Deine Todo-Liste wird immer länger, doch irgendwie schaffst du es einfach nicht, deine Aufgaben anzugehen und schiebst sie immer wieder auf – was die Prokrastination langfristig natürlich nur schlimmer macht.

Lass uns einmal drei mögliche Gründe für deine Aufschieberitis unter die Lupe nehmen.

1. Du lässt dich von deinem Perfektionismus überwältigen

Du willst alles perfekt machen und stellst so hohe Ansprüche an dich, dass es dir vor lauter Perfektionismus nicht gelingt, überhaupt anzufangen. Immer wieder schiebst du eine Aufgabe auf, vor lauter Angst sie nicht perfekt erledigen zu können.

» Gut ist besser als nichts

Gut ist gut genug – und vor allem ist gut besser als nichts. Kennst du das Pareto-Prinzip? Das Pareto-Prinzip (80-20-Regel) besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Und wer weiß, vielleicht sind 80% des Ergebnisses am Ende sogar völlig ausreichend.

Die Hauptsache jedoch ist, dass du überhaupt einmal anfängst, damit eine Grundlage da ist, an der du deinen perfektionistischen Feinschliff ausleben kannst. Denn was bringen dir all die hohen Ansprüche, wenn du am Ende ohne Ergebnis dastehst?

Done is better than perfect

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2. Du vermeidest unangenehme Aufgaben

Du machst und tust und erledigst ganz viele Dinge, aber vermeidest all die Aufgaben, die in irgendeiner Form unangenehm sind. Dadurch wächst die Liste unangenehmer Todos zwangsläufig immer weiter und der innere Widerstand, die lästigen Todos endlich anzugehen, wird größer und größer – und damit auch die Prokrastination.

» Eat that frog

Diese Metapher geht zurück auf Brian Tracy, der dieser Idee sogar ein ganzes Buch gewidmet hat. Tracy rät, die unangenehmen Aufgaben möglichst früh zu erledigen, bestenfalls zu Tagesbeginn.

Widme dich der schlimmsten, schwierigsten und wichtigsten Aufgabe direkt als Erstes. Oder anders gesagt: Verspeise den Frosch direkt zum Frühstück und lass dir die restlichen Mahlzeiten des Tages schmecken.

Cup of get shit done

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3. Du willst alles gleichzeitig tun

Deine Todo-Liste quillt über und du hast keine Ahnung, wo du anfangen sollst, also tust du am Ende rein gar nichts oder verzettelst dich, weil du versuchst, alles gleichzeitig zu tun.

» Nicht alles, was möglich ist, ist nötig

Setze Prioritäten, um herauszufinden, welche Aufgabe du zuallererst angehen möchtest. Eine mögliche Methode dazu ist die Eisenhower-Matrix, bei der Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortiert werden:

  • A: wichtig und dringend
  • B: wichtig und nicht dringend
  • C: nicht wichtig und dringend
  • D: nicht wichtig und nicht dringend

» Ein Schritt nach dem anderen

Vielleicht ist der Grund, dass deine Todo-Liste dich überwältigt, aber auch die Größe deiner Todos. Mache aus einer großen Aufgabe mehrere kleinere Unteraufgaben. Die Aufgabe »Wohnung entrümpeln« könntest du zum Beispiel schneiden nach Zimmern oder sogar noch granularer nach bestimmten Ecken.

You can do anything but not everything.

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Prokrastination-Quick-Tipp

Das Aufraffen und Anfangen fällt viel leichter, wenn du dir einen begrenzten Zeitrahmen setzt, zum Beispiel 20 Minuten.

Stelle dir einen Timer und geh mit folgender Haltung an die Sache ran:

»Ich mache das jetzt für 20 Minuten. Diese begrenzte Zeit ist zumindest besser als gar nichts zu tun.«

Vielleicht bist du nach 20 Minuten so sehr im Flow, dass du noch weitermachen möchtest. Vielleicht aber auch nicht, doch zumindest hast du dann das gute Gefühl, überhaupt etwas getan zu haben und immerhin ein bisschen vorangekommen zu sein.

The best way to get things done is simply to begin

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Frau Lyoner