Dein sehr guter Abschluss war nur Zufall? Den Job hast du nur bekommen, weil du irrtümlicherweise komplett überschätzt wurdest? Dass dir dieser besondere Erfolg gelungen ist, war bloß Glück? Zweifelst du grundsätzlich an deinen Fähigkeiten und rechnest jeden Moment damit, als Hochstapler entlarvt zu werden?

Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht bist du mit dem Impostor-Syndrom gesegnet, auch bekannt als Hochstapler-Syndrom. Ganz egal wie viele herausragende Leistungen sie vorzuweisen haben, Menschen mit dem Hochstapler-Syndrom fühlen sich oft wie Betrüger und scheinen unfähig, ihre persönlichen Erfolge anzuerkennen.

Eigene Erfolge werden abgewertet, indem sie externen Ursachen (Zufall, Glück) zugeschrieben werden, während Misserfolge auf interne Faktoren (mangelnde Fähigkeiten) zurückgeführt werden.

Vorsicht! Das Impostor-Syndrom ist keine psychische Störung oder Diagnose. Dennoch kann es helfen zu wissen, dass es noch mehr Menschen mit dieser Art von Denkmustern gibt. Und was nun tun mit dieser Erkenntnis?

Arbeit an der Selbstwahrnehmung – Gute Gewohnheiten für Impostor

Die gute Nachricht ist: Wenn du über die Existenz dieser destruktiven Form der Selbstwahrnehmung Bescheid weißt, hast du schon den ersten Schritt getan.

Deine langwierig antrainierten, von Selbstzweifeln geprägten Denkmuster komplett zu überwinden mag utopisch erscheinen. Jedoch hast du auf jeden Fall die Chance, durch gewisse Gewohnheiten einen gesünderen Umgang mit deinen Selbstzweifeln zu etablieren.

Selbstzweifel sind okay und können teilweise sogar echt hilfreich sein, doch nur solange sie auch genügend Platz für die Anerkennung eigener Erfolge lassen.

Erst eine ausgewogene Mischung dieser beiden Gegenpole sorgt für eine solide Fähigkeit zur Selbstreflexion.

#1: Mache dir deine großen Erfolge bewusst

Du hast keine Erfolge vorzuweisen? Das glaube ich dir nicht.

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Nimm dir Zeit und mache dir bewusst, welche Leistungen und Erfolge du in deinem Leben bereits erreicht hast. Was du aufschreibst, ist dabei komplett dir überlassen und so einzigartig wie du selbst. Du entscheidest.

Die Hauptsache ist, du hast am Ende eine Liste mit deinen persönlichen Lebenserfolgen und besonderen Meilensteinen schwarz auf weiß vor dir.

Dieses lebendige Dokument kannst du jederzeit erweitern und anpassen, doch v.a. kannst du immer dann auf diesen Rettungsanker zurückgreifen, wenn deine Selbstzweifel mal wieder überkochen sollten.

#2: Mache dir deine kleinen Erfolge bewusst

Nicht nur die großen Erfolge und Meilensteine sind wichtig. Auch die kleinen Erfolge, die oftmals im Gewusel des Alltags untergehen, zählen.

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Halte dir deine kleinen Erfolge regelmäßig vor Augen. Ganz egal, ob du dafür ein digitales Dokument, ein oldschool Tagebuch oder eine fancy App nutzt.

Ich verwende gerne folgende Reflexionsfragen:

  • Was ist mir heute gut gelungen?
  • Worauf war ich stolz?
  • Was habe ich mich heute getraut?
  • Woran konnte ich heute wachsen?

Meine Vorgehensweise dazu habe ich ausführlicher in einem Beitrag zum Thema Dankbarkeitstagebuch festgehalten:
Mehr Zufriedenheit im Alltag mit einem Dankbarkeitstagebuch

#3: Sammle positives Feedback

Typischerweise klaffen Selbst- und Fremdwahrnehmung bei Menschen mit Impostor-Syndrom weit auseinander. Das bedeutet, du wirst vermutlich zahlreiche Gelegenheiten haben, positives Feedback einzusammeln und zu konservieren.

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Notiere erhaltenes positives Feedback in einem Notizbuch. Sammle in einer Schachtel, Karten oder Briefe mit netten Worten. Erstelle einen Ordner auf dem Smartphone, in dem du Screenshots von E-Mails und Nachrichten speicherst, die beim Lesen ein Gefühl von Stolz in dir erzeugt haben.

Sei kreativ und denke dir passende Möglichkeiten aus, wie du erhaltenes positives Feedback konservieren kannst, um dich immer wieder daran erfreuen und um gerade in Momenten starker Selbstzweifel jederzeit darauf zurückgreifen zu können.

Je unterschiedlicher die Kontexte sind, in denen du das positive Feedback erhalten hast, desto besser.

Je mehr Menschen aus unterschiedlichen Bereichen dir spiegeln, dass du gut, wertvoll, stark, klug, einfach superkalifragilistisch bist, desto eher wirst du beginnen, es auch selbst zu glauben.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, deine Erfolge wahrzunehmen!

Frau Lyoner


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