Corona hat einen ganzen Vergnügungspark an Gefühlsachterbahnen in meinem Innenleben errichtet. Die Tage waren gleichförmig. Die Laune dafür ein Auf und Ab mit Loopings. Witzig, wie ich hier in der Vergangenheitsform schreibe. Als ob mir der Coronaeltern-Homeoffice-Wahnsinn nicht noch mindestens einen weiteren Monat bevorstünde.

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Manche Tage sind besser als andere

Und manche Tage auch mal so richtig beschissen. Bei mir meist verbunden mit einem akuten Feeling von »Am Liebsten würde ich in eine einsame Berghütte flüchten und nie mehr mit irgendjemandem reden«. Da kann es schon mal sein, dass eine belanglose Frage in einen unnötigen Streit ausufert oder ich einfach mal kräftig heule, weil ich gerade alles und jeden kacke finde, meist mich selbst am allermeisten.

Und weißt du was? Ich finde das ok und gestatte es mir in einem angemessenen Rahmen zu. Besser als meine frühere Strategie, innerlich zu implodieren. Da ich jedoch keine 24/7 tickende Emotionszeitbombe sein möchte, habe ich natürlich auch ein persönliches Repertoire an Launehebern in petto, das ich mit dir teilen möchte. Dabei spielen übrigens weder Schnapsflaschen noch das Süßigkeitenregal eine entscheidende Rolle.

Mein SOS-Repertoire gegen schlechte Laune

Für mich persönlich sind folgende Tipps einfach wie effektiv:

1) Grundbedürfnisse abchecken

Zu wenig getrunken? Unterzuckert? Kennst du den Begriff »hangry«? Das ist eine Wortkombination aus »angry« und »hungry«. Ich kenne diesen Zustand leider zu gut und kann ihn nicht empfehlen.

2) Schlafen

Selbst wenn Schlafmangel nicht der Grund für die miese Laune sein sollte, wirkt so ein kleines Nickerchen dennoch wahre Wunder. Fühlt sich fast an wie ein Reset des Hirns. Meistens scheint danach alles gar nicht mehr so wild.

3) Musik auf die Ohren

Sich zu passenden Klängen den blöden Emotionen hingeben. Harte Musik bei Wut, Schnulzen bei Weltschmerz. Und wenn ein bestimmter Punkt der Emotionshingabe erreicht ist, gerne umschwenken zur Happy-Playlist. So eine Playlist mit persönlichen Happy-Songs ist schon eine feine Sache.

4) Ausgiebige Dusch-/Badewannensession

Wärme, Duft, Erfrischung, für sich sein, sich um sich selbst kümmern und mit einem ganzheitlich gereinigten Gefühl aussteigen.

5) Vertrautes Gespräch

Neben einfach mal für sich selbst sein, kann ein offenes Gespräch mit einem vertrauten Herzensmenschen gut tun. Auch wenn es vielleicht erst einmal Überwindung kostet.

6) Ab in die Natur

Bewegung. Frische Luft. Oder mein persönlicher Pro-Tipp: Auf die Wiese legen, in den Himmel gucken, Geräusche wie Vogelzwitschern und Rascheln der Bäume in sich aufnehmen. Sich wieder erden. Und vielleicht sogar ein Freiluftnickerchen hinterherschieben.

7) Kopf beschäftigen

Schreiben, Rechnen, Quizfragen, whatever. Hauptsache das Großhirn beschäftigen, wenn die Emotionen ganz arg überschwappen, um aus dem Gröbsten rauszukommen. Und danach vielleicht ein Schläfchen für den Hirn-Reset…?

Was ist dein SOS-Repertoire gegen schlechte Laune?

Ich gehe fast davon aus, dass da vermutlich keine wirklich bahnbrechenden Tipps für dich dabei waren. Wieso ich diesen Blog Post dennoch geschrieben habe? Um dich zum Nachdenken zu bringen :-)

Hast du dir schon einmal über dein ganz persönliches SOS-Repertoire gegen schlechte Laune Gedanken gemacht? Was hilft dir, besser mit »Alles ist doof«-Tagen umzugehen? Und was eher nicht?

Bonus: Launenheber-Quick-Tipp

Kleiner Bonus zum Schluss. Eine grandiose Sache, die ich neulich gelernt habe – ist mir selbst noch nie zuvor aufgefallen – lies doch einfach mal das Wort Optimismus rückwärts: »Sumsi mit Po«

Frau Lyoner


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