beschließt, keine tierischen Produkte mehr zu sich zu nehmen,
löst sie damit zahlreiche Spannungen innerhalb ihres sozialen Umfelds aus.
Es ist bezeichnend, dass wir als Leser:innen kaum etwas über das Innenleben der
Protagonistin erfahren, sondern sie als Objekt der Erzählung erleben.
Der erste Teil des Romans schildert die Perspektive des Ehemanns, der zweite
Teil ist aus dem Blickwinkel des Schwagers geschrieben, und im dritten und
letzten Teil erhalten wir noch eine weibliche Sichtweise aus dem Blickwinkel
ihrer Schwester.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Roman, stellenweise verstörend, aber auch unglaublich fesselnd, den ich
nur empfehlen kann.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie in jeder Hinsicht für
völlig unscheinbar. Um ehrlich zu sein, fand ich sie bei unserer ersten
Begegnung nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo
zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante
Wangenknochen. Ihre farblose Kleidung zeugte von ihrer Scheu, etwas von sich
preiszugeben. Als sie sich dem Tisch näherte, an dem ich auf sie wartete, fielen
mir ihre Schuhe auf. Es waren die schlichtesten schwarzen Schuhe, die man sich
nur vorstellen kann. Und dann dieser Gang, nicht schnell, nicht langsam, nicht
raumgreifend und auch nicht tippelnd.
So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen
Grund, sie nicht zu heiraten.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Han Kang in &lt;a href=&quot;https://www.aufbau-verlage.de/aufbau-taschenbuch/die-vegetarierin/978-3-7466-3333-6&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Vegetarierin&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;feministische-bücher-die-noch-auf-meiner-to-read-liste-stehen&quot;&gt;Feministische Bücher, die noch auf meiner To-Read-Liste stehen&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Verlagsgruppe Droemer Knaur
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.droemer-knaur.de/buch/franziska-schutzbach-die-erschoepfung-der-frauen-9783426278581&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/franziska_schutzbach_die_erschoepfung_der_frauen.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Franziska Schutzbach – Die Erschöpfung der Frauen&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Franziska Schutzbach:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.droemer-knaur.de/buch/franziska-schutzbach-die-erschoepfung-der-frauen-9783426278581&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Erschöpfung der Frauen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Verlagsgruppe BELTZ
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/43966-raus-aus-der-mental-load-falle.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/patricia_cammarata_raus_aus_der_mental_load_falle.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Patricia Cammarata – Raus aus der Mental Load-Falle&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Patricia Cammarata:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/43966-raus-aus-der-mental-load-falle.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Raus aus der Mental Load-Falle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Seven Stories Press
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.sevenstories.com/books/4116-the-mental-load&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/emma_mental_load.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Emma – The Mental Load: A Feminist Comic&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Emma:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.sevenstories.com/books/4116-the-mental-load&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;The Mental Load: A Feminist Comic&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; avant-verlag
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.avant-verlag.de/comics/i-m-every-woman/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/liv_stroemquist_im_every_woman.png&quot; alt=&quot;Buch von Liv Strömquist – I&apos;m every woman&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Liv Strömquist:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.avant-verlag.de/comics/i-m-every-woman/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;I’m every woman&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Verlag Kein &amp;amp; Aber
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.keinundaber.ch/de/autoren-regal/julia-korbik/stand-up-1/1094&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/julia_korbik_stand_up.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Julia Korbik – Stand up. Feminismus für alle&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Julia Korbik:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.keinundaber.ch/de/autoren-regal/julia-korbik/stand-up-1/1094&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Stand up. Feminismus für alle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Aufbau Verlage
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/warum-feminismus-gut-fur-manner-ist/978-3-96289-055-1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/jens_van_tricht_warum_feminismus_gut_fuer_maenner_ist.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Jens van Tricht – Warum Feminismus gut für Männer ist&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jens van Tricht:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/warum-feminismus-gut-fur-manner-ist/978-3-96289-055-1&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Warum Feminismus gut für Männer ist&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Penguin Random House Verlagsgruppe
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Bad-Feminist/Roxane-Gay/btb/e535605.rhd&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/roxane_gay_bad_feminist.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Roxane Gay – Bad Feminist&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Roxane Gay:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Bad-Feminist/Roxane-Gay/btb/e535605.rhd&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Bad Feminist&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Penguin Random House Verlagsgruppe
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Wenn-Maenner-mir-die-Welt-erklaeren/Rebecca-Solnit/btb/e496536.rhd&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/rebecca_solnit_wenn_maenner_mir_die_welt_erklaeren.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Rebecca Solnit – Wenn Männer mir die Welt erklären&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Rebecca Solnit:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Wenn-Maenner-mir-die-Welt-erklaeren/Rebecca-Solnit/btb/e496536.rhd&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Wenn Männer mir die Welt erklären&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Edel Verlagsgruppe
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.edenbooks.de/book/radikale-selbstfrsorge-jetzt-klappenbroschur-978395913329/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/svenja_graefen_radikale_selbstfuersorge.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Svenja Gräfen – Radikale Selbstfürsorge. Jetzt! Eine feministische Perspektive&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Svenja Gräfen:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.edenbooks.de/book/radikale-selbstfrsorge-jetzt-klappenbroschur-978395913329/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Radikale Selbstfürsorge. Jetzt! Eine feministische Perspektive&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Carl Hanser Verlag
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/good-night-stories-for-rebel-girls/978-3-446-25690-3/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/good_night_stories_for_rebel_girls.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Elena Favilli, Francesca Cavallo – Good Night Stories for Rebel Girls&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Elena Favilli, Francesca Cavallo:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/good-night-stories-for-rebel-girls/978-3-446-25690-3/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Good Night Stories for Rebel Girls&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-inline&quot;&gt;
	&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
        &amp;copy; Rowohlt Verlage
	&lt;/span&gt;
	&lt;a href=&quot;https://www.rowohlt.de/buch/margarete-stokowski-die-letzten-tage-des-patriarchats-9783499606694&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
		&lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/margarete_stokowski_die_letzten_tage_des_patriarchats.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Margarete Stokowski, Francesca Cavallo – Die letzten Tage des Patriarchats&quot; /&gt;
	&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Margarete Stokowski:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.rowohlt.de/buch/margarete-stokowski-die-letzten-tage-des-patriarchats-9783499606694&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die letzten Tage des Patriarchats&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;feministische-podcasts-die-ich-gerne-höre&quot;&gt;Feministische Podcasts, die ich gerne höre&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Haus Eins:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://lila-podcast.de/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Der Lila Podcast&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jasmin Mittag:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://werbrauchtfeminismus.de/wbf-podcast/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Wer braucht Feminismus?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hanna Drechsler:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.hannadrechsler.de/podcast-eltern-in-balance/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Eltern in Balance&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;deine-empfehlungen&quot;&gt;Deine Empfehlungen…?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Hast du Empfehlungen zum Thema Feminismus für mich? Lass es mich in einem
&lt;a href=&quot;#new-comment&quot;&gt;Kommentar&lt;/a&gt; oder in einer &lt;a href=&quot;mailto:hallo@fraulyoner.de&quot;&gt;E-Mail&lt;/a&gt;
wissen.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Sun, 05 Feb 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Vorsätzlich keine Vorsätze – Warum Neujahrsvorsätze so oft scheitern und welche Alternativen es gibt</title>
        <link>/jahreswechsel-alternativen-zu-guten-vors%C3%A4tzen</link>
        <guid isPermaLink="true">/jahreswechsel-alternativen-zu-guten-vors%C3%A4tzen</guid>
        <description>&lt;p&gt;Heute ist der 17. Januar 2023 und damit der alljährliche
&lt;a href=&quot;http://www.kleiner-kalender.de/event/wirf-deine-jahresvorsaetze-ueber-bord-tag/101562.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Wirf-Deine-Jahresvorsätze-über-Bord-Tag&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/vorsaetzlich_keine_vorsaetze.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/vorsaetzlich_keine_vorsaetze.jpg&quot; alt=&quot;Vorsätzlich keine Vorsätze&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abnehmen, mehr Sport machen, nicht mehr rauchen, weniger fernsehen und mehr
lesen – Vorsätze für das neue Jahr sind oft ziemlich ambitioniert
und fühlen sich manchmal sogar ein bisschen nach Quälerei an.
Wer sich also bis zum heutigen Tag durchgequält hat, darf sich nun auf die
Schulter klopfen und entscheiden, ob das alles wirklich weitergehen muss oder ob
die guten Vorsätze nicht auch noch im nächsten Jahr angegangen werden können.
Wer sich ohnehin schon früher aus dem Club der guten Vorsätze verabschiedet hat,
darf spätestens heute getrost das schlechte Gewissen über Bord werfen und sich
wieder besser fühlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Spaß beiseite. In diesem Artikel möchte ich der Frage nachgehen:
Warum neigen Neujahrsvorsätze eigentlich so oft zum Scheitern und welche
Alternativen gibt es zu den klassischen Neujahrsvorsätzen?&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;5-gründe-warum-neujahrsvorsätze-zum-scheitern-neigen&quot;&gt;5 Gründe warum Neujahrsvorsätze zum Scheitern neigen&lt;/h2&gt;

&lt;h3 id=&quot;1-mangelnder-fokus-zu-viele-verschiedene-baustellen&quot;&gt;1) Mangelnder Fokus: Zu viele verschiedene Baustellen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ins Fitness-Studio gehen, sich gesünder ernähren, eine neue Fremdsprache lernen,
beruflich vorankommen und gleichzeitig mehr Zeit mit den Kindern verbringen –
wenn die guten Vorsätze nicht nur zu viele an der Zahl sind, sondern auch noch
in Konflikt zueinander stehen, wird die Umsetzung schwierig bis unmöglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sich auf einige wenige – oder noch besser: auf eine einzige Baustelle – zu
konzentrieren, ist weitaus erfolgsversprechender als zu vieles auf einmal zu
wollen.&lt;/p&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich fokussiere mich auf die eine Sache.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich mache das und das und das auch noch.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h3 id=&quot;2-mangelnde-messbarkeit-zu-unkonkrete-definitionen&quot;&gt;2) Mangelnde Messbarkeit: Zu unkonkrete Definitionen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Mehr Sport machen, mehr lesen, weniger am Handy hängen – was bedeuten diese
»mehr« und »weniger« überhaupt? Ohne konkrete Definition wird es schwierig
zu überprüfen, ob die guten Vorsätze erfolgreich sind oder nicht. Es fehlt
schlicht an Messbarkeit.&lt;/p&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Täglich 15 Minuten Yoga«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Mehr Sport machen«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Wöchentlich mindestens ein Kapitel lesen«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Mehr lesen«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Social-Media-Nutzung auf maximal eine Stunde pro Tag limitieren«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Weniger am Handy hängen«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h3 id=&quot;3-mangel-an-realismus-zu-große-schritte&quot;&gt;3) Mangel an Realismus: Zu große Schritte&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wer vorher noch nie gejoggt ist, käme vermutlich nie auf die Idee, direkt bei
einem Marathon mitzulaufen. Doch bei Neujahrsvorsätzen neigen wir leider oft dazu,
viel zu große Schritte auf einmal machen zu wollen, was dann wenig
überraschend zu Scheitern und Frustation führt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lieber in kleinen Schritten und langsam zum Ziel, anstatt losrennen,
hinfallen und direkt wieder aufgeben.&lt;/p&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich bewege mich in meinem Bürojob zu wenig. Ab sofort möchte ich mir in der Mittagspause Zeit für einen Spaziergang im Park nehmen.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich bewege mich in meinem Bürojob zu wenig. Ab sofort gehe ich täglich eine Stunde joggen.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich möchte wieder mehr lesen und nehme mir nun dafür 15 Minuten Zeit am Tag.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich möchte wieder mehr lesen und nehme mir vor, dieses Jahr 12 Bücher zu lesen.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h3 id=&quot;4-mangel-an-identifikation-kein-eigenes-wofür&quot;&gt;4) Mangel an Identifikation: Kein eigenes »Wofür«&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Beim Einkauf vor einem Zeitschriftenregal stehen zu bleiben, kann insbesondere
um den Jahreswechsel herum Gefühle von Unzulänglichkeit erzeugen. Nur
allzu leicht entsteht der Gedanke, auf den Zug von Diäten und sportlichen
Leistungen aufspringen zu müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Mir täte es auch ganz gut, abzunehmen / gesünder zu leben / mich mehr zu bewegen / …«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wenn wir uns etwas vornehmen, im Grunde aber kein eigenes »Wofür« dahinter
steckt, wird es schwierig dranzubleiben. Solch ein »Wofür« kann sein:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Ein realer Leidensdruck – z.B. &lt;em&gt;»Ich schaffe keine zwei Stockwerke mehr ohne
in Raucherhusten zu verfallen.«&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Ein Antrieb aus positiv bewerteten Gefühlen heraus – z.B. &lt;em&gt;»Ich mag dieses
Gefühl, das ich empfinde, nachdem ich Sport getrieben habe.«&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Weil man das eben so tut«&lt;/em&gt; – ist alles andere als ein guter Antrieb.
Eine Veränderung, die nicht eigenmotiviert ist, wird mit hoher
Wahrscheinlichkeit relativ schnell scheitern. Ohne fehlende Identifikation geht
die Motivation ziemlich sicher schon nach kurzer Zeit flöten.&lt;/p&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Mir ist das wichtig aus folgenden Gründen…«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich mache das, weil man das eben so tut.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich schaffe keine zwei Stockwerke mehr ohne in Raucherhusten zu verfallen. Das kann so nicht weitergehen.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Rauchen ist ungesund, das sollte ich bleiben lassen.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich mag dieses Gefühl, das ich empfinde, nachdem ich Sport getrieben habe. Diesem Gefühl will ich wieder Raum in meinem Alltag geben.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ob das noch als Bikini-Figur durchgeht? Ich sollte mehr Sport machen.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h3 id=&quot;5-mangelndes-fehlermanagement-fehler-als-scheitern-bewerten&quot;&gt;5) Mangelndes Fehlermanagement: Fehler als Scheitern bewerten&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dies ist meiner Meinung nach der entscheidendste Punkt, weshalb es an der
Umsetzung der guten Vorsätze oftmals nach einer gewissen Zeit scheitert:
Der Mangel an einem guten Umgang mit Fehlern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ganz egal wie unsere guten Vorsätze aussehen mögen – ob sie niedrigschwellig und
gut umsetzbar oder doch viel zu überambitioniert sind – wenn wir über kein gutes
Fehlermanagement verfügen, werden wir langfristig höchstwahrscheinlich an der
Umsetzung scheitern.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;fehlermanagement-ein-plakatives-beispiel&quot;&gt;Fehlermanagement: Ein plakatives Beispiel&lt;/h4&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;&lt;em&gt;»Immer wieder diese Verspannungen. Das kann so nicht weitergehen. Ab sofort
will ich mir täglich Zeit für 15 Minuten leichtes Rückentraining nehmen.«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;Ein hochmotivierter Start. 17 Tage am Stück durchgehalten. 
Und dann kommt das Leben dazwischen – sei es ein stressiger Arbeitstag, eine
üble Erkältung, ein krankes Kind oder was auch immer das Leben manchmal eben
so liefert. Die Erfolgslinie reißt ab. Das Vorhaben pausiert ein paar Tage und
nun keimt einer der fiesesten Selbstsabotage-Gedanken überhaupt auf:&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;&lt;em&gt;»Jetzt kann ich es auch ganz bleiben lassen…«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/failure_success_in_progress.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/failure_success_in_progress.jpg&quot; alt=&quot;Failure is success in progress&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;»Jetzt kann ich es auch ganz bleiben lassen«&lt;/em&gt; – dieser Gedanke ist der Anfang
vom Ende jeder Veränderung.
Veränderungen sind selten leicht. Daher sind Fehler und Momente von Schwäche
keine Ausnahme, sondern die Regel. Die Lernkurve ist eben keine Gerade. Doch nicht
die Fehltritte und unser vermeintliches Versagen lässt uns scheitern, vielmehr
unsere Bewertung darüber.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wir können uns Selbstvorwürfe machen und frustriert das Handtuch werfen oder wir
entscheiden uns dazu, unsere Fehler liebevoll anzunehmen und weiterzumachen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Das hat jetzt (heute) nicht geklappt. Was soll’s. Ich bleibe trotzdem weiter dran. Morgen ist ein neuer Tag.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Das hat jetzt (heute) nicht geklappt. Jetzt kann ich es auch ganz bleiben lassen…«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich wollte mit dem Rauchen aufhören und bin jetzt schwach geworden. Aber das bedeutet nicht, dass mein Vorhaben nun komplett gescheitert ist.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich wollte mit dem Rauchen aufhören und bin jetzt schwach geworden. Jetzt ist es auch egal, wenn ich mir eine Packung Zigaretten kaufe.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich wollte abnehmen und habe jetzt doch die Schokolade gegessen. Doch das heißt nicht, dass ich mich jetzt dafür verteufeln muss.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich wollte abnehmen und habe jetzt doch die Schokolade gegessen. Was soll’s, kann ich auch die ganze Tafel essen, bringt doch eh alles nichts.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h2 id=&quot;5-alternativen-zu-klassischen-neujahrsvorsätzen&quot;&gt;5 Alternativen zu klassischen Neujahrsvorsätzen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ich möchte hier keinesfalls die klassischen guten Vorsätze schlechtreden.
Neujahrsvorsätze mögen für viele Menschen den richtigen Antrieb erzeugen. Ich
persönlich sympathisiere jedoch mehr mit folgenden fünf Alternativen:&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;1-werte-als-handlungs--und-entscheidungsgrundlage&quot;&gt;1) Werte als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Selbst wenn es uns nicht bewusst sein sollte, so tragen wir doch alle immer
gewisse Werte im Hinterkopf mit uns herum. Manchmal spüren wir diese auch erst,
wenn wir in einen Wertekonflikt geraten, beispielsweise weil unsere Handlungen im
Kontrast zu unseren inneren Werten stehen, oder aber äußere Erwartungen mit
unseren inneren Überzeugungen kollidieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um solche unbewussten &lt;em&gt;Schmerzen&lt;/em&gt; besser zu verstehen, ist es hilfreich, sich
mit den persönlichen Werten bewusst auseinanderzusetzen.
Die persönlichen Werte – und damit meine ich eine Handvoll ganz konkreter Begriffe,
die stets gedanklich präsent sind – stellen außerdem eine wunderbare Grundlage
für all unsere Handlungen und Entscheidungen dar. Sie begleiten uns im Alltag
und dienen als Kompass, wenn es darum geht, kleine und große Entscheidungen zu
fällen, Prioritäten zu setzen oder ins Handeln zu kommen. Werte sind die
Leitplanken unserer Lebensreise, nach denen wir bewerten, ob wir im Reinen mit
uns selbst sind und ob wir unser Leben als erfüllt betrachten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es kann sich also lohnen diese Leitplanken bewusst zu ergründen bzw. wenn
bereits geschehen diese zum Jahreswechsel nochmals bewusst unter die Lupe zu
nehmen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Weiterführende Links zur Ergründung der eigenen Werte:&lt;/p&gt;
  &lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://einguterplan.de/werte-test&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Werte-Online-Test von Ein guter Plan&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://frei-mutig.de/werte/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Übung zur Wertefindung von frei-mutig.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
  &lt;/ul&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;2-smarte-ziele&quot;&gt;2) SMARTe Ziele&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Neujahrsvorsätze zielen oftmals auf Veränderung von Verhaltensweisen bzw.
Gewohnheiten ab. Eine alternative Herangehensweise ist es, sich nicht auf
Gewohnheiten, sondern stattdessen auf Ziele zu fokussieren – mit dem Gedanken,
dass sich durch Anvisieren der Ziele entsprechende Gewohnheiten von selbst
einstellen.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/smarte_ziele.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/smarte_ziele.jpg&quot; alt=&quot;Ziele setzen mit der SMART-Formel&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch für Ziele gelten die oben beschriebenen fünf Fallstricke. Es kann also
hilfreich sein, sich bei der Definition von Zielen an der
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/SMART_(Projektmanagement)&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;SMART-Formel&lt;/a&gt;
zu orientieren:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;S-pezifisch&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;M-essbar&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;A-ttraktiv&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;R-ealistisch&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;T-erminiert&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Weiterführender Artikel zum Thema Ziele:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/ziele-setzen-mit-smart-und-www-formel&quot;&gt;Ziele setzen, aber richtig mit SMART- &amp;amp; WWW-Formel&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;3-motto-für-das-jahr&quot;&gt;3) Motto für das Jahr&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Egal ob klassische Neujahrsvorsätze oder Ziele, egal wie gut (ausformuliert)
diese sein mögen, zu viele sind definitiv des Guten zu viel.
Ein Jahresmotto, bestehend aus einem bis einigen wenigen Worten, stellt eine
gute Alternative dar, weil es &lt;strong&gt;einen&lt;/strong&gt; festen Fokus für das Jahr setzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Selbstfürsorge stärken&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;im Augenblick sein&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Neuanfang wagen&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;mein erster Halbmarathon&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ähnlich wie bei den persönlichen Werten kann auch das Jahresmotto sowohl bei
ganz banalen alltäglichen Handlungen als auch bei kleinen und großen
Entscheidungen zu Rate gezogen werden und als Orientierung dienen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;4-tadas-statt-todos&quot;&gt;4) Tadas statt Todos&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Neujahrsvorsätze und Jahresziele können manchmal zu einer Art
To-Do-Liste verkommen. Um dem entgegenzuwirken, kann es eine Option sein,
für das neue Jahr statt auf solche Pseudo-Todos eher auf eine Liste von Tadas
zu setzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tadas, das können Highlights, Erlebnisse, Wünsche sein. Vielleicht ein
Reiseziel, das immer wieder aufgeschoben wird. Vielleicht auch
nur ein Mikro-Abenteuer oder Ausflugsziel in der Nähe, das hilft aus dem Trott
auszusteigen, aber ohne Reminder im Alltagswahnsinn untergeht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beispiele:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;eine Städtereise mit der besten Freundin&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;ein Wellness-Wochenende für sich ganz allein ohne Familie&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;ein Schnupperkurs im Salsatanz&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 id=&quot;5-jahreswechsel-zur-bewussten-reflexion-nutzen&quot;&gt;5) Jahreswechsel zur bewussten Reflexion nutzen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Es müssen nicht immer Vorsätze oder Ziele sein. Den Jahreswechsel zur
bewussten Reflexion zu nutzen und Erkenntnisse zu gewinnen, ohne direkt
konkrete Vorsätze daraus zu ziehen, kann genauso wertvoll sein.
Natürlich sollte Selbstreflexion keine Ausnahmeerscheinung sein, die nur zum
Jahreswechsel stattfindet. Dennoch bieten sich spürbare Übergänge wie das
Jahresende dafür besonders gut an.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/jahresende_reflexion.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/jahresende_reflexion.jpg&quot; alt=&quot;Reflexionsmethode zum Jahresende&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;mögliche-reflexionsfragen-zum-jahresende&quot;&gt;Mögliche Reflexionsfragen zum Jahresende:&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Was waren meine größten &lt;strong&gt;Highlights&lt;/strong&gt;? Was hat mir besonders viel Freude
bereitet? Wofür war / bin ich dankbar?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wobei ist mir ein Licht aufgegangen? Welche Aha-Momente oder &lt;strong&gt;Erkenntnisse&lt;/strong&gt;
hatte ich? Was habe ich über mich, die Welt oder das Leben gelernt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Welche &lt;strong&gt;Wünsche&lt;/strong&gt; habe ich für das neue Jahr? Worauf möchte ich im neuen Jahr
meinen Fokus legen?&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Auch interessant zum Thema Jahresreflexion:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://yearcompass.com/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;YearCompass – Booklet zur Reflexion am Jahresende&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(PDF zum Download in verschiedenen Sprachen)&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h2 id=&quot;fazit&quot;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Damit Neujahrsvorsätze nicht schon nach wenigen Tagen verworfen werden, können
folgende Stellschrauben helfen:&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;1-limitierung&quot;&gt;1) Limitierung&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Um den Fokus nicht zu verlieren, hilft es die Anzahl der Neujahrsvorsätze auf
einige wenige zu limitieren, eventuell sogar auf eine einzige Baustelle zu
begrenzen.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;2-messbarkeit&quot;&gt;2) Messbarkeit&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Möglichst konkret sein und schwammige Formulierungen wie z.B. »mehr« oder
»weniger« vermeiden.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;3-realismus&quot;&gt;3) Realismus&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Eine gute Portion Realismus ist Pflicht. Lieber langsam kleine Schritte gehen,
statt durch große Schritte Stillstand erliegen.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;4-identifikation&quot;&gt;4) Identifikation&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Identifikation schafft Motivation. Das »Wofür« hinter den Vorsätzen muss klar
sein.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;5-fehlermanagement&quot;&gt;5) Fehlermanagement&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Es besteht kein Zweifel, Fehler und Misserfolge werden eintreten.
Die Devise ist: Trotzdem weitermachen! Die eigenen Fehler und Makel
liebevoll annehmen zu lernen, ist weitaus sinnvoller als in Selbstvorwürfen zu
versinken.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;alternativen-zu-neujahrsvorsätzen&quot;&gt;Alternativen zu Neujahrsvorsätzen&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Es müssen nicht zwangsläufig Neujahrsvorsätze sein. Vorsätzlich keine Vorsätze
zu machen ist genauso gut. Alternativen zu den klassischen Vorsätzen können sein:&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
  &lt;li&gt;Persönliche Werte als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage ergründen&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Ziele setzen und dadurch Gewohnheiten beeinflussen&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Ein Motto für das Jahr als persönlichen Fokus festlegen&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Tadas statt Todos planen&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Jahreswechsel zur bewussten Reflexion nutzen&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;h4 id=&quot;eine-kleine-gedankenanregung-zum-schluss&quot;&gt;Eine kleine Gedankenanregung zum Schluss&lt;/h4&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»I change best by feeling good, not by feeling bad.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. BJ Fogg, Autor von &lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Die-Tiny-Habits(R)-Methode/BJ-Fogg/btb/e550016.rhd&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Tiny Habits®-Methode&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
</description>
        <pubDate>Tue, 17 Jan 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Rezension: Meister deines Lebens – Was wir aus dem Buch von Dr. Brigitte Bösenkopf lernen können</title>
        <link>/rezension-meister-deines-lebens-boesenkopf</link>
        <guid isPermaLink="true">/rezension-meister-deines-lebens-boesenkopf</guid>
        <description>&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.remote-verlag.de/products/meister-deines-lebens?sm-p=1905031473&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/brigitte_boesenkopf_meister_deines_lebens.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Dr. Brigitte Bösenkopf – Meister deines Lebens&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
  &lt;a href=&quot;https://www.remote-verlag.de/products/meister-deines-lebens?sm-p=1905031473&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
    Link zum Buch
  &lt;/a&gt;
&lt;/span&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor einigen Monaten habe ich vom &lt;a href=&quot;https://www.remote-verlag.de/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Remote Verlag&lt;/a&gt;
das neue Buch von Dr. Brigitte Bösenkopf als Rezensionsexemplar zur Verfügung
gestellt bekommen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.remote-verlag.de/products/meister-deines-lebens?sm-p=1905031473&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Meister deines Lebens | Zukunftsfit im Beruf – Glücklich im Privatleben&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In diesem Artikel gibt es nun meine Rezension und einige spannende Konzepte und
Passagen aus dem Buch, die mir besonders gut gefallen haben.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;noch-gestresst-oder-schon-im-burnout--ein-buch-zum-umgang-mit-stress-und-krisen&quot;&gt;Noch gestresst oder schon im Burnout? – Ein Buch zum Umgang mit Stress und Krisen.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Autorin Dr. Brigitte Bösenkopf ist Psychologin und Gründerin eines
&lt;a href=&quot;https://stresscenter.at/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Stresscenters&lt;/a&gt; in Wien. In ihrem
Buch »Meister deines Lebens« widmet sie sich den Themen Stress und Burnout und
gibt dabei zahlreiche Anregungen zur Selbstreflexion.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ihre Fragen und Impulse geben Orientierung, wie es um unseren Umgang mit Stress
und Krisen steht und auf welche Anzeichen wir achten können, um zu erkennen, ob
wir uns vielleicht schon in Richtung verhängnisvoller Burnout-Spirale bewegen.
Dabei verknüpft Dr. Brigitte Bösenkopf stets Theorie (z.B. Konzepte aus der
Psychologie) mit Praxis (z.B. anhand von Fallbeispielen) und/oder Fragen zur
Selbstreflexion.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;stress-ist-nicht-gleich-stress--eustress-vs-disstress&quot;&gt;Stress ist nicht gleich Stress – Eustress vs. Disstress&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Zu Beginn des Buches wird zunächst einmal in zwei verschiedene Formen von
Stress unterschieden. Stress bedeutet nämlich nicht unbedingt gleich Stress und
muss daher nicht zwangsläufig negativ sein.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;eustress&quot;&gt;Eustress&lt;/h4&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;positiver Stress, der Energie freisetzt&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;wirkt motivierend und treibt an&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h4 id=&quot;disstress&quot;&gt;Disstress&lt;/h4&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;negativer Stress, der als Belastung empfunden wird&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;sorgt für Erschöpfung und Blockaden&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h4 id=&quot;stressquellen-können-vielfältig-sein&quot;&gt;Stressquellen können vielfältig sein&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Stressquellen können dabei sowohl beruflicher als auch privater Natur sein –
oder wie so oft im Leben: eine Mischung daraus. Die Autorin beschreibt im
Verlauf des Buches verschiedenste potentielle Stressquellen wie beispielsweise:
Belastung im Beruf, Probleme in der Partnerschaft, das Gefühl ständiger
Erreichbarkeit, bishin zur aktuellen Corona-Krise und deren Auswirkungen auf
unseren Alltag.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;umgang-mit-stress--kämpfer-durchhalter-oder-vermeider&quot;&gt;Umgang mit Stress – Kämpfer, Durchhalter oder Vermeider?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Spannend fand ich das vorgestellte Konzept der drei verschiedenen Stress-Typen,
die auf Belastung entweder mit »Kampf, Flucht oder Augen zu« reagieren.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;stress-typ-1-kämpfer--kämpfer-geben-nie-auf&quot;&gt;Stress-Typ 1) Kämpfer – »Kämpfer geben nie auf!«&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Menschen vom Typ Kämpfer betrachten ungünstige Bedingungen und Stolpersteine als
etwas, wogegen sich ankämpfen lässt. Sie glauben daran, Konflikte und
Herausforderungen meistern zu können, indem sie sich ihnen stellen statt
auszuweichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stress empfinden sie tendenziell eher als positiven Stress (Eustress), der
antreibend wirkt und nötig ist, um etwas zu erreichen. Gleichzeitig neigen sie
leider dazu, sich dauerhaft am Limit ihrer Leistungsfähigkeit zu bewegen und
innere Warnsignale zu ignorieren.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;stress-typ-2-durchhalter--durchhalten-aber-wofür&quot;&gt;Stress-Typ 2) Durchhalter – »Durchhalten aber wofür?«&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Menschen vom Typ Durchhalter nehmen tendenziell lange Zeit ungünstige
Bedingungen in Kauf und hoffen darauf, dass es sich lohnt, nicht aufzugeben und
durchzuhalten, weil sich die Lage mit der Zeit bestimmt (von selbst) verbessern
wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das passive Ausharren in Lebenssituationen, die Unzufriedenheit auslösen, hat
allerdings wenig mit Optimismus zu tun. Stattdessen fehlt es an Überzeugung,
durch Veränderungen eine Verbesserung erreichen zu können. Das mangelnde
Selbstwirksamkeitserleben erhöht Frust- und Stresslevel zusätzlich.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;stress-typ-3-vermeider--vermeider-laufen-am-glück-vorbei&quot;&gt;Stress-Typ 3) Vermeider – »Vermeider laufen am Glück vorbei!«&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Menschen vom Typ Vermeider reagieren bei Stress tendenziell mit Flucht und
bevorzugen es, Konflikten und Belastungen auszuweichen. Durch diese Taktik
mögen sie zwar manch konkreter Situation entkommen, doch können sie so weder
Stressresistenz entwickeln, noch ungünstige Bedingungen verbessern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie neigen dazu, durch Rückzug zu resignieren, wodurch sie manchmal am eigenen
Glück vorbeilaufen.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;kämpfer-durchhalter-oder-vermeider--zu-welchem-stress-typ-neigen-wir-bei-belastung&quot;&gt;Kämpfer, Durchhalter oder Vermeider – Zu welchem Stress-Typ neigen wir bei Belastung?&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Ich bin kein Fan von identitätsstiftenden Selbstzuschreibungen, die nur allzu
leicht in selbsterfüllende Prophezeiungen münden können – &lt;em&gt;»So bin ich halt«&lt;/em&gt; –
stattdessen glaube ich, dass unser Verhalten stark kontextabhängig ist
und nur selten bis gar nicht in eine eindeutige Schublade gesteckt werden kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um ein Beispiel anhand der drei Stress-Typen zu liefern:
Eine Person, die im Berufsleben zum Typ Kämpfer neigt, kann im Kontext
Beziehung vielleicht trotzdem eher dem Typ Durchhalter entsprechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nichtsdestotrotz finde ich Konzepte, die gewisse Ideen vereinfacht darstellen,
sehr hilfreich, um in die Selbstreflexion zu gehen und eigene Tendenzen und
Muster zu beleuchten. Oder frei nach
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/George_Box&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;George Box&lt;/a&gt; formuliert:
&lt;em&gt;»Alle Modelle sind falsch, aber manche sind nützlich.«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir können also diese drei Stress-Typen wunderbar dazu zu nutzen, unsere
Verhaltensmuster und Glaubenssätze unter die Lupe zu nehmen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;In welchen Situationen neige ich dazu, mit Kampf / Durchhalten / Flucht zu reagieren?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;In welchen Situationen reagiere ich bei Stress (überraschend) anders?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welche Muster und Tendenzen erkenne ich bei mir im Umgang mit Stress?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Was kann ich daraus lernen?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Wie kann ich versuchen ein etabliertes Muster zu durchbrechen?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h4 id=&quot;kämpfer-durchhalter-oder-vermeider--weitere-unterteilung-von-persönlichkeitstypen&quot;&gt;Kämpfer, Durchhalter oder Vermeider – Weitere Unterteilung von Persönlichkeitstypen&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Dr. Brigitte Bösenkopf nutzt die drei Stress-Typen als Basis für eine
weitere Charakterisierung verschiedener Persönlichkeitstypen, auf die im
Verlauf des Buches immer wieder Bezug genommen wird:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;1) Der leistungsorientierte Workaholic:&lt;br /&gt;
ziel- und leistungsorientiert mit Hang zur Verausgabung&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;2) Der sozialorientierte Beziehungsmensch:&lt;br /&gt;
stark in sozialen Belangen mit Hang zur Aufopferung&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;3) Der werteorientierte Perfektionist:&lt;br /&gt;
pflichtbewusst und leidenschaftlich für höhere Ziele mit Hang zur Perfektion und Kontrollsucht&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;4) Der freiheitsliebende Lebenskünstler:&lt;br /&gt;
kreativ, abenteuer- und risikofreudig mit Hang zur Unbeständigkeit&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die verschiedenen Persönlichkeitstypen, in ihrer extremen Ausprägung
beschrieben, stehen dabei offenkundig in Kontrast zueinander und lösen bei mir
eine Assoziation mit dem
&lt;a href=&quot;/2021/02/20/selbstfuersorge-ist-nicht-egoistisch.html#das-werte--und-entwicklungsquadrat-nach-schulz-von-thun&quot;&gt;Werte- und Entwicklungsquadrat&lt;/a&gt;
nach Schulz von Thun aus – bedingen sich also gegenseitig für eine
Ausgewogenheit, um nicht in eine ungesunde Übertreibung abzudriften.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;umgang-mit-stress--resilienz-entwickeln&quot;&gt;Umgang mit Stress – Resilienz entwickeln&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Stress im Leben lässt sich unmöglich komplett vermeiden. Und wie schon zu Beginn
des Artikels erwähnt ist das auch nicht unbedingt sinnvoll, da Stress eben
nicht zwangsläufig negativen Stress bedeuten muss.
(&lt;a href=&quot;#eustress&quot;&gt;Eustress vs. Disstress&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wichtig ist jedoch, über hilfreiche Bewältigungsstrategien und eine gewisse
Widerstandskraft zu verfügen. Diese Fähigkeit wird unter dem Begriff Resilienz
zusammengefasst.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Als Resilienz bezeichnet man in der Psychologie die Fähigkeit zu Belastbarkeit und innerer Stärke.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;&lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/593/resilienz&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Stangl, 2022 – Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;resilienz--wie-ein-fels-in-der-brandung&quot;&gt;Resilienz – »Wie ein Fels in der Brandung«&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dr. Brigitte Bösenkopf liefert in ihrem Buch für den Begriff der Resilienz
folgende schöne Visualisierung:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Visualisieren Sie bitte für einen Moment mit mir in Gedanken einen Felsen, der
Hunderte, vielleicht sogar Tausende Jahre der täglichen Brandung des Meeres
ausgesetzt war. Stolz ragt dieser Felsen aus dem Wasser trotz aller
Umwelteinflüsse, die auf ihn eingeprasselt sind. Sturm, Windböen, Blitze,
Orkane, die Gischt des Meeres – nichts konnte diesem Felsen etwas anhaben. […]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, dass Sie der Felsen sind. Und was immer um
Sie herum passiert, welchen negativen Rahmenbedingungen Sie auch ausgesetzt sind,
Ihr Inneres erleidet keinen Schaden, weil Sie gesunde Abwehrmechanismen
entwickelt haben. […]
Sie entscheiden, was Sie sich zu Herzen nehmen und was nicht, was Sie bewegt und
aufbaut und was an Ihnen abprallt, weil es Ihnen nicht guttut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und um bei dem Gleichnis des Felsens zu bleiben:
Sie haben noch einen großen Vorteil als Mensch. Sie können Ihren Standort
wechseln, wenn Sie den negativen Einflüssen Ihrer Umwelt nicht mehr ausgesetzt
sein wollen.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. Brigitte Bösenkopf in ihrem Buch »&lt;a href=&quot;https://www.remote-verlag.de/products/meister-deines-lebens?sm-p=1905031473&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Meister deines Lebens&lt;/a&gt;«, Seite 119&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;die-7-resilienzfaktoren-nach-dr-karen-reivich-und-dr-andrew-shatte&quot;&gt;Die 7 Resilienzfaktoren nach Dr. Karen Reivich und Dr. Andrew Shatte&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Außerdem beschreibt Dr. Brigitte Bösenkopf die sieben
Resilienzfaktoren nach Dr. Karen Reivich und Dr. Andrew Shatte, die ich hier
nicht vorenthalten möchte. Diesen sieben Faktoren liegt die
Annahme zugrunde, dass unsere Emotionen und Verhaltensmuster nicht durch die
Ereignisse selbst entstehen, sondern durch unsere Interpretation der Ereignisse.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Auf dieser Annahme basiert übrigens auch mein folgender Artikel:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2021/08/01/tipps-fuer-mehr-gelassenheit.html&quot;&gt;Gelassen bleiben – 8 Denkanstöße für mehr Gelassenheit in schwierigen Situationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h4 id=&quot;1-emotionssteuerung&quot;&gt;1) Emotionssteuerung&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Werden Emotionen wahrgenommen, die als negativ einzustufen sind, werden
Maßnahmen ergriffen, um dem unangenehmen Zustand entgegenzusteuern anstatt
ihn aufrechtzuerhalten.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;2-impulskontrolle&quot;&gt;2) Impulskontrolle&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Auch in schwierigen Situationen werden Impulse kontrolliert, um Ziele nicht zu
gefährden oder Konflikte zu provozieren bzw. zu verschlimmern.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;3-kausalanalyse&quot;&gt;3) Kausalanalyse&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Um sinnvolle Maßnahmen zur Veränderung einer Situation in Gang bringen zu können,
müssen die (Hinter-)Gründe für negativ empfundene Emotionen analytisch ergründet
werden.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;4-realistischer-optimismus&quot;&gt;4) Realistischer Optimismus&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Eine positive Einstellung in schwierigen Situationen hilft dabei, konstruktive
Handlungen zur Veränderung in Gang zu setzen anstatt destruktiven Maßnahmen
wie Bedauern und Klagen zu erliegen.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;5-selbstwirksamkeitsüberzeugung&quot;&gt;5) Selbstwirksamkeitsüberzeugung&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Selbstwirksamkeitsüberzeugung bedeutet, sich in schwierigen Situationen nicht
hilflos ausgeliefert zu fühlen, sondern davon überzeugt zu sein, die Dinge
erfolgreich zum Besseren verändern zu können.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;6-reaching-out--zielorientierung&quot;&gt;6) Reaching Out / Zielorientierung&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Unabhängig davon wie schwierig Rahmenbedingungen aussehen mögen, die Verfolgung
von Zielen wird als stützende Orientierung erlebt.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;7-empathie&quot;&gt;7) Empathie&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Sich in andere Menschen, ihre Gedanken und Gefühle, hineinversetzen zu können,
ist insbesondere bei zwischenmenschlichen Konflikten von Vorteil.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;resilient-dank-growth-mindset&quot;&gt;Resilient dank Growth Mindset&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Beim Lesen habe ich mich außerdem darüber gefreut, dass das Konzept des Growth
Mindset Erwähnung findet. Ich persönlich habe noch nicht in allzu vielen Büchern
darüber lesen dürfen. Den Bogen vom Growth Mindset zu Resilienz fand ich auf
jeden Fall sehr nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie ein Growth bzw. Fixed
Mindset Einfluss auf den persönlichen Umgang mit Misserfolgen hat.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Vielleicht ist in diesem Kontext mein folgender Artikel interessant:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/growth-mindset-entwickeln&quot;&gt;Übung statt Talent – Wie du ein Growth Mindset entwickelst&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h2 id=&quot;fazit-zum-buch-meister-deines-lebens&quot;&gt;Fazit zum Buch »Meister deines Lebens«&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Durch den gut verständlichen Schreibstil liest sich das Buch flüssig und bietet
interessante Theorie und Hintergründe zu den Themen Stress und Burnout. Durch
die zahlreichen Anregungen zur Selbstreflexion würde ich es eher als eine Art
Arbeitsbuch einstufen. Wer also &lt;em&gt;nur&lt;/em&gt; auf eine möglichst hohe Dichte an
Fachinformationen aus sein sollte, wird mit dem Buch vielleicht
nicht ganz so glücklich. Wer sich jedoch in Ruhe mit dem eigenen Stressempfinden
und Resilienzvermögen auseinandersetzen möchte, wird hier definitiv fündig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Danke an &lt;a href=&quot;https://stresscenter.at/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Dr. Brigitte Bösenkopf&lt;/a&gt;
für die interessante Lektüre – und natürlich auch ein Dank an den
&lt;a href=&quot;https://www.remote-verlag.de/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Remote Verlag&lt;/a&gt; für die
Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Tue, 06 Sep 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Übung statt Talent – Wie du ein Growth Mindset entwickelst</title>
        <link>/growth-mindset-entwickeln</link>
        <guid isPermaLink="true">/growth-mindset-entwickeln</guid>
        <description>&lt;p&gt;»Ich brauche einfach noch mehr Übung« statt »Dafür fehlt mir das
Talent«?&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;definition-growth-mindset-vs-fixed-mindset&quot;&gt;Definition: Growth Mindset vs. Fixed Mindset&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Begriffe Growth Mindset (dynamisches Selbstbild) und
Fixed Mindset (statisches Selbstbild) wurden von
&lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Carol_Dweck&quot;&gt;Carol Dweck&lt;/a&gt;, einer amerikanischen
Psychologin, geprägt. Das Konzept dahinter lässt sich vereinfacht folgendermaßen
beschreiben:&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;wer-ein-growth-mindset-hat&quot;&gt;Wer ein Growth Mindset hat…&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;glaubt daran, seine Fähigkeiten durch stetige Übung ausbauen zu können.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;stellt sich gern neuen Herausforderungen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;sieht Fehler als Lernchance.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 id=&quot;wer-ein-fixed-mindset-hat&quot;&gt;Wer ein Fixed Mindset hat…&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;glaubt an angeborene Talente und Begabungen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;meidet neue Herausforderungen.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;sieht Fehler als Bedrohung und versucht sie zu vermeiden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 id=&quot;welche-auswirkungen-haben-growth-bzw-fixed-mindset-auf-unser-wohlbefinden&quot;&gt;Welche Auswirkungen haben Growth bzw. Fixed Mindset auf unser Wohlbefinden?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wir leben in einer komplexen Welt, in der wir ständigen Veränderungen
unterworfen sind. Technologien, Trends, Weltanschauungen, wirtschaftliche
Märkte, alles ist kontinuierlich im Wandel und wir können morgen jederzeit von
etwas überrascht werden, womit wir gestern noch nicht gerechnet haben.
Lebenslanges Lernen ist heutzutage nicht nur im Beruf von Vorteil. Die stetige
Weiterentwicklung und Unbeständigkeit, die wir in vielen Bereichen unseres
Lebens erleben, kann als Bedrohung oder aber als Gelegenheit betrachtet
werden. Dies wiederum hat natürlich Einfluss auf unser Wohlbefinden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Art des Mindsets beeinflusst außerdem auch unser Selbstwertempfinden.
Menschen mit einem Fixed Mindset messen ihren Selbstwert an ihren vermeintlichen
Talenten. Sie lassen sich von Fehlschlägen leichter verunsichern, da sie bei
Misserfolgen ihre Talente in Frage stellen. Aus diesem Grund werden
Herausforderungen eher vermieden, da sie mehr als Bedrohung denn als Chance
empfunden werden. Persönliches Wachstum wird erschwert und Gefühle von Stolz und
Zufriedenheit, die sich bei einer gemeisterten Herausforderung einstellen,
treten seltener auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Menschen mit einem Growth Mindset erleben sich als selbstwirksam. Sie stellen
sich gerne neuen Herausforderungen und glauben an persönliche Weiterentwicklung
durch ausreichend Übung. Fehler und Feedback werden als gute Gelegenheit
betrachtet, um Neues zu lernen, und weniger als etwas, das es tunlichst zu
vermeiden gilt.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;vom-fixed-mindset-zum-growth-mindset&quot;&gt;Vom Fixed Mindset zum Growth Mindset?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ob wir gerade eher auf Basis eines Growth oder Fixed Mindsets denken und
handeln, ist meiner Meinung nach durchaus abhängig von Situation und Kontext.
Eine eindeutige Zuordnung, die zu jeder Zeit und in jeder Situation ihre
Gültigkeit hat, halte ich persönlich für unrealistisch. Doch sicherlich gibt es
bei jedem Menschen eine gewisse Tendenz in die ein oder andere Richtung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie bewege ich mich nun also mehr in Richtung Growth Mindset, wenn ich bisher
tendenziell eher im Fixed Mindset stecke?&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/failure_success_in_progress.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/failure_success_in_progress.jpg&quot; alt=&quot;Failure is success in progress&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;unsere-sprachmuster-beeinflussen-unser-selbstbild&quot;&gt;Unsere Sprachmuster beeinflussen unser Selbstbild&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Unsere Sprachmuster tragen meiner Ansicht nach einen großen Teil dazu bei, wie
wir uns selbst erleben. Mit Sprachmuster meine ich dabei nicht nur die
gesprochene Sprache, sondern auch die Art und Weise, wie wir den inneren Dialog
mit uns selbst führen – insbesondere dann, wenn wir einen Misserfolg zu
verzeichnen haben. Ich denke dabei an Aussagen wie:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;»Ich kann das nicht.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Ich hab’s verkackt.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Ich bin so unfähig.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Das ist nicht meine Stärke.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Das schaffe ich nie.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Bestimmt geht das schief.«&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Je stärker meine Sprach- und Gedankenwelt von solchen Sätzen dominiert
ist, desto eher befinde ich mich vermutlich in einem Zustand des Fixed Mindsets.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der erste Schritt um (Sprach-/Denk-)Muster zu verändern, ist sich dieser Muster
zunächst einmal überhaupt bewusst zu werden. Um zu verdeutlichen, was ich damit
meine, möchte ich hier ein weiteres Konzept anbringen:&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;das-modell-der-kompetenzstufenentwicklung&quot;&gt;Das Modell der Kompetenzstufenentwicklung.&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Modell der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kompetenzstufenentwicklung&quot;&gt;Kompetenzstufenentwicklung&lt;/a&gt;
beschreibt die Entwicklung vom inkompetenten zum kompetenten Individuum anhand
folgender vier Stufen:&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;1-unbewusste-inkompetenz&quot;&gt;1) Unbewusste Inkompetenz:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ich weiß nichts von meiner Inkompetenz und bemerke mein Defizit gar nicht.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;2-bewusste-inkompetenz&quot;&gt;2) Bewusste Inkompetenz:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ich bemerke mein Defizit zwar, weiß aber nicht, wie ich mein Handeln anpassen
kann, um Kompetenz zu erreichen.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;3-bewusste-kompetenz&quot;&gt;3) Bewusste Kompetenz:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ich weiß, mein Handeln anzupassen, um Kompetenz zu erreichen, jedoch erfordert
dies hohe Konzentration und Bewusstheit.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;4-unbewusste-kompetenz&quot;&gt;4) Unbewusste Kompetenz:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Meine Fähigkeiten sind derart verinnerlicht, dass ich intuitiv kompetent handeln
kann.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;sprachmuster-verändern-in-3-schritten&quot;&gt;Sprachmuster verändern in 3 Schritten&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Und nun nochmals zurück zu den destruktiven Sprachmustern:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;»Ich kann das nicht.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Ich hab’s verkackt.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Ich bin so unfähig.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Das ist nicht meine Stärke.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Das schaffe ich nie.«&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;»Bestimmt geht das schief.«&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h4 id=&quot;1-sprachmuster-bemerken&quot;&gt;1) Sprachmuster bemerken&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Wenn ich beginne, meine (automatisch ablaufenden) destruktiven Sprachmuster
bewusst wahrzunehmen, beschreite ich bereits die zweite Stufe der bewussten
Inkompetenz im Modell der Kompetenzstufenentwicklung und damit den ersten
Schritt zur potentiellen Veränderung.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;2-sprachmuster-hinterfragen&quot;&gt;2) Sprachmuster hinterfragen&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Nach der bewussten Beobachtung kann ich beginnen, die Herkunft, Gültigkeit und
Bedeutung dieser Sprachmuster zu hinterfragen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Woran könnte es liegen, dass ich diese Sprachmuster mit mir herumtrage?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Ist es das, was ich früher von meinem Umfeld gehört habe?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Und hat das heutzutage wirklich noch Relevanz und Gültigkeit für mich?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Ist es das, was ich aktuell von meinem Umfeld höre?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Und wie kann ich (besser) damit umgehen?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welches Selbstbild resultiert aus diesen Sprachmustern?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Und möchte ich diesem Bild wirklich Raum in meinem Denken geben?&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Welche Gegenbeweise (Erfolge) habe ich vorzuweisen, die diese Sprachmuster widerlegen können?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Wie du dir deine Erfolge bewusster machen kannst:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2020/10/24/erfolge-festhalten-tipps-fuer-impostor-hochstapler-syndrom.html&quot;&gt;Drei Gewohnheiten, um Selbstzweifel zu mindern – nicht nur für Menschen mit Impostor-Syndrom&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h4 id=&quot;3-sprachmuster-umdeuten&quot;&gt;3) Sprachmuster umdeuten&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Sprachmuster müssen nicht bleiben wie sie sind. Sie können umgedeutet und mit
der Zeit verinnerlicht werden:&lt;/p&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich kann das &lt;strong&gt;noch&lt;/strong&gt; nicht.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich kann das nicht.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Wie kann ich es nächstes Mal besser machen?«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich hab’s verkackt.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich habe mein Bestmögliches gegeben.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Ich bin so unfähig.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich brauche noch mehr Übung.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Das ist nicht meine Stärke.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Alle haben klein angefangen.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Das schaffe ich nie.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn mir das jetzt nicht auf Anhieb gelingt?«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Bestimmt geht das schief.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h3 id=&quot;kinder-dabei-unterstützen-ein-growth-mindset-zu-entwickeln&quot;&gt;Kinder dabei unterstützen ein Growth Mindset zu entwickeln&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Ein Spruch, der Astrid Lindgrens Heldin &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pippi_Langstrumpf&quot;&gt;Pippi Langstrumpf&lt;/a&gt;
gerne in den Mund gelegt wird&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Die Sprach- und Denkmuster, die wir als Erwachsene mit uns herumtragen, haben
ihren Ursprung oftmals in der Kindheit. Was haben wir von
Eltern / Verwandten / Lehrkräften / … immer wieder gehört? Und welches
Selbstbild haben wir uns ausgehend davon angeeignet?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um Kinder dabei zu unterstützen, sich als selbstwirksam zu erleben und
langfristig ein dynamisches Selbstbild (Growth Mindset) zu entwickeln, können
wir auf folgende sechs Stellschrauben in unserer Kommunikation achten:&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;1-anstrengung-und-übung-statt-talente-und-eigenschaften-hervorheben&quot;&gt;1) Anstrengung und Übung statt Talente und Eigenschaften hervorheben&lt;/h4&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Du hast es wieder und wieder versucht und jetzt hast du es geschafft, super!«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Du kleines Mathegenie!«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Du hast wirklich viel geübt, oder?«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Du kannst ja schön singen.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h4 id=&quot;2-prozess-statt-ergebnis-wertschätzen&quot;&gt;2) Prozess statt Ergebnis wertschätzen&lt;/h4&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Du hast jetzt richtig lange gemalt. Hat das Spaß gemacht?«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»So ein schönes Bild.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ich habe den Eindruck, du hast dir richtig Mühe gegeben.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Toll gemacht!«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h4 id=&quot;3-selbstwirksamkeit-fördern&quot;&gt;3) Selbstwirksamkeit fördern&lt;/h4&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Versuch’s einfach weiter.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Lass mich das machen.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Irgendwann schaffst du das auch, wenn du genug geübt hast.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Dafür bist du noch zu klein.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h4 id=&quot;4-fehlerkultur-vorleben&quot;&gt;4) Fehlerkultur vorleben&lt;/h4&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Ja, das passiert. Ist gar nicht schlimm. Probier’s einfach nochmal.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»So klappt das nie.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Oje, das ist jetzt leider schief gegangen. Wollen wir zusammen überlegen, wie das nächstes Mal besser laufen kann?«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»So ein Mist. Das ist mal wieder typisch für mich / dich / XY.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h4 id=&quot;5-individuellen-fortschritt-feiern-und-ermutigen&quot;&gt;5) Individuellen Fortschritt feiern und ermutigen&lt;/h4&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Wow, das klappt ja heute noch besser als gestern.«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Toll, du warst schneller / höher / weiter als das andere Kind.«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Und denkst du, du kommst heute noch weiter? Magst du mal probieren?«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Achtung, nicht runterfallen!«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h4 id=&quot;6-misserfolge-als-lernprozess-statt-als-scheitern-deuten&quot;&gt;6) Misserfolge als Lernprozess statt als Scheitern deuten&lt;/h4&gt;

&lt;table&gt;
  &lt;tbody&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;✅ Besser so…&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;⚠️ Statt so…&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
      &lt;td&gt;»Noch nicht«&lt;/td&gt;
      &lt;td&gt;»Nicht«&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
  &lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h2 id=&quot;weiterführende-links-zum-thema-growth-mindset&quot;&gt;Weiterführende Links zum Thema Growth Mindset&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Schön gemachtes YouTube-Video:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA&quot;&gt;Growth Mindset vs. Fixed Mindset&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;TED-Talk von Carol Dweck:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.ted.com/talks/carol_dweck_the_power_of_believing_that_you_can_improve&quot;&gt;The power of believing that you can improve&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Über Kommunikation mit Kindern:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://bildungsthemen.phorms.de/de/top-themen/growth-mindset/growth-mindset-scheitern-ist-der-wichtigste-schritt-zum-erfolg&quot;&gt;Growth Mindset: Scheitern ist der wichtigste Schritt zum Erfolg&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Growth Mindset entwickeln:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://bildungsthemen.phorms.de/de/top-themen/growth-mindset/11-tipps-die-zu-einem-dynamischen-selbstbild-verhelfen/&quot;&gt;11 Tipps, die zu einem dynamischen Selbstbild verhelfen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Artikel bei Zeitzuleben:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://zeitzuleben.de/growth-mindset/&quot;&gt;Das Growth-Mindset: eine Denkweise, die dir Erfolg und Wachstum bringt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Sat, 03 Sep 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Karottenhosen – Eine Kurzgeschichte über Verzicht</title>
        <link>/2022/06/24/karottenhosen-eine-kurzgeschichte-ueber-armut.html</link>
        <guid isPermaLink="true">/2022/06/24/karottenhosen-eine-kurzgeschichte-ueber-armut.html</guid>
        <description>&lt;p&gt;Die Nacht war kurz und der Wecker erbarmungslos. Aus einem Halbschlaf von
sorgenvollen Gedanken um die Zukunft gerissen, musste Anna sich eingestehen, der
Versuch doch noch zur Ruhe zu kommen, war nun endgültig gescheitert. Sie
schlüpfte in ihr Lieblingsshirt und glitt in die gemusterte Plunderhose vom
»Schätzchen«, dem Second-Hand-Laden, der letzte Woche in der Innenstadt neu
eröffnet hatte. Während sie die Haare zu einem lockeren Pferdeschwanz
zusammenband, beschloss sie, heute auf Wimperntusche zu verzichten. Sie half
ihrer Tochter Lea beim Anziehen und steckte eine Brotdose mit Knäckebrot in die
mittlerweile etwas klein anmutende Kindergartentasche.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Hinweg zog sich. Alle paar Meter blieb Lea stehen und beklagte sich über
ihre Sandalen.&lt;br /&gt;
»Da, genau da, tut’s weh.« Lea deutete mit dem Zeigefinger auf ihren Knöchel.&lt;br /&gt;
»Aber gestern hast du die doch den ganzen Tag getragen. Da hat nichts gedrückt.
Zeig’ mal her.«&lt;br /&gt;
Anna warf einen prüfenden Blick auf die Unterseite des Kinderschuhs, den ihre
Tochter ihr entgegenstreckte.&lt;br /&gt;
»27. Passt doch. Letztes Jahr waren die noch zu groß, aber jetzt sind die genau
richtig.«&lt;br /&gt;
»Aber Mama, die drücken! Die müssen wir wegschmeißen und neue kaufen«, ließ Lea
in einem Ton der Selbstverständlichkeit verlauten, den nur das Kind einer
Wegwerfgesellschaft anzuschlagen vermag. Neben Ungeduld verspürte Anna nun auch
einen leisen Anflug von Ärger aufsteigen. Halb versöhnlich, halb vorwurfsvoll
entgegnete sie: »Lea, das kostet alles Geld. Vielleicht ziehst du morgen einfach
wieder deine Turnschuhe an.«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sehr darauf bedacht ihre Augenringe hinter der Sonnenbrille zu verstecken,
verabschiedete Anna ihre Tochter mit einem Kuss und machte sich auf den Heimweg.
Sie spürte, wie der Hunger sich immer mehr bemerkbar machte. Mit einem Ziehen im
Magen machte sie Halt am Geldautomaten, der an der Seitenwand der nahegelegenen
Bäckerei platziert war.&lt;br /&gt;
»Hoffentlich lässt er mich nicht wieder im Stich«, dachte sie noch, während sie
die Karte in den Schlitz schob. Doch der Automat war ihr auch heute nicht
gnädig. Behutsam strich sie über den Chip der Visa-Karte und versuchte es
erneut. Nichts zu machen. Die EC-Karte wollte Anna der widerspenstigen Maschine
jedoch nicht überlassen.&lt;br /&gt;
»Ich bezahle doch keine fünf Euro Gebühren für’s Abheben«, dachte sie und
öffnete das Kleingeldfach ihres Portemonnaies. Mit freudigem Erstaunen stellte
sie fest, dass dieses tatsächlich noch drei Zwei-Euro-Stücke enthielt. Ihr
Frühstück war gerettet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Während der Mann vor ihr ein belegtes Brötchen mit Lyoner bestellte, hatte Anna
genügend Zeit die Auswahl der Bäckerei zu sondieren und grob zu überschlagen,
wie weit sie mit dem Schatz in ihrem Kleingeldfach kommen würde. Sie verspürte
ein heftiges Verlangen nach Karottenkuchen, doch dieser würde heute außerhalb
ihrer Möglichkeiten liegen.&lt;br /&gt;
»Zwei Laugencroissants und ein Laugenweck, bitte.« Annas Tonfall transportierte
unfreiwillig die Erschöpfung, die sie gern verborgen hätte. Die Sonnenbrille
hatte sie abgesetzt. Das gebot die Höflichkeit. Die Dame hinter dem
Verkaufstresen packte die bestellten Backwaren zusammen – Anna konnte gerade
noch sagen: »Ja, gern alles zusammen in eine Tüte« – und verkündete mit einem
Lächeln, das ehrlich freundlich wirkte:&lt;br /&gt;
»Das macht dann sechs Euro und fünf Cent.«&lt;br /&gt;
Annas Hirnwindungen wurden zu Klumpen aus Teig.&lt;br /&gt;
»Das darf doch nicht wahr sein«, murmelte sie mehr zu sich selbst und fummelte
hilflos im Kleingeldfach ihres Portemonnaies herum.&lt;br /&gt;
»Wie viel haben Sie denn?«, fragte die Dame hinter dem Verkaufstresen
vorsichtig.&lt;br /&gt;
»Ähm, sechs Euro. Ich habe ganz genau sechs Euro«, antwortete Anna verlegen und
fügte noch stammelnd die Worte »Automat« und »Bargeld« hinzu. Mit einer
abwinkenden Handbewegung griff die Dame hinter dem Tresen in eine Porzellantasse
neben der Kasse und bemerkte: »Ach, bei fünf Cent mache ich mir gar keine
Gedanken. Die nehme ich einfach aus meiner Trinkgeldkasse. Kein Problem.« Erst
jetzt registrierte Anna den Kunden zu ihrer Rechten. Genauer gesagt seine Hand,
braungebrannt und von rauer Erscheinung, die neben ihr in Richtung Kasse ragte,
zwischen den Fingern eine Zwanzig-Cent-Münze: »Hier, das sollte reichen, oder?«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angesichts dieser Mischung aus Freundlichkeit, Mitleid und Ungeduld – die
Warteschlange in der Bäckerei hatte in der Zwischenzeit schließlich nicht
aufgehört zu wachsen – wurde Anna der ganze Vorfall erst recht unangenehm.
Ausgerechnet heute, in einem Erscheinungsbild, das ihr gerade furchtbar
lächerlich anmutete. Die Augenringe, das in die Jahre gekommene T-Shirt, die
schlabbernde Second-Hand-Hose. Niemand in dieser Szenerie konnte wissen, was
sich hinter ihrem Aufzug verbarg. Von ihrem inneren Widerstand gegen die
Wegwerfgesellschaft, deren übertriebener Konsum den Planeten zu zerstören
drohte. Von der Altbauwohnung mit Fischgrätenparkett und den selbst gezogenen
Tomatenpflanzen auf dem Südbalkon. Von ihrer Ehe mit Markus, von Lea, dem
Ferienhaus auf Sylt und ihren gemeinsamen Spaziergängen in den Dünen. Von ihrem
hart erarbeiteten Master-Abschluss in Wirtschaftsinformatik. Vom Los, die erste
Akademikerin in ihrer Familie zu sein, gutes Geld zu verdienen und sich über
andere Dinge den Kopf zerbrechen zu dürfen als über die nächste Mietzahlung.
Doch wer sollte diese Nuancen ihres Seins hier und jetzt erkennen können?
In diesem Augenblick war sie, davon war Anna jedenfalls überzeugt, bloß die Frau
im zerknautschten Outfit, die ihren Einkauf nicht bezahlen konnte. »So wie Mama
damals«, schoss es ihr durch den Kopf. Unwillkürlich musste sie daran denken,
wie sehr sie es damals gehasst hatte, die abgetragenen Klamotten fremder
Menschen tragen zu müssen. Am allerschlimmsten waren die Karottenhosen. Auf dem
Schulhof sah sie sehnsüchtig all den schlackernden Schlaghosen nach, die fast
schon höhnisch an ihr vorbeispazierten, während sich die Karottenhosen eng um
ihre Waden spannten und ihre bleichen Knöchel präsentierten. Die Karottenhosen
wurden zu einer Uniform, die allen unmissverständlich demonstrierte, welchen
Verhältnissen sie entsprang. Und auch wenn es in Annas Leben längst keine
Karottenhosen mehr gab, war das Gefühl der Scham noch äußerst präsent, das sie
gerade angesichts der fehlenden fünf Cent, verbunden mit ihrem heutigen
Erscheinungsbild, verspürte. In diesem Moment wurde ihr eine Sache klar:
»Wenn du in Armut aufwächst, kriecht dir diese in Mark und Bein und wird ein
Teil von dir, den du mit keinem Geld der Welt abzuschütteln vermagst.«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Annas Blick schweifte zum Kundendisplay. Sie stutzte.&lt;br /&gt;
»Oh, haben Sie mir etwa drei Laugencroissants berechnet? Ich hatte eigentlich
nur zwei bestellt.«&lt;br /&gt;
Das hatte sie tatsächlich, dennoch kam ihr sofort der Gedanke, dies müsste
vermutlich wie eine Ausrede wirken, um sich aus der unangenehmen Situation zu
manövrieren.&lt;br /&gt;
»Achso?« – und während die Dame hinter dem Verkaufstresen das lästige dritte
Laugencroissant mit der Zange aus der Papiertüte angelte, um es wieder in die
freie Wildbahn der Auslage zu entlassen, bemerkte sie in einer Tonlage, die Anna
als Mitleid deutete: »Dann bekommen Sie jetzt ja sogar etwas zurück.«&lt;br /&gt;
Eilig ergriff Anna die Tüte mit den Backwaren und das unverhoffte Rückgeld
vom Verkaufstresen.&lt;br /&gt;
»Hier Ihre zwanzig Cent. Vielen Dank«, sprach sie zu dem Herrn
neben sich, zog die Sonnenbrille wieder über die Augen und verließ fast
fluchtartig die Bäckerei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf dem Heimweg rief sie sich in Erinnerung, die Bankkarte mit dem zerkratzten
Magnetstreifen endlich ersetzen zu müssen. Gut, dass sie heute frei hatte.
Und nachmittags würde sie dann mit Lea neue Sandalen kaufen gehen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;hat-dir-meine-kurzgeschichte-gefallen&quot;&gt;Hat dir meine Kurzgeschichte gefallen?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Danke, dass du bis hierhin gelesen hast. Ich freue mich auf dein Feedback.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Fri, 24 Jun 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Muttertag – Mutterschaft im Patriarchat. Wie ist das eigentlich so mit der Gleichberechtigung?</title>
        <link>/2022/05/08/muttertag-muttersein-im-patriarchat.html</link>
        <guid isPermaLink="true">/2022/05/08/muttertag-muttersein-im-patriarchat.html</guid>
        <description>&lt;p&gt;Blumen statt Bollerwagen und Bierkisten? – Es ist Muttertag. Und ich habe
Fragen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum denke ich beim Vatertag an Papas, die mit Bollerwagen und Bier durch die
Gegend ziehen und beim Muttertag an Mamas, die endlich ausschlafen dürfen,
Blumen bekommen und mal nichts im Haushalt tun müssen? Woher kommen wohl diese
klischeehaften Assoziationen?&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;mutterschaft-im-patriarchat--warum-habe-ich-so-viele-fragen&quot;&gt;Mutterschaft im Patriarchat – Warum habe ich so viele Fragen?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Warum werde ich als Mutter eines kleinen Kindes gefragt, wo denn mein Kind sei,
wenn ich alleine unterwegs bin, während ich noch nie erlebt habe, dass ein Vater
solch eine Frage beantworten musste?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum existieren Begriffe wie »berufstätige Mama« (&lt;em&gt;working mom&lt;/em&gt;) oder
»Familienvater«, aber nicht »berufstätiger Papa« (&lt;em&gt;working dad&lt;/em&gt;) oder
»Familienmutter«? Und warum bitte soll ich mich beim generischen Maskulin
einfach mitgemeint fühlen und mich nicht so anstellen?&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/mom_no_superpower.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/mom_no_superpower.jpg&quot; alt=&quot;Handlettering: I&apos;m a mom. That&apos;s no superpower. Stop being toxic.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum gibt es so tolle Werbeslogans wie »Mütter nehmen sich nicht frei« oder
Sprüche wie »I’m a mom, what’s your superpower«, die voll das Narrativ der sich
aufopfernden Mutter bedienen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum denke ich bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf zuerst an Frauen? Warum
gibt es den Gender-Pay-Gap? Und warum werden ausgerechnet sogenannte
»Frauenberufe« in Erziehungs- und Gesundheitswesen so schlecht entlohnt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum muss mein Kind überall von Geschlechterklischees umgeben sein? In Büchern
wie »Conni hilft Mama«. In Filmen und Serien mit coolen Superhelden und
niedlichen Feen. Selbst bei der Garderobe für die Kleinsten: Blautöne mit Dinos
und Baggern vs. Rosatöne mit Einhörnern und Glitzer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum kann ich nur müde lächeln, wenn mir um 15:30 Uhr jemand einen »Schönen
Feierabend« wünscht, wo ich doch weiß, dass mein Feierabend selten vor 22 Uhr
beginnt und die Bereitschaft nie endet? Klar, hab ich mir selber ausgesucht.
Aber das hab ich mir meine Erwerbsarbeit auch, doch die wird im Gegensatz zur
Sorgearbeit bezahlt statt belächelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sorry, aber Muttersein ist kein Hobby. Und Putzen, Kochen, Waschen sind weder
lustige Freizeitaktivitäten noch etwas, wofür Frauen genetisch besser geeignet
sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Es braucht keine Väter, die bei der Kindererziehung und im Haushalt
»mithelfen« oder die Mütter »entlasten«. Es braucht Väter, die gleichberechtigt
ihren Anteil an Verantwortung tragen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Falls sich eine Mutter überhaupt in der Luxussituation befinden darf, den
Kindsvater greifbar zu haben bzw. nicht darum fürchten muss, Erfahrungen
häuslicher Gewalt zu machen, wenn sie Gleichberechtigung einfordert.
Laut &lt;a href=&quot;https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/formen-der-gewalt-erkennen-80642&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;BMFSFJ&lt;/a&gt;
wird rund jede dritte Frau in Deutschland in ihrem Leben Opfer physischer oder
sexualisierter Gewalt. Bei jeder vierten Frau ist der Täter der aktuelle oder
ein früherer Partner. Und die Dunkelziffer ist vermutlich noch weitaus höher.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;mutterschaft-im-patriarchat--alles-gar-nicht-mehr-so-schlimm&quot;&gt;Mutterschaft im Patriarchat – Alles gar nicht mehr so schlimm?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ja sicher, früher war alles noch viel schlimmer. Vieles hat sich gebessert.
Trotzdem sind wir noch weit entfernt von gut in Sachen Patriarchat. Und dass es
sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte gebessert hat, liegt ganz bestimmt
nicht an einer »Ist doch alles gar nicht mehr so schlimm« Haltung. Lasst uns das
heute in Erinnerung rufen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Smash the
patriarchy!&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;weiterführende-inspiration&quot;&gt;Weiterführende Inspiration&lt;/h3&gt;

&lt;h4 id=&quot;buchempfehlung-patriarchale-bullshitsätze-zerlegen&quot;&gt;Buchempfehlung: Patriarchale Bullshitsätze zerlegen&lt;/h4&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Wenn das Patriarchat kommt dann sagt es nicht  ›Achtung, ich werde Dich
unterdrücken‹, sondern es sagt: ›Toll, wie viel dein Mann dir zuhause hilft.‹
Alexandra Zykunov hat gesammelt, was wir uns nicht mehr anhören sollten.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Lara Fritzsche&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Buch von Alexandra Zykunov:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/wir-sind-doch-alle-laengst-gleichberechtigt-9783843726269.html&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;»Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!« – 25 Bullshitsätze und wie wir sie endlich zerlegen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;manchmal-hilft-nur-noch-satire-klischees-einfach-mal-umdrehen&quot;&gt;Manchmal hilft nur noch Satire: Klischees einfach mal umdrehen&lt;/h4&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Was passiert eigentlich, wenn wir Klischees und sexistische Muster einfach umdrehen?«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Mirja von &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/seiten.verkehrt/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;seiten.verkehrt&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Mirja beantwortet diese Frage hervorragend auf ihrem Instagram-Account
&lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/seiten.verkehrt/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;seiten.verkehrt&lt;/a&gt;
durch wunderbare Wortschöpfungen (wie »Stammhalterin« und »Powermann«) und
satirische Texte, bei denen man manchmal nicht weiß, ob man lachen oder weinen
soll.&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;buchempfehlung-raus-aus-der-rosa-hellblau-falle&quot;&gt;Buchempfehlung: Raus aus der Rosa-Hellblau-Falle&lt;/h4&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Lasst doch die Kinder in Ruhe, die komplizierten Regeln des Erwachsenenlebens
kommen früh genug. Wenn Kinder aber ständig von Klischees umgeben sind, können
wir dann wirklich noch behaupten, sie hätten eine freie Wahl?«&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Buch von Almut Schnerring und Sascha Verlan:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://rosa-hellblau-falle.de/rosa-hellblau-falle/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;tolle-inspiration-zu-wirklich-guten-kinderbüchern&quot;&gt;Tolle Inspiration zu wirklich guten Kinderbüchern&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Inspiration zu tollen Kinderbüchern abseits von »Conni hilft Mama« und Co.
gibt’s bei Jools auf ihrem Instagram-Account
&lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/kinderbuecherei/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;kinderbuecherei&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Sun, 08 May 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Mit dem Wissen von heute hätte ich gestern andere Fehler gemacht</title>
        <link>/2022/05/03/mit-dem-wissen-heute-andere-fehler.html</link>
        <guid isPermaLink="true">/2022/05/03/mit-dem-wissen-heute-andere-fehler.html</guid>
        <description>&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/heute_andere_fehler.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/heute_andere_fehler.jpg&quot; alt=&quot;Handlettering: Mit dem Wissen von heute hätte ich gestern andere Fehler gemacht.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wird das Leben rückblickend betrachtet, erscheint es manchmal verlockend zu
denken:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Mit dem heutigen Wissen hätte ich damals vieles anders gemacht.«&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ich hätte andere Entscheidungen getroffen, andere Beziehungen geführt, einiges
ernster genommen und anderes weniger ernst. Mit dem Wissen von Heute würde ich
das Damals in vielerlei Hinsicht anders gestalten. Doch ganz ehrlich, wer weiß,
ob ich mit dem heutigen Wissen nicht doch wieder genau die gleichen Fehler
machen würde. Vielleicht wären es auch einfach nur andere Fehler.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unmöglich zu bewerten, was nun besser oder schlechter wäre. Schließlich ist es
die Summe an Erfahrungen und Entscheidungen, die mich zu der Person gemacht hat,
die ich heute bin. Und so manches Scheitern hat sich im Nachhinein sogar als
Glücksgriff erwiesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ohnehin lassen sich die Abzweigungen des Lebens nur schwer in richtig oder
falsch kategorisieren, denn manchmal führt auch die falsche Abzweigung zum
richtigen Ziel – oder vielmehr zu &lt;em&gt;einem&lt;/em&gt; richtigen Ziel. Und letztendlich ist
in einer komplexen Welt der Multioptionalität nicht nur die Vorhersage, sondern
auch die absolute Bewertung unmöglich.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Wie oft hab’ ich ‘nen Weg gewählt&lt;br /&gt;
Und dabei irgendwen verfehlt&lt;br /&gt;
So einen der garantiert&lt;br /&gt;
Mein Leben optimiert&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;Wär’ ich erfüllt und reich&lt;br /&gt;
Oder würd’ ich mir vielleicht&lt;br /&gt;
In allen and’ren Fällen?&lt;br /&gt;
Die gleiche Frage stellen?&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;Vielleicht ist das auch alles sch… egal&lt;br /&gt;
Und das Glück gibt’s tausendmal&lt;br /&gt;
Und es endet immer gleich&lt;br /&gt;
Hmmm, vielleicht&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Aus dem Song &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=xDeTT3jEThc&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;»Vielleicht« von Annett Louisan&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Keine Ahnung, ob ich in einer anderen Version meines Lebens glücklicher sein
könnte. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Vermutlich ist die Antwort darauf gar
nicht so wichtig, sondern vielmehr die Frage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Denn vollkommen unabhängig davon welches Leben wir führen, wir können niemals
glücklich sein, solange wir uns fragen, ob wir nicht noch glücklicher sein
könnten.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Genügsamkeit ist ein Begriff, der heutzutage durch Vergleichsdruck,
Optimierungswahn und allgegenwärtigen »Träume groß« Slogans fast schon negativ
konnotiert ist. Dabei ist die Fähigkeit, sich (mit gut genug) begnügen zu können
essentiell für ein zufriedenes Leben. Und letztendlich ist das Jetzt alles, was
wir haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können im Heute aus ihr
lernen, um unsere Schritte in die Zukunft anders zu gestalten. Wir können
vergangene Wege nicht rückgängig machen, aber wir können uns jeden Tag für eine
neue Abzweigung entscheiden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wichtig ist jedoch: Wir müssen nicht. Manchmal ist es auch einfach okay, an der
Weggabelung stehen zu bleiben und den Ausblick zu genießen.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Tue, 03 May 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Zu viel Werden, zu wenig Sein – und warum das auf Dauer unzufrieden macht</title>
        <link>/2022/04/24/zu-viel-werden-zu-wenig-sein.html</link>
        <guid isPermaLink="true">/2022/04/24/zu-viel-werden-zu-wenig-sein.html</guid>
        <description>&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Wir lernen zu viel über’s Werden und zu wenig über’s Sein.&lt;br /&gt;
Wir hören zu häufig auf andere und zu selten in uns hinein.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;&lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/kopflosherzvoll/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;@kopflosherzvoll&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Wie oft im Leben liegt unser Fokus auf dem Werden – Schulabschluss und
Berufswahl, Partnerwahl und Familienplanung, Optimierung von Aussehen, Gewicht,
Gewohnheiten – all das stark beeinflusst von externen Vorstellungen und dem, was
wir im Laufe unseres Lebens lernen und internalisieren. Doch sobald wir dann ein
Ziel, eine bestimmte Vorstellung oder das ersehnte Statussymbol erreicht haben,
stehen wir oft da und wissen mit dem (Angekommen-)Sein wenig anzufangen.
(»Und jetzt? War’s das schon?«)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn wir wollen uns nicht mit gut begnügen. Wir wollen das perfekte Vergnügen,
am Besten mit einer Garantie, dass es keine bessere Alternative gibt. Wir wollen
nicht einfach nur sein, wir wollen besser sein. Wir lesen Ratgeberliteratur,
hören inspirierende Podcasts und schauen Tutorials auf YouTube, um das Optimum
aus uns herauszuholen.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/werden.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/werden.jpg&quot; alt=&quot;Handlettering: Wir wissen zu viel über&apos;s Werden und zu wenig über&apos;s Sein.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei wissen wir schon längst viel zu viel über das Werden und viel zu wenig
über das Sein. Und ich finde, es ist mehr denn je Zeit uns wieder mehr auf das
Sein zu besinnen. Hin zu Da-Sein und Selbst-Sein. Weg von wahnhafter
Selbstoptimierung, ständigem Vergleichen und dem Hinterherrennen
fremdgesteuerter Vorstellungen. Glücklich oder gut genug müssen wir nicht erst
werden. Wir dürfen (es) einfach sein. Denn Zufriedenheit lässt sich weder an
bestimmte Meilensteine noch an abgehakte Todos knüpfen und letztendlich ist das
Da-Sein im Jetzt ohnehin alles, was wir haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lasst uns stattdessen werden, wer wir sind. Lasst uns unser einzigartiges Selbst
erkennen und anerkennen – genauso wie das unserer Mitmenschen, ganz besonders das
unserer Kinder.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»(…) die meisten Probleme von Erwachsenen rühren (daher), dass sie nie sein
durften, wer sie sind. (…) es ist an der Zeit, dass wir damit aufhören,
Menschen zu verbiegen, und beginnen, jeden einzelnen Menschen als die Person zu
betrachten, die sie wirklich ist.&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;(…) Viele Eltern gehen davon aus, dass das Kind gerade in den ersten Jahren
lernen müsste, sich anzupassen, um kein Tyrann zu werden. Tatsächlich aber ist
es umgekehrt: In den ersten Jahren darf das Kind – und mit ihm zusammen die
Eltern - erst einmal herausfinden, wer und wie es ist, um dann den Weg zu finden,
sich mit seinem ganzen Wesen in die Gesellschaft einzubringen.«&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;– &lt;small&gt;Susanne Mierau in ihrem Buch &lt;a href=&quot;https://geborgen-wachsen.de/produkt/buch-frei-und-unverbogen/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;»Frei und unverbogen«&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
</description>
        <pubDate>Sun, 24 Apr 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Rezension: Digital Detox für die Seele – Was wir aus dem Buch von Dr. Daniela Otto lernen können</title>
        <link>/2022/03/19/daniela-otto-digital-detox-fuer-die-seele.html</link>
        <guid isPermaLink="true">/2022/03/19/daniela-otto-digital-detox-fuer-die-seele.html</guid>
        <description>&lt;p&gt;Am Ende deines Lebens wirst du wohl kaum denken: »Hätte ich bloß mehr Zeit mit
meinem Smartphone verbracht…«&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum also verhalten wir uns, wie wir uns verhalten? Warum scrollen wir
unachtsam bis in die Unendlichkeit und zurück? Warum tragen wir unser Smartphone
nah am Körper wie einen Talisman? Warum begleitet es uns überall hin, selbst
auf’s stille Örtchen? Warum schauen wir mehr in Bildschirme statt einander an?
Warum lassen wir uns nur allzu gern von unseren digitalen Geräten (ab)lenken,
statt sie zu lenken?&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Digital-Detox-fuer-die-Seele/Daniela-Otto/Irisiana/e592091.rhd&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/buecher/daniela_otto_digital_detox_fuer_die_seele.jpg&quot; alt=&quot;Buch von Daniela Otto – Digital Detox für die Seele&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;span class=&quot;caption&quot; style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
  &lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Digital-Detox-fuer-die-Seele/Daniela-Otto/Irisiana/e592091.rhd&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;
    Link zum Buch
  &lt;/a&gt;
&lt;/span&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Wenn sich unser Leben dem Ende zuneigt, werden wir nicht auf dem Sterbebett
liegen und an all die wunderbaren Stunden, die wir mit unserem Smartphone
verbracht haben, zurückdenken. Wir werden uns an jene Momente erinnern, in denen
wir echte Verbundenheit mit anderen Menschen, der Natur, der Welt, dem
Universum, mit Gott gespürt haben. Augenblicke der Liebe. Und wir werden all die
verlorenen Tage, Wochen und Monate betrauern, die wir online verschwendet
haben.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. Daniela Otto in ihrem Buch »Digital Detox für die Seele«&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.danielaotto.com&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Dr. Daniela Otto&lt;/a&gt; trifft mit
diesen Zeilen in ihrem neuen Buch voll ins Schwarze unserer Bildschirme:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Digital-Detox-fuer-die-Seele/Daniela-Otto/Irisiana/e592091.rhd&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Digital Detox für die Seele – Mit Achtsamkeitsübungen bewusst online gehen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe freundlicherweise auch ihr zweites Buch als Rezensionsexemplar zur
Verfügung gestellt bekommen. In diesem Artikel möchte ich einige Auszüge daraus
mit 5 weiteren Impulsen für mehr digitale Achtsamkeit verknüpfen. Wenn du an
einer ausführlichen Rezension zum ersten Buch von Dr. Daniela Otto interessiert
bist, schau einmal &lt;a href=&quot;/2021/06/18/daniela-otto-digital-detox-buch-rezension.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;
rein.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;5-neue-impulse-für-mehr-digitale-achtsamkeit&quot;&gt;5 neue Impulse für mehr digitale Achtsamkeit&lt;/h2&gt;

&lt;h3 id=&quot;1-behandle-dein-smartphone-nicht-wie-ein-verlängertes-körperteil&quot;&gt;1) Behandle dein Smartphone nicht wie ein verlängertes Körperteil.&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Erinnern Sie sich daran, wie Sie das erste Mal als Kind allein zum Bäcker
gegangen sind und wie stolz Sie waren, dass Sie das geschafft haben? Holen Sie
sich dieses Gefühl der Selbstständigkeit wieder zurück! Wann sind Sie zuletzt
ohne Smartphone aus dem Haus gegangen? Lassen Sie es das nächste Mal, wenn Sie
zum Briefkasten oder Einkaufen gehen, einfach zu Hause.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. Daniela Otto in ihrem Buch »Digital Detox für die Seele«&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Zugegeben, die aktuelle Lage mit digitalen Impf- und Testzertifikaten erschwert
es, ganz ohne Handy aus dem Haus zu gehen. Was du jedoch auf jeden Fall tun
kannst, um dich zu entkoppeln:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Trage dein Smartphone nicht in Körpernähe. Es ist kein Talisman.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und auch kein verlängertes Körperteil. Statt es also in Hosen- oder Jackentasche
zu stecken, ab damit in die Handtasche oder den Rucksack. Denn trägst du dein
Handy am Körper, spürst du es permanent, und das nicht nur taktil, sondern auch
mental. Aus den Augen, aus dem Sinn – heißt es so schön. Und hier analog: Aus
der Hose, aus dem Sinn.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;2-mache-den-nicht-stören-modus-zur-regel-statt-zur-ausnahme&quot;&gt;2) Mache den Nicht-Stören-Modus zur Regel statt zur Ausnahme.&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Nein, ein klingelndes Telefon ist kein Anzeichen von Wichtigkeit.
Nein, viele Follower sind kein Anzeichen von Bedeutsamkeit.
Nein, tausend ungelesene E-Mails sind kein Zeichen von Unverzichtbarkeit. (…)
Nein, man braucht keine Angst zu haben, etwas zu verpassen, wenn man nicht
online ist. (…) Angst davor, etwas zu verpassen, muss man nur haben, wenn
man online ist.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. Daniela Otto in ihrem Buch »Digital Detox für die Seele«&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/digital_detox_wer_lenkt_wen.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/digital_detox_wer_lenkt_wen.jpg&quot; alt=&quot;Smartphone mit dem Text: Wer lenkt hier wen?&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viele Smartphones bieten die Möglichkeit, einen Nicht-Stören-Modus zu
aktivieren. Das bedeutet, du bestimmst, ob und welche Anrufe oder
Benachrichtigungen durchgelassen werden und deinen Fokus rauben dürfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn du beispielsweise den Anruf vom Kindergarten oder die Nachrichten deines
Partners nicht verpassen möchtest, kannst du hierfür Ausnahmeregelungen
definieren. Alle anderen Benachrichtigungen werden abgeblockt und müssen aktiv
von dir abgefragt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lenke dein Smartphone, statt dich ablenken zu lassen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass du Messenger-Nachrichten oder E-Mails
nur zu dedizierten Zeitslots liest und beantwortest. Und ja, das darf durchaus
auch nur ein Mal täglich sein, wenn du das möchtest.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;3-checke-morgens-zuerst-dich-selbst-statt-dein-smartphone&quot;&gt;3) Checke morgens zuerst dich selbst statt dein Smartphone.&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Wer morgens als Erstes sein Smartphone checkt und nicht sich selbst, wer die
Nachrichten aus aller Welt, die meistens negativ sind, in einer rasanten
Geschwindigkeit konsumiert, die Signale seines Körpers und seiner Seele aber
überhört, wer mit zig Leuten chattet, aber mit keinem wirklich spricht, wer sich
ins Internet einloggt, aber nicht dazu in der Lage ist, sich im echten Leben mit
Menschen wahrhaftig seelisch zu verbinden, wer unentwegt Selfies von sich macht
und dabei seine Umgebung vergisst, wer nur noch auf seinen Bildschirm starrt und
keinem mehr wirklich in die Augen schaut, der spürt sich selbst nicht mehr.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. Daniela Otto in ihrem Buch »Digital Detox für die Seele«&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Der konsequente Weg wäre, das Smartphone aus dem Schlafzimmer zu verbannen und
einen altmodischen Wecker zu nutzen. Aber es gibt auch einen Mittelweg. Nämlich
den, das Smartphone abends in den Offline-Modus zu versetzen und beiseite zu
legen, statt es wie ein Kuscheltier mit ins Bett zu nehmen. Damit verhinderst du
nicht nur abendliches Deep-Scrolling, sondern auch, dass du den Tag damit
startest, äußere Einflüsse auf dich einprasseln zu lassen, noch bevor deine
Augen richtig offen sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Checke morgens erst einmal dich selbst, bevor du dich in den Strudel äußerer
Einflüsse ziehen lässt. Dein Smartphone kannst du zu einem späteren Zeitpunkt
aufwecken, wenn du bewusst die Entscheidung getroffen hast, den Offline-Modus zu
verlassen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;4-lass-dich-nicht-von-social-media-zahlen-blenden&quot;&gt;4) Lass dich nicht von Social Media (Zahlen) blenden.&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Das Internet ist nicht das richtige Leben. Social Media, und alles, was sich
darin abspielt, ist nicht die Realität. Es ist eine Blase. So wie Narziss über
seine eigene Schönheit in einen Taumel, eine Trance gerät, so versinken
millionenweise Social-Media-User in einen schlafwandlerischen Zustand, in dem
sie denken, ihr Leben hinge wirklich von den Likes ab, die sie für ihr Selfie
bekommen. […]
Wer sich in sozialen Netzwerken ständig vergleicht, sich schlecht fühlt, weil
das Leben der anderen immer besser erscheint, sich ungeliebt fühlt, weil andere
mehr Bewunderung erhalten, der vergisst, dass er einzigartig ist und das Private
schützenswert ist.
«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. Daniela Otto in ihrem Buch »Digital Detox für die Seele«&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Du bist nicht deine Likes. Du bist nicht dein gestelltes Selfie. Du bist nicht
die Produkte, die dir all die personalisierten Werbeanzeigen andrehen möchten.
Und nein, dein Wert als Mensch bemisst sich definitiv nicht an der Anzahl deiner
Follower oder Likes. Auch nicht dein Erfolg, deine Zufriedenheit, dein
Lebensglück. Doch im Sog der Social Media Blase vergessen wir das leider
manchmal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was hilft? Entkopplung. Mache dir immer wieder bewusst: Social Media ist nicht
die Realität. Das echte Leben findet außerhalb eines Bildschirms statt. Die
Ausschnitte, die du siehst – und selbst zeigst – sind nur winzige Ausschnitte
eines viel größeren Gesamtbildes, das kaum oder gar nicht (be)greifbar ist im
alleinigen Kontext eines winzigen Ausschnitts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mache Social Media weder zeitlich noch emotional zu deinem Lebensmittelpunkt.
Setze dir bewusste Nutzungszeiten und versuche Like- und Follower-Zahlen als
Metriken eines Tools mit eigenen Gesetzmäßigkeiten zu betrachten statt als
Bewertung deiner Selbst.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Falls möglich blende die Zahlen komplett aus. Instagram hat beispielsweise
mittlerweile eine Funktion, mit der sich die Like-Anzahl bei Fremdbeiträgen
ausblenden lassen, sodass man weniger in einen stetigen Vergleich der eigenen
Like-Zahlen gerät.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;5-lass-dein-leben-nicht-von-einem-social-media-algorithmus-bestimmen&quot;&gt;5) Lass dein Leben nicht von einem Social Media Algorithmus bestimmen.&lt;/h3&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Seien Sie präsent, auch wenn Sie online sind. (…) Wer den analogen Augenblick
ehrt, der kann mühelos hinübergleiten in eine bewusste, gezielte und seelisch
gewinnbringende virtuelle Zeitspanne. Digital Detox ist keine absolute
Abstinenz, sondern eine achtsame Grundhaltung. Wer bewusst online ist, der
erzeugt auch im Internet eine neue, gesunde Präsenz, und hierfür können wir uns
bewusst entscheiden. Es ist nicht schlimm, online zu sein, wenn man sonst nichts
anderes macht und zudem weiß, was man tut. […] Verlieren Sie nie Ihren
meditativen Fokus, seien Sie fortan &lt;em&gt;omline&lt;/em&gt; und nicht online.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Dr. Daniela Otto in ihrem Buch »Digital Detox für die Seele«&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Social Media kann inspirieren, verbinden und Freude bringen. Vergiss dennoch
nie: Social Media ist nicht die Realität. Verliere nicht dein echtes Leben in
exzessiver Social Media Nutzung. Setze dir harte zeitliche Limits und/oder
Zeitslots für die Nutzung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei einigen sehr aktiven Instagram Nutzer*innen konnte ich im Lauf der Zeit
beobachten, dass der Trend dahin geht, zumindest einen Offline-Tag pro Woche
einzulegen, zum Beispiel als sogenannter Social Media Free Sunday. Denn der
Instagram-Algorithmus verlangt kontinuierliche Content-Produktion, sonst sinkt
die Reichweite. Und das ist auf Dauer ganz schön anstrengend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch warum ist das so? Was hat es mit diesem Algorithmus auf sich? Instagram
möchte Nutzer*innen möglichst lange auf ihrer Plattform halten. Eine hohe
Aktivität beruht auf hoher Interaktion und führt somit zu mehr Nutzungsdaten.
Mehr Daten sorgen für passendere personalisierte Werbung. Dies wiederum führt zu
mehr Käufen. Instagram finanziert sich durch Werbung. Und so schließt sich der
Kreis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich möchte die guten Seiten nicht schlecht reden, jedoch als Impuls
mitgeben: Wie viel deiner Zeit und Energie möchtest du in eine Plattform
investieren, die darauf ausgelegt ist, möglichst viele Daten von dir zu sammeln,
um dir passende Werbung vor die Nase zu halten?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn es dir gut tut: Nutze Social Media auch weiterhin. Aber bewusst. Mache es
nicht (unbewusst) zu deinem Lebensmittelpunkt. Gehe bewusst online – oder wie
Daniela Otto es ausdrückt: Sei omline. Vielleicht sogar nur an einem (oder
mehreren) dedizierten Online-Tagen. Lass nicht zu, dass Social Media zu viel
Raum in deinem Denken einnimmt. Lass dein Leben nicht von einem Algorithmus
bestimmen.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/dont_scroll_your_life_away_sticker.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/dont_scroll_your_life_away_sticker.jpg&quot; alt=&quot;Don&apos;t scroll your life away – als Sticker&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn du bei allem, was du im Alltag tust, (unbewusst) darüber nachdenkst,
wie sich das nun für Social Media inszenieren lässt, bist du mental nie wirklich
offline, selbst wenn du gerade dein Smartphone gar nicht in der Hand hältst.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Mehr zum Thema Digital Detox auf meinem Blog:&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/2021/02/05/stressfaktor-soziale-medien-digital-detox-strategien.html&quot;&gt;Stressfaktor Soziale Medien – 6 Tipps für ein achtsameres Nutzungsverhalten&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/2020/09/04/digitaler-minimalismus-achtsamkeit-bei-der-smartphone-nutzung.html&quot;&gt;Digitale Achtsamkeit – Acht Impulse für die Smartphone-Nutzung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
</description>
        <pubDate>Sat, 19 Mar 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>ABC der Selbstfürsorge – Mehr Selfcare im Alltag</title>
        <link>/2022/01/15/abc-der-selbstfuersorge-selfcare-im-alltag.html</link>
        <guid isPermaLink="true">/2022/01/15/abc-der-selbstfuersorge-selfcare-im-alltag.html</guid>
        <description>&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/dir_selbst_begegnen.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/dir_selbst_begegnen.jpg&quot; alt=&quot;Handlettering: Wohin du auch gehst, überall wirst du dir selbst begegnen.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Pflanze gießt du nicht erst, wenn sie vertrocknet ist, sondern kümmerst
dich regelmäßig um sie, damit sie wachsen und gedeihen kann. Genauso sollte es
mit der Selbstfürsorge laufen. Statt dir einen Wellness-Urlaub einzugestehen,
wenn du schon auf dem Zahnfleisch kriechst, solltest du jeden Tag gut auf dich
und deine Bedürfnisse achten. Denn Selbstfürsorge sollte kein Luxus, sondern
eine Selbstverständlichkeit sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei geht es oftmals um Kleinigkeiten im Alltag, die den Unterschied machen.
Anlässlich der &lt;a href=&quot;https://annakoschinski.de/selbstfuersorge-blogparade/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Blogparade #SelbstfürsorgeStärken&lt;/a&gt;
von Anna Koschinski habe ich daher ein ABC der Selbstfürsorge zusammengetragen,
das zu mehr Selbstfürsorge im Alltag anregen soll.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;von-a-wie-abgrenzung-bis-z-wie-zeit&quot;&gt;Von A wie Abgrenzung bis Z wie Zeit&lt;/h2&gt;

&lt;h3 id=&quot;a-wie-abgrenzung&quot;&gt;A wie Abgrenzung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Abgrenzung hat nichts mit Ignoranz zu tun. Du kannst empathisch sein und dich
dennoch von den Problemen anderer Leute abgrenzen, um deren Probleme nicht zu
deinen eigenen zu machen. Du kannst dich für das Weltgeschehen interessieren und
dennoch darauf achten, dich von News zu aktuellen Ereignissen und Politik nicht
in eine Abwärtsspirale negativer Gedanken ziehen zu lassen. Du kannst deinem Job
mit Leidenschaft nachgehen und dich nach Feierabend dennoch bewusst abgrenzen,
um dir die Erholung zu erlauben, die dir zusteht.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;b-wie-bedürfnisse&quot;&gt;B wie Bedürfnisse&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Deine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die Bedürfnisse anderer Menschen.
Wenn du möchtest, dass andere Menschen sie ernst nehmen, solltest du sie
zunächst einmal selbst ernst nehmen. Dabei geht es nicht nur um Grundbedürfnisse
wie Nahrungsaufnahme oder ausreichend Schlaf. Auch das Bedürfnis zur
Selbstentwicklung oder Ruhe sind wichtige Bedürfnisse, die im Alltag Beachtung
finden dürfen und sollen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Wenn wir unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun es andere auch nicht.«&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;– Marshall B. Rosenberg, Begründer der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gewaltfreien Kommunikation&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;c-wie-chaos&quot;&gt;C wie Chaos&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Chaos in der Wohnung hin oder her, mit dem Motto »Erst die Arbeit, dann das
Vergnügen« solltest du es nicht übertreiben. Du musst nicht immer etwas leisten,
bevor du dir selbst Erholung oder Freude erlauben darfst. Und ja, du darfst die
Füße auch hochlegen und Energie tanken, wenn die Wohnung gerade im Chaos
versinkt. Keine Sorge, das Chaos läuft nicht weg und du wirst die Energie
brauchen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Selbstfürsorge […] sollte nichts sein, dass du dir “verdienen” musst, weil
du besonders ausgelaugt bist oder viel geleistet hast. […]
Einen fürsorgenden Blick auf dich selbst zu haben, sollte vielmehr ein
natürlicher und selbstverständlicher Teil von dir sein.«&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;– aus einem &lt;a href=&quot;https://soulsweet.de/sich-um-sich-selbst-kuemmern/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Blog-Artikel&lt;/a&gt; von Ulrike Bossmann&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;d-wie-digital-detox&quot;&gt;D wie Digital Detox&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/dont_scroll_your_life_away.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/dont_scroll_your_life_away.jpg&quot; alt=&quot;Don&apos;t scroll your life away.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In unserer hoch digitalisierten Gesellschaft, in der Erreichbarkeit und
Online-Sein quasi zum Dauerzustand geworden sind, ist Digital Detox nicht bloß
eine trendy Gegenbewegung, sondern essentiell, um nicht im digitalen Stress zu
versinken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nein, du musst nicht immer erreichbar sein und sofort auf Messenger-Nachrichten
und Push-Benachrichtigungen reagieren. Nein, die Welt geht nicht unter, wenn du
dein Handy nicht immer griffbereit hast. Gerüchte besagen, dass es auch noch ein
Leben außerhalb des Smartphone-Bildschirms gibt. Und ja, es gibt definitiv einen
besseren Start in den Tag, als morgens direkt auf dein Handy zu glotzen und dich
um alles Mögliche zu kümmern außer um dich selbst.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Mehr zum Thema Digital Detox:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2020/09/04/digitaler-minimalismus-achtsamkeit-bei-der-smartphone-nutzung.html&quot;&gt;- 8 Tipps für weniger Ablenkung und Reizüberflutung durch das Smartphone&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2021/02/05/stressfaktor-soziale-medien-digital-detox-strategien.html&quot;&gt;- Stressfaktor Soziale Medien – 6 Tipps für ein achtsameres Nutzungsverhalten&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;e-wie-egoismus&quot;&gt;E wie Egoismus&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Selbstfürsorge hat nichts mit Egoismus zu tun und sollte nicht als Luxusgut,
sondern als Selbstverständlichkeit betrachtet werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stattdessen kannst du dir Selbstfürsorge und Hilfsbereichtschaft als zwei
Waagschalen vorstellen, die im Gleichgewicht gehalten werden müssen.
Selbstfürsorge braucht Hilfsbereitschaft, um nicht in Egoismus zu münden,
während Selbstfürsorge als Gegengewicht nötig ist, um selbstzerstörerische
Aufopferung zu verhindern.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Selbstfürsorge und Egoismus mit dem Werte- und Entwicklungsquadrat erklärt:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2021/02/20/selbstfuersorge-ist-nicht-egoistisch.html&quot;&gt;Warum Selbstfürsorge nicht egoistisch ist&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;f-wie-frischluft&quot;&gt;F wie Frischluft&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Bewegung und Kopf lüften an der frischen Luft sollte keine besondere Ausnahme,
sondern regelmäßiger Bestandteil deines Alltags sein – das gilt nicht nur, aber
besonders für Menschen, die (wie ich) mittlerweile hauptsächlich im Homeoffice
arbeiten. Augen weg vom Bildschirm und ab an die Luft. Selbst wenn es nur eine
Viertelstunde ist oder du den Spaziergang mit Erledigungen (Post, Einkauf etc.)
verbindest. Vielleicht steigst du auch bloß eine Station früher aus, wenn du mit
Bus oder Bahn unterwegs bist. Die Hauptsache ist, du kommst regelmäßig in den
Genuss frischer Luft.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;g-wie-gewohnheiten&quot;&gt;G wie Gewohnheiten&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Zur Selbstfürsorge gehören gute Gewohnheiten im Alltag. Diese Gewohnheiten
können sehr individuell sein. Für die Einen ist es regelmäßiger Sport, für die
Anderen kreatives Wirken oder Lesen. Wichtig ist, den Kleinigkeiten, die uns gut
tun, regelmäßig Zeit einzuräumen und im besten Fall eine (tägliche) Gewohnheit
daraus zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neue Gewohnheiten zu etablieren braucht seine Zeit. Nach einer
&lt;a href=&quot;https://digest.bps.org.uk/2010/10/06/how-to-form-a-habit/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Studie von Phillippa Lally&lt;/a&gt; dauert es durchschnittlich 66 Tage bis sich so etwas wie
eine Routine einstellt.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Mehr zum Thema Gewohnheiten in einem Blog-Artikel von Christof Herrmann:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.einfachbewusst.de/2020/01/neue-gewohnheiten-etablieren/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Neue Gewohnheiten etablieren und schlechte ablegen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;h-wie-hilfe&quot;&gt;H wie Hilfe&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn du stark bist, auch wenn du es selbst schaffen würdest, du musst nicht
immer alles im Alleingang meistern. Wie ich bereits schrieb, Selbstfürsorge und
Hilfsbereichtschaft sind zwei Waagschalen, die im Gleichgewicht gehalten werden
müssen. Das bedeutet, du darfst, kannst und sollst im Sinne der Selbstfürsorge
Hilfe annehmen – und nicht nur annehmen, sondern auch um Hilfe bitten, wo es
nötig ist.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;i-wie-individualität&quot;&gt;I wie Individualität&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn du in einer festen Partnerschaft lebst, auch wenn du Kinder hast, auch
wenn du Verantwortung trägst und stressigen Verpflichtungen nachgehen musst, du
bist und bleibst ein einzigartiges Individuum mit eigenständiger Persönlichkeit.
Vergiss nicht, die Beziehung zu dir selbst zu pflegen. Nimm dir Zeit für dich,
Zeit für deine Hobbys, Zeit für deine individuellen Interessen – nicht auch
wenn, sondern gerade wenn du in einer festen Partnerschaft lebst, Kinder oder
stressige Verpflichtungen hast.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Wer sich nicht gut um sich selbst kümmert, kann sich irgendwann um niemanden
mehr kümmern.«&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;– aus einem &lt;a href=&quot;https://www.nora-imlau.de/fursorge-fur-dich-und-mich/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Text von Nora Imlau&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;j-wie-junk-food&quot;&gt;J wie Junk Food&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;In stressigen Zeiten betrachten wir Junk Food oftmals als Nervennahrung, die wir
uns verdient haben. Doch probiere einmal den Perspektivenwechsel aus: Braucht
dein Körper nicht gerade in stressigen Zeiten eher gesunde Nervennahrung? Und
falls wir meinen nebenbei und unachtsam, vielleicht versunken in Arbeit, etwas
knabbern zu müssen, ist es nicht besser, es handelt sich dabei um Obst oder
Gemüse statt um Süßkram oder Chips?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei diesem Perspektivenwechsel geht es nicht um eine Diät, sondern darum dem
unter Stress stehenden Körper bewusst etwas Gutes zu tun. Die leckeren, aber
leider meist ungesunden Schlemmereien können ja trotzdem verzehrt werden, aber
dann besser achtsam und mit Genuss statt als Nervennahrung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch das Trinken sollte gerade in stressigen Zeiten nicht vergessen werden. Es
kann helfen, möglichst immer eine Kanne Tee oder eine Flasche Wasser in
Reichweite zu haben.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;k-wie-körper&quot;&gt;K wie Körper&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dein Körper ist ein wahres Wunderwerk. Überlege einmal, was dein Herz, deine
Lunge, dein Darm jede Sekunde leisten – und das ganz ohne dein bewusstes Zutun.
Doch leider rufen wir uns das viel zu selten ins Gedächtnis, sondern
beschäftigen uns gedanklich eher mit irgendwelchen Fettpölsterchen oder
vermeintlichen Makeln.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Selbstfürsorge bedeutet nicht nur gut für dieses Wunderwerk zu sorgen, sondern
auch dich gedanklich mehr darauf zu fokussieren, welch großartige Leistungen
dein Körper vollbringt.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;l-wie-loslassen&quot;&gt;L wie Loslassen&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/loslassen.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/loslassen.jpg&quot; alt=&quot;Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten und ist doch schwerer. (nach einem Zitat von Detlev Fleischhammel)&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Loslassen hat viel mit Selbstfürsorge zu tun. Durch das Schaffen von Ordnung im
Äußeren (Loslassen materieller Gegenstände) kann wohltuende Ordnung im Inneren
erzeugt werden. Denn das Loslassen materieller Gegenstände trainiert uns auch im
Loslassen von mentalem Ballast wie überzogene Erwartungen, fremdbestimmte
Vorstellungen oder negative Gedanken.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Loslassen von Gedanken:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2020/11/19/glaube-nicht-alles-was-du-denkst.html&quot;&gt;Wie du auf gute Weise auch mit schlechten Gedanken umgehen kannst&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;m-wie-musik&quot;&gt;M wie Musik&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Musik ist eine wunderbare Möglichkeit, sich Emotionen hinzugeben bzw. diese zu
verarbeiten. Sich zu passenden Klängen Wut oder Weltschmerz hinzugeben, ist
langfristig definitiv besser als Gefühle verdrängen zu wollen. Und sobald ein
bestimmter Punkt der Emotionshingabe erreicht ist, gerne umschwenken zur
Happy-Playlist, eine persönliche Playlist mit Songs, die für gute oder zumindest
bessere Laune sorgen. So eine Happy-Playlist kann übrigens auch ein prima
Werkzeug für einen guten Start in den Tag sein.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;n-wie-nein&quot;&gt;N wie Nein&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Zur Selbstfürsorge gehört es, die eigenen Grenzen zu kennen und Grenzen zu
setzen. Um Grenzen zu setzen, darfst, kannst und sollst du hin und wieder auf
das kleine, aber mächtige Wörtchen »Nein« zurückgreifen. Das kann bestimmt und
dennoch liebevoll und empathisch erfolgen.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Mehr dazu im tollen Blog-Artikel von Claudia Keth:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://claudiaketh.com/liebevoll-nein-sagen-diese-formulierungen-helfen-dir-dabei/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Liebevoll Nein sagen – Diese Formulierungen helfen dir dabei&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;o-wie-ohne-schlechtes-gewissen&quot;&gt;O wie Ohne schlechtes Gewissen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn&lt;br /&gt;
… du dir Auszeiten zugestehst, um Energiereserven aufzutanken.&lt;br /&gt;
… du deine eigenen Bedürfnisse genauso ernst nimmst wie die Bedürfnisse anderer.&lt;br /&gt;
… du »Nein« sagst, weil ein »Ja« gerade nicht zu deinem Energiehaushalt
passt.&lt;br /&gt;
… du dir erlaubst unproduktiv zu sein und etwas aus Spaß und nur für
dich zu tun.&lt;br /&gt;
… du dich um dich selbst kümmerst.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;p-wie-prioritäten&quot;&gt;P wie Prioritäten&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Prioritäten setzen zu können, ist eine wertvolle Fähigkeit. Zu oft zerren alle
möglichen Verpflichtungen und Tätigkeiten an uns und unserem begrenzten
Zeitkontingent. Da ist es wichtig, manchmal auch sich selbst zur Priorität zu
machen und sich ausreichend Zeit für Selbstfürsorge zu nehmen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;q-wie-qualität&quot;&gt;Q wie Qualität&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Kennst du folgende zwei Konzepte?&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
  &lt;li&gt;Das Konzept von Hausklamotten, ungeliebte, verwaschene, ausgediente Kleidung,
die nur noch zu Hause getragen wird, weil man sie der Öffentlichkeit nicht mehr
zumuten möchte.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Das Konzept vom guten Geschirr, das nur bei besonderen Anlässen für Besuch
hervorgeholt wird, während man im Alltag selbst Geschirr nutzt, das man
eigentlich nicht so recht mag.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Vergiss diese Konzepte. Du verdienst Qualität. Sei es dir selbst wert. Trage
auch daheim die Kleidung, die dir gefällt und in der du dich wohlfühlst. Richte
dein Essen auch für dich allein schön an und iss vom Geschirr, dessen Anblick
dir Freude bereitet.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;r-wie-ruhe&quot;&gt;R wie Ruhe&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Abenteuer und Action, Lachen und Leute, all das kann große Freude bereiten und
doch ist gerade nach einer Zeiteinheit, in der viele Eindrücke auf einen
eingeprasselt sind, ein Kontrast-Programm wichtig. Visuelle und auditive
Dauerbeschallung führt auf Dauer zu Stress. Unser Kopf braucht hin und wieder
eine Auszeit, um all die Eindrücke verarbeiten zu können. Dazu musst du nicht
zwangsläufig meditieren. Es reicht, einfach bewusst die Stille zu hören, ins
Leere zu schauen und eine kleine Reiz-Ruhepause einzulegen, in der du versuchst
neue Eindrücke möglichst zu vermeiden.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;s-wie-social-media-detox&quot;&gt;S wie Social Media Detox&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Digitale Reizüberflutung durch ständige Erreichbarkeit und den oft
automatisierten Griff zum Smartphone erzeugt innerlich Stress, dem in Form von
Digital Detox entgegengesteuert werden sollte. Ein wichtiger Bestandteil des
Digital Detox ist meiner Meinung nach vor allem bewusstes
&lt;a href=&quot;/2021/02/05/stressfaktor-soziale-medien-digital-detox-strategien.html&quot;&gt;Social Media Detox&lt;/a&gt;
und zwar aus folgendem Grund:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Seit wir in Echtzeit verfolgen können, wie schön das Leben der anderen ist,
werden wir immer unzufriedener mit unserem eigenen. Denn das Vergleichen ist
bekanntlich das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Und weil wir
auf den Social-Media-Plattformen unser Leben permanent mit dem Leben anderer
vergleichen können, werden wir natürlich immer unglücklicher.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Carl Tillessen in seinem Buch &lt;a href=&quot;https://www.carltillessen.com/autor&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konsum&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;t-wie-tadas&quot;&gt;T wie Tadas&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/tadas.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/tadas.jpg&quot; alt=&quot;Less Todos, more Tadas&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schokolade statt Steuererklärung. Schaumbad statt Schmutzwäsche. Spazieren statt
Staubsaugen. Spieleabend statt Spülmaschine. Sonne tanken statt Staub wischen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Todos sind wichtig, aber das sind Tadas (kleine Highlights im Alltagswahnsinn)
auch. Plane und priorisiere Tadas also genauso ein, wie du es mit Todos tust.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;u-wie-uhrzeiten&quot;&gt;U wie Uhrzeiten&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Unsere Gesellschaft ist geprägt von der 40-Stunden-Woche und
8-Stunden-Nachtschlaf, was nicht selten dem natürlichen Biorhythmus
widerspricht. Das Konzept von Lerchen und Eulen ist nicht bloß eine Legende,
sondern hat mit dem (genetisch bedingten) &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Circadiane_Rhythmik#Circadiane_Rhythmik_beim_Menschen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zirkadianen Rhythmus&lt;/a&gt;
zu tun.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Uhrzeiten sind im Grunde genommen nebensächlich. Versuche innerhalb deiner
Möglichkeiten deine Wach- und Schlafphasen so zu gestalten, dass sie zu deinem
individuellen Biorhythmus passen und du dich wohl damit fühlst, ganz egal wie
die gesellschaftliche Konvention aussehen mag. Das kann vielleicht einen
längeren Nachtschlaf bedeuten oder mehrere Schlafeinheiten am Tag wie
beispielsweise eine Kombination aus Nachtschlaf und Mittagsschlaf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viel wichtiger als die Schlafdauer an sich ist außerdem die Erholsamkeit des
Schlafs – und dass wir uns bei Schlafmangel nicht auch noch inneren Druck machen,
weil wir die vermeintlich üblichen acht Stunden nicht erreicht haben. Eltern mit
kleinen Kindern werden das Problem kennen…&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;v-wie-vorsorgeuntersuchungen&quot;&gt;V wie Vorsorgeuntersuchungen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Haus-, Zahn- oder Frauenarzt/-ärztin
haben ihren Sinn. Nimm sie ernst und wahr. Und um Himmels willen befrage
keinesfalls Dr. Google nach Krankheitssymptomen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;w-wie-work-life-balance&quot;&gt;W wie Work-Life-Balance&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/lebenszeit.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/lebenszeit.jpg&quot; alt=&quot;Arbeitszeit, Freizeit, Auszeit. Am Ende ist alles Lebenszeit.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Egal ob Arbeitszeit oder Freizeit, beides ist Lebenszeit. Daher solltest du dich
einerseits bewusst entscheiden, wie du diese Lebenszeit gestalten möchtest,
andererseits aber auch auf eine Ausgewogenheit und Abgrenzung zwischen Arbeits-
und Freizeit achten. Wenn sich deine Gedanken nach Feierabend weiterhin
permanent um die Arbeit kreisen, ist es fast egal, wie hoch deine tatsächliche
Arbeitszeit ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine gute Work-Life-Balance bedeutet meiner Meinung nach auch nicht unbedingt
eine 1:1 Balance in der Zeitverteilung, sondern ein ganz individuelles, als
ausgewogen empfundenes Modell. Dazu gehört auch Flexibilität. Wie flexibel
lassen sich Privatleben und Arbeitsleben unter einen Hut bringen? Muss zum
Beispiel für jeden Arztbesuch Urlaub genommen werden? Wie gut lässt sich der
eigene Biorhythmus mit den Arbeitszeiten vereinbaren?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Achja und ich möchte hier noch nebenbei erwähnen: Auch
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Care-Arbeit&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Care-Arbeit&lt;/a&gt;
ist eine Form von Arbeit!&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;x-wie-x-verschiedene&quot;&gt;X wie X-Verschiedene&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;…Pflegeprodukte müssen es gar nicht sein. Auch einige wenige reichen schon aus
für eine wohltuende Dusch- oder Badewannensession. Wärme, Duft, Erfrischung, für
sich sein, sich um sich selbst kümmern und mit einem ganzheitlich gereinigten
Gefühl aussteigen. Quasi ein Wellnesstag to go im eigenen Badezimmer, auch ohne
viel Schnickschnack und ohne aufwändige Planung und hohe Geldsumme.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;y-wie-yoga&quot;&gt;Y wie Yoga&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Viele Menschen schwören ja auf Yoga als wohltuend für Körper und Geist. Doch es
muss nicht unbedingt Yoga sein. Vielleicht ist dein Yoga ja das Zeichnen, Lesen,
Joggen, Klettern oder etwas ganz anderes. Die Hauptsache ist, du hast Freude
daran und kannst dich regelmäßig daran erfreuen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;z-wie-zeit&quot;&gt;Z wie Zeit&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/zeit_nehmen.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/zeit_nehmen.jpg&quot; alt=&quot;Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt. Ein Zitat von Ernst Ferstl.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sich Zeit zu nehmen ist keine Zeitverschwendung. Zeit, um das Essen bewusster zu
genießen. Zeit, um in dich und deine erfüllten wie nicht erfüllten Bedürfnisse
hineinzuhorchen. Zeit für Langsamkeit und Unproduktivität. Zeit für Genuss und
Freude. Zeit für Abenteuer und Zeit für Ruhe. Zeit für die Beziehungen zu deinen
Mitmenschen und genauso Zeit für die Beziehung zu dir selbst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei Selbstfürsorge geht es nicht um den mehrwöchigen Wellnessurlaub oder ein
stundenlanges tägliches Programm, das sich schon aufgrund des Zeitaufwands nach
Anstrengung anfühlt. Es geht darum, sich Zeit für die Kleinigkeiten im Alltag zu
nehmen. Sich selbst und die eigenen Bedürfnisse durch diese Kleinigkeiten
wichtig zu nehmen. Du solltest es dir wert sein.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.«&lt;br /&gt;
– &lt;small&gt;Ernst Ferstl&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
</description>
        <pubDate>Sat, 15 Jan 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Ziele setzen, aber richtig mit SMART- &amp; WWW-Formel</title>
        <link>/ziele-setzen-mit-smart-und-www-formel</link>
        <guid isPermaLink="true">/ziele-setzen-mit-smart-und-www-formel</guid>
        <description>&lt;p&gt;Ohne Ziele passiert es allzu leicht, dass wir ohne Richtung und Fokus
umherirren. Wie soll man denn auch wissen, ob man da ist, wenn es keinen
Fixpunkt gibt, an dem sich das Dasein abmessen lässt? Ziele geben Sinn und
Ansporn und sind ohne Zweifel ein wertvoller Kompass im teils chaotischen Fluss
der Möglichkeiten.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/smarte_ziele.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/smarte_ziele.jpg&quot; alt=&quot;Ziele setzen mit der SMART-Formel&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;smart-formel--ziele-setzen-aber-richtig&quot;&gt;SMART-Formel – Ziele setzen, aber richtig&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Um das Dasein abmessen zu können, sollten Ziele daher möglichst
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/SMART_(Projektmanagement)&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;SMART&lt;/a&gt;
formuliert sein, um leichter überprüfen zu können, wann ein Ziel erreicht wurde:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;S-pezifisch&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;M-essbar&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;A-ttraktiv&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;R-ealistisch&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;T-erminiert&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Eine Limitierung, also nicht zu viele Ziele auf einmal anvisieren, ist ebenfalls
sinnvoll, um Fokus und damit Erreichbarkeit der Ziele zu maximieren.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;wann-führen-ziele-in-die-irre&quot;&gt;Wann führen Ziele in die Irre?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Doch Ziele können auch falsche Freunde sein. Zum Beispiel dann, wenn wir meinen
unser Glück an sie zu knüpfen:
&lt;em&gt;»Erst wenn ich dieses oder jenes erreicht habe, bin ich gut genug, kann ich glücklich sein.«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch so funktioniert die Sache mit dem Glück nicht und es passiert allzu leicht,
dass sich nach Erreichen des erarbeiteten Ziels Leere einstellt statt
Glücksgefühle. – &lt;em&gt;»Und jetzt?«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/2022/04/24/zu-viel-werden-zu-wenig-sein.html&quot;&gt;Zu viel Werden, zu wenig Sein – und warum das auf Dauer unzufrieden macht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;So hetzen wir im schlimmsten Fall von einem Ziel zum nächsten, immer in der
Hoffnung, das nächste Ziel möge endlich die ersehnte Erfüllung von Glück
bringen. Und so führt uns plötzlich ein Ziel, das eigentlich als
richtungsweisender Kompass gedacht war, in die Irre.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;www-formel--ziele-setzen-aber-richtig&quot;&gt;WWW-Formel – Ziele setzen, aber richtig&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Heißt das jetzt, du sollst dir gar keine Ziele mehr setzen?&lt;br /&gt;
Natürlich nicht. Doch du solltest bei deinen Zielen auch immer den Weg dorthin
betrachten.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/der_weg_ist_das_ziel.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/der_weg_ist_das_ziel.jpg&quot; alt=&quot;Der Weg ist das Ziel&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;wofür&quot;&gt;Wofür&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Wofür tust du, was du tust? Was ist der (höhere) Sinn und Zweck hinter diesem
Ziel? Steckt ein selbstbestimmtes Ziel dahinter, das dir aus vollem Herzen
wichtig ist oder tust du es, weil man das eben so tut?&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;werte&quot;&gt;Werte&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Sei oder werde dir bewusst, was deine &lt;a href=&quot;https://frei-mutig.de/werte/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;persönlichen Werte&lt;/a&gt;
im Leben sind und nutze diese als Leitplanken bei der Zielerreichung. Auch dein
gestecktes Ziel kannst du anhand deiner Werte kritisch beleuchten. Schließlich
willst du bei der Zielerreichung nicht über (Werte-)Leichen gehen, oder?&lt;/p&gt;

&lt;h4 id=&quot;wohlfühlen&quot;&gt;Wohlfühlen&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Die Erreichung eines Ziels darf manchmal anstrengend sein, an deinen Kräften
zehren und dir einiges abfordern. Wachstum bereitet eben auch mal
Wachstumsschmerzen. Doch grundsätzlich solltest du schon Freude haben an dem,
was du tust. Du solltest &lt;a href=&quot;https://ketoka.de/wie-du-deine-passion-findest/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Leidenschaft spüren&lt;/a&gt;
und gern in den Flow kommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn die Erreichung eines Ziels nur Qual darstellt, ist es vielleicht einfach
nicht dein Ziel.&lt;/p&gt;
</description>
        <pubDate>Mon, 03 Jan 2022 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
      <item>
        <title>Jahresrückblog 2021 – plus Reflexionsfragen zum Jahreswechsel</title>
        <link>/2021/12/23/jahresrueckblick-2021-reflexionsfragen-zum-jahreswechsel.html</link>
        <guid isPermaLink="true">/2021/12/23/jahresrueckblick-2021-reflexionsfragen-zum-jahreswechsel.html</guid>
        <description>&lt;p&gt;Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit das vergangene Jahr Revue passieren zu
lassen, die hellen Momente zu beleuchten und sich gedanklich auf das neue Jahr
einzustellen. Zeit für Selbstreflexion sollte man sich ohnehin regelmäßig
nehmen. Spürbare Übergänge wie der Jahreswechsel bieten sich dafür jedoch
besonders gut an, finde ich.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;»Es ist Zeit, für das, was war, Danke zu sagen,
damit das, was werden wird, unter einem guten Stern beginnt.«&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;– Unbekannt&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h2 id=&quot;reflexionsfragen-zum-jahreswechsel--wie-war-dein-2021&quot;&gt;Reflexionsfragen zum Jahreswechsel – Wie war dein 2021?&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/jahresende_reflexion.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/jahresende_reflexion.jpg&quot; alt=&quot;Reflexionsmethode zum Jahresende&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht hast ja auch du Lust, (in den nächsten Tagen) das vergangene Jahr
Revue passieren zu lassen, die hellen Momente zu beleuchten und dich gedanklich
auf das neue Jahr einzustellen. Dann habe ich hier als Vorschlag für dich
folgende Anregung:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn du auf das vergangene Jahr zurückblickst…&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was waren deine größten &lt;strong&gt;Highlights&lt;/strong&gt;? Was hat dir besonders viel Freude bereitet?
Wofür warst / bist du dankbar?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wobei ist dir ein Licht aufgegangen? Welche Aha-Momente oder &lt;strong&gt;Erkenntnisse&lt;/strong&gt;
hattest du? Was hast du über dich, die Welt oder das Leben gelernt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Welche &lt;strong&gt;Wünsche&lt;/strong&gt; hast du für das neue Jahr? Worauf möchtest du im neuen Jahr
deinen Fokus legen? Welches Motto könnte dich durch das Jahr begleiten?&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&quot;mein-2021--bunte-tupfer-im-monotonen-grau&quot;&gt;Mein 2021 – Bunte Tupfer im monotonen Grau&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;img-left&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/symbolbild_2021.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/symbolbild_2021.jpg&quot; alt=&quot;Symbolbild für 2021: Grau in grau mit bunten Tupfen&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Jahr 2021 lässt sich für mich gut mit dem hier gezeigten Photo beschreiben:
Grau in grau, relativ monoton, nicht unbedingt einladend, aber dennoch gespickt
mit bunten Momenten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich meine, im Grunde war das Jahr 2021 sowas wie 2020 Reloaded, nur dass man
sich mittlerweile weniger Illusionen machte, die aktuelle Lage sei nur
vorübergehend und bald würde alles wieder so sein wie zuvor. Durch die ersehnte
Impfung wich zwar die Unsicherheit ein bisschen, aber so ganz ausblenden ließ
sich die Pandemie dadurch halt auch nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dennoch, so monoton der Alltag mir oft erschien, weil fast jeder Tag dem anderen
glich, so schön waren dann doch die kleinen bunten Fluchten, die das Jahr 2021
zu bieten hatte.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;es-grünt-so-grün--aussichten-lassen-sich-überall-finden&quot;&gt;Es grünt so grün – Aussichten lassen sich überall finden&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/schauinsland_ausblick.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/schauinsland_ausblick.jpg&quot; alt=&quot;Schauinsland mit Aussicht&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eins meiner Highlights in 2021 war der Besuch bei meiner Schwester in Verbindung
mit dem leicht verwirrten Abstieg vom &lt;a href=&quot;https://visit.freiburg.de/attraktionen/freiburg-der-schauinsland&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Schauinsland&lt;/a&gt;
mit ein paar Umwegen. Die Aussicht. Der Duft der Bäume. Die Stille. Das Gefühl
als völlig unsportlicher Mensch die Strecke gemeistert zu haben, ohne
Herzinfarkt oder komplett kaputt gescheuertes Knie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber auch in heimischen Gefilden ließen sich schöne Momente schaffen und tolle
Ausblicke finden wie zum Beispiel auf dem nah gelegenen
&lt;a href=&quot;https://www.karlsruhe-erleben.de/media/attraktionen/Turmberg&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Durlach Turmberg&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe in diesem Jahr festgestellt, dass so ein Blick von oben auch ein
bisschen den Blickwinkel verändern kann. Viele Dinge, die aus der Nähe
elefantengroß erscheinen, werden in der Ferne plötzlich winzig klein. Und sich
das bewusst zu machen, kann manchmal richtig gut tun.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;heiß-heiß-baby--drei-wochen-staycation-mit-meeres-feuertonnenblick&quot;&gt;Heiß, heiß, Baby – Drei Wochen Staycation mit &lt;del&gt;Meeres&lt;/del&gt;-Feuertonnenblick&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-left&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/feuertonne.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/feuertonne.jpg&quot; alt=&quot;Feuertonne&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir hatten uns aufgrund der Lage auch dieses Jahr gegen eine Urlaubsfahrt
entschieden. Wieder kein Urlaub an &lt;em&gt;unserem&lt;/em&gt; Nordseestrand in Nordholland.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dafür Camping in der Gartenhütte mit Feuertonnenblick. Abendliches
Dämmerungslicht genießen. Outdoor-Kino mit
&lt;a href=&quot;https://www.imdb.com/title/tt0363547/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Dawn of the Dead&lt;/a&gt;,
das Remake von 2004, einer der besten Zombie-Filme überhaupt wie ich finde.
Morgens aufstehen und direkt im Grünen stehen. Kleine grüne Flucht für
Stadtmenschen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Feuertonne habe ich dann dieses Jahr auch meine alten Tagebücher
verbrannt, was für mich einen kleinen Meilenstein in Sachen Loslassen darstellte.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Warum und ich wie ich meine alten Tagebücher losgeworden bin:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2021/09/12/ausmisten-erinnerungen-loslassen-tagebuecher.html&quot;&gt;Loslassen – Warum ich meine Tagebücher aussortiert habe&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;stayaction--achterbahnfahrt-in-echt-und-der-gefühle&quot;&gt;Stayaction – Achterbahnfahrt in echt und der Gefühle&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Unser Staycation Urlaub war außerdem auch eine Art Stayaction-Urlaub durch die
Tagesausflüge, die wir so machten. Ein ganz großes Highlight war der Ausflug in
den &lt;a href=&quot;https://tripsdrill.de/de/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Vergnügungspark Tripsdrill&lt;/a&gt;.
Ich saß schon sehr lange nicht mehr in einer Achterbahn, einem Kettenkarussel
oder sich drehenden Suppenschüsseln, in denen es einem den Magen umdreht. Und
wow, ich hätte nicht gedacht, dass unsere Kleine da so gar keine Scheu haben und
uns völlig begeistert eine Runde nach der anderen auf die Achterbahn zerren
würde. Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass auch ich solch einen Spaß haben
würde, nachdem meine letzten Vergnügungspark-Erlebnisse vor über zehn Jahren
nicht ganz so dolle endeten, zum Beispiel mit einem Sonnenstich.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-left&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/urweltmuseum_hauff_fossilien.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/urweltmuseum_hauff_fossilien.jpg&quot; alt=&quot;Seelilien Fossilien im Urweltmuseum Hauff&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Jahr 2021 war bei uns außerdem auch das Jahr der Dinosaurier dank der
kleinen Dino-Verrückten. Ich lernte sehr viele Namen von Dinosauriern und durfte
das erste Mal in meinem Leben in einem Steinbruch Fossilien klopfen – wir haben
übrigens tatsächlich ein paar versteinerte Ammoniten gefunden. Unser Ausflug ins
&lt;a href=&quot;https://www.urweltmuseum.de/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Urweltmuseum Hauff&lt;/a&gt; ließ mich
außerdem ehrfürchtig vor einer Art Natur-Kunstwerk stehen und staunen.
Versteinerte Seelilien auf mehreren Metern. Der Gedanke wie anders die Welt vor
Millionen vor Jahren aussah und welch unglaublich kurzen Augenblick unser Leben
eigentlich darstellt.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;lost-places-meets-spraydose--expostation-2021&quot;&gt;Lost Places meets Spraydose – ExpoStation 2021&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/expostation.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/expostation.jpg&quot; alt=&quot;ExpoStation 2021&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch in diesem Jahr gab es in Karlsruhe wieder eine
&lt;a href=&quot;https://team-combo.de/expostation-areal-c/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;ExpoStation&lt;/a&gt;,
diesmal Outdoor auf einem recht großen Areal mit nur einem kleinen
Indoor-Bereich. Das Ganze hatte ein bisschen was von
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Lost_Place&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Lost Places&lt;/a&gt;,
gepaart mit farbenfroher Kunst, und hat mir durch diese besondere Atmosphäre
sogar noch besser gefallen als die ExpoStation 2020.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Ein paar bildhafte Eindrücke findest du in diesem BNN Artikel:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://bnn.de/karlsruhe/graffiti-ausstellung-expostation-in-der-karlsruher-nordstadt&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Graffiti-Ausstellung ExpoStation in der Karlsruher Nordstadt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;postkarten-expansion-und-714-verkaufte-artikel-bei-etsy&quot;&gt;Postkarten-Expansion und 714 verkaufte Artikel bei Etsy&lt;/h3&gt;

&lt;p class=&quot;img-left&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/2021/postkarten_tantem.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/2021/postkarten_tantem.jpg&quot; alt=&quot;Meine Postkarten im Tante M, dem Laden zu verpackungsfreien Einkaufen in der Weststadt&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachdem es nun schon seit Oktober letzten Jahres meine Postkarten in meinem
Lieblingsladen &lt;a href=&quot;https://tante-m-karlsruhe.de/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Tante M&lt;/a&gt;
zu kaufen gibt, ergaben sich 2021 noch zwei weitere Möglichkeiten für meine
Postkarten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://westpaper-karlsruhe.de/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Westpaper Weststadt&lt;/a&gt;, ein tolles Schreibwarengeschäft in der Karlsruher Weststadt&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://thelocal1.de/anbieter/frau-lyoner/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;TheLocalOne&lt;/a&gt;, Gutes aus der Region online bestellen und per Fahrrad in Karlsruhe und Umgebung geliefert bekommen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/zeitstattzeug.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/zeitstattzeug.jpg&quot; alt=&quot;Zeit statt Zeug&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meinen Etsy Shop gibt es damit nun also ebenfalls etwas mehr als ein Jahr. Und
ich bin durchaus ein wenig überrascht und stolz, dass ich seither 714 Artikel
verkauft habe und 151 positive Bewertungen erhalten habe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die mit Abstand am häufigsten verkaufte Postkarte in meinem Sortiment ist
übrigens ganz eindeutig das Motiv »Zeit statt Zeug«, was mich wirklich freut,
denn das bedeutet, dass viele Menschen lieber gemeinsame Zeit verschenken statt
unnützen Krempel.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Passend dazu mein vorheriger Blog-Artikel:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2021/12/12/minimalistisch-schenken-zu-weihnachten.html&quot;&gt;Weniger ist mehr – 6 einfache Geschenkideen für Weihnachten&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h3 id=&quot;18-blog-artikel-und-69-instagram-posts&quot;&gt;18 Blog-Artikel und 69 Instagram-Posts&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;In diesem Jahr habe ich auf diesem Blog 18 Artikel veröffentlicht. 2020 waren
es 25 Blog-Artikel. Bei Instagram
bin ich dieses Jahr auf 69 Posts gekommen, wobei allein 24 Stück davon im
Dezember durch meinen Adventskalender &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/explore/tags/24gutegedanken/&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;#24gutegedanken&lt;/a&gt;
zustande kamen. 2020 waren es tatsächlich noch 199 Posts.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;img-right&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;/assets/img/posts/dont_scroll_your_life_away.jpg&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;/assets/img/posts/dont_scroll_your_life_away.jpg&quot; alt=&quot;Don&apos;t scroll your life away.&quot; /&gt;
&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Differenz kam dadurch zustande, dass ich Anfang bis Mitte des Jahres eine
längere Instagram-Pause eingelegt hatte. Digitale Achtsamkeit war ein Thema, das
mich dieses Jahr ziemlich beschäftigt hat. Ich habe immer wieder gemerkt, wie
gut mir handyfreie Zeiten und Zonen tun, allerdings auch wie viel Potenzial nach
oben ich in diesem Punkt noch habe. Daran möchte ich in 2022 weiter anknüpfen.
Eine gute Hilfe wird für mich dabei sicherlich das neue Buch
&lt;a href=&quot;https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Digital-Detox-fuer-die-Seele/Daniela-Otto/Irisiana/e592091.rhd&quot; target=&quot;\_blank&quot;&gt;Digital Detox für die Seele&lt;/a&gt;
von Daniela Otto sein.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Mein ganz persönlicher Blog-Artikel-Favorit in diesem Jahr war also daher dieser hier:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;/2021/02/05/stressfaktor-soziale-medien-digital-detox-strategien.html&quot;&gt;Stressfaktor Soziale Medien – 6 Tipps für ein achtsameres Nutzungsverhalten&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;h2 id=&quot;meine-wünsche-für-2022&quot;&gt;Meine Wünsche für 2022&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Weniger Leistungsdruck, mehr Gelassenheit. Weniger Gedankenkarussell, mehr
Handlungsfähigkeit. Weniger Zweifel, mehr Liebe. Weniger Stress, mehr Freude.
Weniger Differenzen, mehr Gemeinsamkeit. Weniger Zeug, mehr Zeit. Weniger Handy,
mehr Moment. Und natürlich an allererster Stelle gaaaaaanz viel Gesundheit und
weniger Pandemie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;All das und noch viel mehr wünsche ich mir – und auch dir. ❤&lt;br /&gt;
Wie auch immer die nächsten Tage bei dir aussehen mögen, ich wünsche dir schöne
und achtsame Weihnachtstage und ein gesundes und glückliches 2022! Wir lesen
uns wieder im nächsten Jahr.&lt;/p&gt;
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        <pubDate>Thu, 23 Dec 2021 00:00:00 +0000</pubDate>
      </item>
    
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